Springen, Turnierergebnisse

Lüneburg setzt zur Riders-Tour-Erfolgsserie an: Triumph am Samstag beim Turnier der Sieger

Turnier der Sieger 2019. Im Marktkauf-Cup jubelt Nisse Lüneburg MÜNSTER. Ein wenig angespannt war Nisse Lüneburg schon, als er am… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
04.08.2019 3 min lesen
Westfälischer Reiterverein e.V., (Thoms Lehmann)

Turnier der Sieger 2019. Im Marktkauf-Cup jubelt Nisse Lüneburg

MÜNSTER. Ein wenig angespannt war Nisse Lüneburg schon, als er am Samstag in den Parcours des Marktkauf-Cups ritt: Hier, für die Große Tour im Rahmen des Turniers der Sieger, hatte er sein Pferd Luca Toni gesattelt. Und das, obwohl der Wallach sich noch wenige Tage zuvor beim Global Jumping in Berlin als leicht ablenkbar erwiesen hatte. Doch Lüneburgs Entscheidung wurde belohnt: Im Stechen entschied er die CSI4*-Prüfung, des Hauptspringen am Samstag, für sich.

Einen 1,50 Meter hohen Parcours galt es zu überwinden, als am Samstagnachmittag 42 Reiter-Pferde-Paare zur Großen Tour beim münsterschen Turnier der Sieger antraten. Der Marktkauf-Cup, zugleich die Qualifikationsprüfung für die Wertungsprüfung der Bemer Riders Tour am Sonntag, stellte hohe Anforderungen an die Teilnehmer: Ein enges Zeitlimit im Normalumlauf und anspruchsvolle Wegeführung stellte das Können auf die Probe. Sechs Reiter qualifizierten sich mit ihren Pferden zum Stechen – und am Ende jubelte Nisse Lüneburg. Der 30-jährige Springreiter hängte im Stechparcours auf seinem Pferd Luca Toni alle ab.

Dabei sei er zunächst nicht sicher gewesen, ob er mit Luca Toni die richtige Wahl getroffen habe, berichtete Lüneburg nach seinem Sieg: Noch kurz zuvor, beim Global Jumping in Berlin, habe sich der zwölfjährige Wallach unbeständig gezeigt. „Er hat viel Nerv und ist sehr aufmerksam – aber er lässt sich auch leicht ablenken“, sagt Lüneburg. „Der Platz in Berlin lag ihm überhaupt nicht. Umso größer ist meine Freude nun über diesen Erfolg in Münster.“ Im Stechen gelang dem Springreiter und seinem Wallach ein fulminanter Ritt: Nur 42,31 Sekunden benötigten die beiden, bis sie die Ziellinie überquerten – schneller war niemand. Auch nicht der Luxemburger Christian Weier, der seinen Hengst Global wie auf dem Teller wendete: Mit 44,36 Sekunden im Stechen belegte er Rang 2.

„Luca Toni ist ein grundschnelles Pferd, er ist wirklich flink“, begründete Lüneburg seine Bestzeit. „Eigentlich habe ich gar nicht die engsten Wendungen gewählt. Aber ich konnte einen schnellen Galopp halten, kam gut in den Rhythmus hinein und konnte so einiges an Zeit einsparen.“

An dritter Stelle platzierte sich die belgische Springreiterin Celine Schoonbrodt-de Azevedo, die ihre Erfolgsstute Cheppetta gesattelt hatte. Es folgten Maurice Tebbel auf Don Diarado, der sich Platz 4 erritt, sowie Jens Backmann auf Rang 5. Backmann war mit seiner seit Langem hocherfolgreichen Stute Carmen angetreten. Den sechsten Platz belegte Laura Klaphake auf Bantou Balou.

Nun blicken die Springreiter gespannt auf das Hauptspringen am Sonntag: den Beresa Sterne Preis, der zugleich eine Etappe der diesjährigen Riders Tour ist. Hier führt Lüneburg aktuell mit 22 Punkten die Gesamtwertung an – und ist entschlossen, seine Führung weiter auszubauen. „Aber ich versuche, mich nicht zu sehr an der Konkurrenz zu orientieren. Sondern mich auf meine eigene Leistung zu konzentrieren“, sagte er. Ob er am Sonntag erneut Luca Toni für das Turnier der Sieger satteln wird, ließ er noch offen: Eventuell könnte die Wahl auch auf seine Stute Alina fallen.

Das Turnier der Sieger findet vom 1. bis 4. August vor der imposanten Kulisse des münsterschen Schlosses statt. Auch in diesem Jahr konkurrieren wieder zahlreiche nationale und internationale Reiter in Dressur- und Springprüfungen bis zum höchsten Niveau. Den Höhepunkt des Turniers bildet der Große Preis am Sonntag, eine Springprüfung der Klasse CSI4*, die zugleich eine Etappe der diesjährigen DKB-Riders Tour ist.

 

Westfälischer Reiterverein e.V., (Thoms Lehmann)

Text: Kristina Sehr
Fotos: Westfälischer Reiterverein e.V., Thoms Lehmann

 

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