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Pferdewetten – Sonnen- und Schattenseiten einer Industrie

Der absolute Klassiker unter den Sportwetten sind die Pferdewetten jeglicher Couleur. Ob es nun der Trab- oder Galopprennsport ist, Vielseitigkeitsreiten,… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
17.04.2019 4 min lesen
Symbolbild Pferderennen. (Foto: pixabay)

Der absolute Klassiker unter den Sportwetten sind die Pferdewetten jeglicher Couleur. Ob es nun der Trab- oder Galopprennsport ist, Vielseitigkeitsreiten, Springreiten oder die einstige britische Military. Jeder hat schon von diesen Wetten gehört oder nutzt Sprichwörter wie »aufs falsche Pferd setzen«. Auch heute ist dieser Wettbereich noch interessant und spannend für Spieler, doch hat das Wetten auf diese Sportereignisse auch Schattenseiten. Was es allgemein zu wissen gibt, welche Optionen es gibt und was zu bedenken ist, zeigt dieser Artikel.

Pferderennen waren mit die erste Sportart, auf die Spieler im größeren Stil gewettet haben. ( @ dreamtemp (CC0-Lizenz) / pixabay.com )

Pferdewetten sind heute online möglich

Und das mitunter in einer Form, die sogar Skeptiker überzeugen kann: Virtuelle Pferderennen. Hier muss kein echtes Tier die Bahn entlang oder über Hindernisse spurten, denn die Pferde sind rein digitaler Natur. Die Wette funktioniert jedoch ebenso, wie die auf »echte« Pferderennen. Generell gilt beim Onlinewetten auf Pferderennen aller Art:

  • Renntypen– besonders häufig sind Trab- und Galopprennen. Diese finden aber längst nicht allein in Deutschland, sondern weltweit statt.
  • Setzen– in der Regel wird auf das Pferd gesetzt, das der eigenen Meinung nach gewinnt. Es gibt aber, je nach Wettanbieter, auch andere Wettmöglichkeiten: das langsamste Pferd, das über die Saison erfolgreichste Pferd.

Natürlich kommen auch bei Pferdewetten die Quoten mit ins Spiel. Sie besagen, wie viel Geld der Spieler herausbekommt, wenn sein Tipp gewinnt. Zu beachten ist hier immer, dass die Quote kein absolut genauer Wert ist. Bei jedem Rennen entscheidet der Wettanbieter über die sogenannte Auszahlungsquote. Sie sollte weit über 92 Prozent liegen. In diesem Fall würden acht Prozent vom Gewinnwert abgezogen und ausgezahlt werden. Knapp gesagt: Bei einem Gewinn von 100 Euro und einer Auszahlungsquote von 95 erhielte der Spieler 95 Euro ausgezahlt.

Aufgepasst beim Wettbonus

Gerade Neukunden werden gerne mit einem Wett- oder Neukundenbonus geködert. Das ist zuerst einmal wunderbar, denn wer erhält nicht gerne einen Bonus für eine Anmeldung? Auch Bestandskunden haben immer wieder die Möglichkeit, Boni zu erhalten. Doch sollte vor der Annahme genauer hingeschaut werden, denn es gibt Bedingungen:

  • Umsetzen des Bonus– um den Bonus zu erhalten, muss er zuerst mehrfach umgesetzt werden. In den Bedingungen werden nicht nur manchmal einzelne Wetten ausgeschlossen, es gibt auch häufig eine zeitliche Begrenzung. Hier gilt: Die Umsatzhöhe muss realistisch und die Zeit nicht knapp bemessen sein. Ansonsten ist das Ausschlagen des Bonus sinnvoller.
  • Gratiswette– an ihr ist nichts auszusetzen, allerdings sollten Spieler wissen, dass dennoch ein Einsatz fällig wird. Die Gratiswette wird erst nach einem Einsatz angezeigt oder angerechnet.
  • Ausschlüsse– manchmal kann ein Bonus zwar erspielt werden, doch nicht mit den bevorzugten Spielen oder Wetten. Es ist also gut möglich, dass Pferdewetten ausgeschlossen sind.
  • Verdoppelung– das ist oft die einfachste und fairste Bedingung. Dieser Bonus verdoppelt einfach die erste – oder die nächste – Einzahlung. Je nach Anbieter ist die Höhe jedoch mit einem Limit belegt.

Generell gilt der einfache Merksatz, dass die Bedingungen direkt bei der Bonusankündigung verständlich einzusehen sein sollten. Wer die Bedingungen auf der Seite versteckt oder unverständlich formuliert, der wird den Bonus nur unter schweren Bedingungen auszahlen. Und das kann auch schon bedeuten, dass für einen Bonus von 50,00 Euro erst einmal 500,00 Euro ausgegeben werden müssen. Ohnehin zeichnet es einen guten Onlinebroker aus, wenn er sämtliche Punkte, Bedingungen und Konditionen auf seiner Seite gut sichtbar und verständlich platziert. Der beste Wettbonus sollte zudem durch interessante Vergleiche wie auf dieser Webseite herausgesucht werden. So erhält der Spieler einen Überblick und kann den Anbieter entsprechend auswählen.

Die Schattenseiten

Das grundsätzliche Problem mit Pferdewetten ist, dass in diesem Fall auf einen Sport gesetzt wird, den nicht alle Teilnehmer freiwillig ausüben. Es ist nun mal Tiere mit im Spiel und während Fußballer sich unter freiem Willen dazu entscheiden, sich vom Gegner in die Beine treten zu lassen, hat das Pferd wenig Einfluss darauf, überhaupt auf die Bahn zu kommen. Dies vorweg gibt es noch weitere Problematiken:

  • Alter– gerade im Trab- und Galopprennsport sind die Tiere oft sehr jung, beziehungsweise werden sie weit vor dem eigentlichen Auswachsen trainiert. Etliche gute Ställe gehen zwar behutsam vor und achten auf die Gesundheit und Erholung des Tieres, doch gibt es leider immer wieder andere Beispiele.
  • Stress– je nach Charakter des Pferdes ist der Renntrubel der pure Stress. Auf der anderen Seite muss jedoch gesagt werden, dass viele ehemalige Rennpferde die stressresistentesten Tiere überhaupt sind.

Viele ehemalige Rennpferde sind noch bis ins hohe Alter gesund und glücklicherweise gibt es ausreichend Rennställe, denen das Wohl des Tieres am Herzen liegt. Nicht nur kommen die Tiere regelmäßig auf die Koppel, sie werden auch sonst rundum gut gepflegt. Dies dürfte angesichts der Tatsache, welchen Wert ein erfolgreiches Pferd hat, auch nicht verwunderlich sein. Leider gibt es stets auch die andere Seite der Medaille.

Wer persönlich Probleme mit den Hintergründen im Sport hat, aber dennoch sein Glück versuchen möchte, der sollte sich gezielt nach den virtuellen Rennen umsehen. Sie werden von immer mehr Online-Anbietern ins Programm aufgenommen, zumal sie auch als Live-Wette spielbar sind. Da es der Computer ist, der das Rennen präsentiert, ist die »Live-Wette« natürlich so einfach umzusetzen, wie das virtuelle Pokerspiel. Der Vorteil bei dieser Art von Pferdewetten ist, dass es keinerlei echte Tiere gibt und somit niemand tatsächlich geschädigt werden kann.

Der Pferdesport hat auch seine Schattenseiten. (@ 12019 (CC0-Lizenz) / pixabay.com )

Fazit – die klassische Wette ist auch für Tierfreunde möglich

Vermutlich ist es die Einfachheit des Sports, die die Pferdewetten so beliebt macht. Hier ist es nicht notwendig, sich mit Spielern oder Mannschaftsaufstellungen zu beschäftigen, es reicht praktisch schon, sich ein Pferd auszuwählen. Wer schnell schaut, wie es in den letzten Rennen abschnitt, der hat schon einen großen Schritt in Richtung Gewinn gemacht. Dennoch handelt es sich bei Pferdewetten um eine Wette auf Lebewesen, die nicht wie Fußballer freilich am Geschehen teilnehmen. Wem dieser Gedanke grundsätzlich nicht behagt, der braucht dennoch nicht auf das Wetterlebnis zu verzichten. Online-Anbieter nutzen längst die virtuellen Pferderennen und bieten so nicht nur rund um die Uhr Wetterlebnisse, sondern auch einen Pferdesport, bei dem garantiert kein Tier zu Schaden kommt.