Springen

Nationenpreisreiter Billy Twomey nimmt Nachwuchsreiter ernst

Nörten-Hardenberg – Das Hardenberg Burgturnier vom 16. – 19. Mai ist ein sportlich spannender Vergleich – auch zwischen den Generationen…. Artikel lesen

Larissa Lienig
17.05.2019 2 min lesen
Billy Twomey beim WarmUp. Foto: Stefan Lafrentz

Nörten-Hardenberg – Das Hardenberg Burgturnier vom 16. – 19. Mai ist ein sportlich spannender Vergleich – auch zwischen den Generationen. Wenn es von Freitag bis Sonntag im Parcours um Weltranglistenpunkte geht, dann macht die Generation U25 den Routiniers im Sattel durchaus mächtig Konkurrenz. Der irische Nationenpreisreiter Billy Twomey sieht das ganz gelassen, nimmt die junge Konkurrenz jedoch ernst.

Der 42 Jahre alte Ire lebt und arbeitet in England, hat etliche Nationenpreise bestritten, war 2016 Derbysieger und zählt zu den besten Reitern der Welt. Gleichwohl kann es auch ihm passieren, dass ein Jungtalent wie die 21 Jahre alte Lisa Nooren aus den Niederlanden dem Routinier Top-Platzierungen vor „der Nase“ wegschnappt. „Das ist so“, grinst Twomey, „das kann passieren. Wenn die jungen Leute sehr gut reiten, ist das immer möglich.“ Letzten Endes, so sagt der Springreiter, „hat sich auch die Qualität der Pferde enorm entwickelt. Sechzig bis achtzig Prozent des Erfolges beruhen auf der Qualität des Pferdes, aber ein Reiter, bzw. eine Reiterin muss sehr sehr gut reiten, damit sich diese Qualität auch entfalten kann.“

Twomey selbst, der in letzter Sekunde für das Hardenberg Burgturnier seine Nennung abgab, hat eigenem Bekunden zufolge vor 25 Jahren „Glück“ gehabt. „Ich war bei den Whitakers, bei Michael und John, um zu lernen. Dadurch habe ich ein erfahrenes Pferd gehabt, von dem ich enorm profitieren konnte. Das Wichtigste überhaupt ist, das man versucht von und bei den Besten zu lernen, um ein wirklich erstklassiger Reiter zu werden.“

Lisa Nooren hat den besten Trainer in der Familie. Vater Henk Nooren war einst selbst Championatsreiter und von all seiner Erfahrung und Professionalität profitiert die Tochter, die bereits den Großen Preis des CHI Donaueschingen gewinnen konnte. Jessica Mendoza (1996) aus Großbritannien und Kaya Lüthi (1994), die für die Schweiz reitet, Gerrit Nieberg aus Münster  zählen ebenfalls zu den Youngstern, die Routiniers wie Twomey, Markus Beerbaum (Thedinghausen) oder Felix Hassmann (Lienen) Konkurrenz machen können. Billy Twomey sieht es gelassen – schließlich gilt für alle das Gleiche, sagt der Profi: „Jedes Springen muss immer erstmal gewonnen werden…“

Pressemitteilung

Larissa Lienig

„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky