Dressur, Springen, Turnierergebnisse

Longines Balve Optimum 2019: Erster Tag der Deutschen Meisterschaften

Isabell Werth und Bella Rose dominieren den Grand Prix, Mynou Diederichsmeier siegt in der ersten Wertungsprüfung der Deutschen Meisterschaften der… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
14.06.2019 3 min lesen
Werth Siegerin (Foto: Marc Gr. Feldhaus)

Isabell Werth und Bella Rose dominieren den Grand Prix, Mynou Diederichsmeier siegt in der ersten Wertungsprüfung der Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen und Tobias Meyer gewinnt die erste internationale Springprüfung des Longines Balve Optimum 2019.

DM Springreiterinnen

In der 1. Wertungsprüfung um die Deutsche Meisterschaft der Springreiterinnen, dem Preis der Wrede Stiftung, blieben zehn von 44 Paaren fehlerfrei. Mit 76,59 Sekunden war Julie Mynou Diederichsmeier auf dem 13-jährigen holsteinischen Calido I-Nachkommen Carlucci am schnellsten im Ziel. Die amtierende Weltmeisterin Simone Blum kam zwar nicht mit ihrer Alice zum Longines Balve Optimum, dafür zeigte sich im Sattel des erst neunjährigen DSP Cool Hill (v. Cornet Obolensky) eine hervorragende Leistung (76,74). Ob sie morgen wieder den Titel bei den Springreiterinnen in Empfang nehmen kann? Verhindern möchte das sicher auch Sophie Hinners, die auf dem elfjährigen Hannoveraner Hengst Vittorio (v. Valentino) die drittschnellste Amazone war (77,61). Großen Jubel gabes für Elisabeth „Püppi“ Kruse! Die Lokalmatadorin des RV Balve zeigte mit dem elfjährigen, sehr imposanten Hannoveraner Hengst Spimex (v. Stakkato) eine Glanzleistung (0/ 77,93). Ihr Ziel? „ich möchte aufs Treppchen und morgen Abend anstoßen können!“ Ganz Balve drückt die Daumen! Püppihat noch ein Pferd mit zu den Meisterschaften gebracht. Auf ihrem Grand Prix erfahrenen 15-jährigen Oldenburger Wallach Landos Star (v. Lando) musste sie jedoch mit 5 Fehlerpunkten hadern. Die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft der Springreiterinnen fällt am morgigen Samstag um 14.15 Uhr im Preis der platzmann federn gmbh & co.kg.

DM Dressur – Grand Prix de Dressage / Maecenas Preis

Dressur vom Allerfeinsten gab es im Grand Prix, dem Maecenas Preis. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein tanzten die Pferde nach Maß. Für die Zuschauer gab es ein Highlight nach dem nächsten – leider jedoch ohne den Titelverteidiger Sönke Rothenberger. Sein Cosmo kam am Donnerstagabend mit Koliksymptomen in eine Klinik. Dafür wurde es jedoch umso spannender – wobei bei der Siegerin Isabell Werth und ihrer 15-jährigen Westfälin Bella Rose (v. Belissimo) kaum Zweifel bestanden. Die beiden sind eine Liga für sich. Mit lockeren 81,780 Prozent sicherten sich die goldene Schleife. Unschlagbar? Das wird sich morgen im Grand Prix Special, dem Klaus Rheinberger Memorial, rausstellen. Mit 81,100 Prozent waren Dorothee Schneider und der 13- jährige Hannoveraner Wallach Showtime FRH (v. Sandro Hit) die einzige Paarung, die an Isabell und Bella Rose heranreichten. Den dritten Platz im Grand Prix belegten Jessica von Bredow-Werndl und die schicke zwölfjährige Trakehner Stute Dalera BB (v. Easy Game) mit 78,880 Prozent. Der Grand Prix zählte auch zur Wertung Meggle Champion of Honour.

Was auffiel? Hubertus Schmidt zeigte einen deutlich gereiften Escolar. Der zehnjährige westfälische Estobar NRW-Sohn zeigte sich frisch, wach und aufmerksam, stand stets sicher an den Hilfen – und so konnte Reitmeister Schmidt seine Stärken vor allem in den Traversalen und der Galoppverstärkung voll ausspielen. „Wie aus dem Bilderbuch“, schwärmte eine Zuschauerin. Ja, dieser schicke Braune hatPotential für die ganz großen Aufgaben. Schmidt und Escolar belegten mit 76,680 Prozent Rang 6. Morgen geht es um 10.30 Uhr im Grand Prix Special, Klaus Rheinberger Memorial, um die ersten Medaillen.

2. Qualifikation zu Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter

Die erste Prüfung des Freitagmorgens sah eine rasante Amazone: Nicola Pohl sauste in der 2. Qualifikation zu Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter, im Sattel der 13-jährigen Niederländer Stute Baronescha (v. Verdi) sprichwörtlich der Konkurrenz davon. Fehlerfrei kam das Paar in 67,78 Sekunden über die Ziellinie. Damit hatte sie mehr als 6 Sekunden (!!) Vorsprung vor Hannah Schleef, die in der 1. Qualifikation noch Rang drei belegte. Mit der zehnjährigen KWPM C-Indoctro-Tochter Estella blieb auch sie fehlerfrei und benötigte 73,97 Sekunden. Rang drei fiel nach tadellosen 74,39 Sekunden an Marie Ligges und die Westfälin Curly Sue (v. Cornet Obolensky).

Meyer siegt im Weingut Mugler Preis

Im Weingut Mugler Preis, einer internationalen Springprüfung Kl. S**, hatte Tobias Meyer die Nase vorn. Von 53 Startern blieben nur 14 Paarungen ohne Fehler. Meyer siegte im Sattel der zehnjährigen Hannoveraner Stute Coeur de Lion (v. Carenzo) in 66,09 Sekunden und verwies damit Denis Nielsen auf Platz zwei. Der Deutsche Meister des Jahres 2015 hatte sich für die 12-jährige bayerische Stute Taquadriga (v. Quadrigus) entschieden (0/66,63). Mit 67,59 Sekunden landeten Markus Renzel und der zehnjährige Holsteiner Casall-Nachkomme Casscord auf dem dritten Rang. Der frisch gebackene Derbysieger Nisse Lüneburg musste mit Platz vier Vorlieb nehmen. Er hatte die elfjährige holsteinische Nekton-Tochter Alin.

Start- & Ergebnislisten gibt es hier.

Pressemitteilung

Jaqueline Weidlich

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. -Henri Cartier-Bresson