Italien macht es noch mal!

von Larissa Lienig
26. Mai 2018
26.05.2018
ca. 2 Minuten

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt Italien den Nationenpreis in Rom

Es schien wie “Mission Impossible” zu Beginn dieser Woche. Sowohl Lorenzo de Luca als auch Alberto Zorzi mussten sich aus dem italienischen Team zurückziehen. Die Titelverteidigung des CSIO Rom Intesa Sanpaolo Nations Cup heute auf der Piazza di Siena rückte  gefühlt in die Ferne. Aber irgendwie scheint der Heimsieg im vergangenen Jahr, der erste nach 32 Jahren, das Gastgeberland für die außerordentliche Herausforderung bestärkt zu haben, gegen alle Widrigkeiten.
Die Stärke der Gastmannschaften sorgte dafür, dass der Sieg hart erkämpft werden musste. Aber Luca Marziani (38), Giulia Martinengo (39), Emanuele Gaudiano (31) und Bruno Chimirri (46) haben es wahr werden lassen. Den Traum vom zweiten Sieg in Folge, zuhause. Und es war Chimirri, der der Held der Stunde war und absolute Perfektion auf seinem 11-jährigen Hengst Tower Mouche zeigte. Er besiegelte den Sieg, als allerletzter Reiter in die Arena.
Er hatte das Gewicht der Welt auf seinen Schultern, denn obwohl der Wegbereiter Marziani die zweite Runde eines brillianten Doppel im Sattel von Tokyo du Soleil fehlerfrei bestritten hatte, als die zweite Runde begann. Martinengo folgte mit nur einem Fehler, mit Verdine SZ unter sich. Die Siegchancen standen gefährlich auf der Kippe, als Emanuele Gaudianos Casper an Hindernis acht stehenblieb, herumwirbelte und seinen Fahrer aus dem Sattel riss. Sie mussten eliminiert werden. Später erklärte Gaudiano: “Nach der Dreifachkombination war ich zu langsam. Ich hatte die Schrittfolge falsch drauf und das Pferd hat sich verweigert – das war völlige überraschend!” Viele italienische Herzen brachen, als das Paar aus der Arena ausschied. Der Sieg sah jetzt sehr unwahrscheinlich aus.

Die Tatsache, dass sich die Gastgeber die Führung mit den USA und der Schweiz auf halbem Weg mit 0 Punkten geteilt hatten, deutete jedoch an, dass das Team Italien in Form und noch Chancen hatte. Im Laufe der zweiten Runde wurde der Kurs von Uliano Vezzani schwerer.
Deutschland und Kanada rundeten ihren Endstand bei jeweils 12 Fehlern ab. Janika Sprunger blieb als einzige Schweizerin ohne Fehler. Die Schweizer kamen somit zusammen mit den USA auf einen acht Fehlerpunkte-Endstand. McLain Ward holte auf HH Azur zur Rettung der USA eine von bloß insgesamt fünf Doppelnull-Runden.
Als Chimirri zum zweiten Mal den Ring betrat, hing alles in der Schwebe. Eine saubere Runde würde bedeuten, dass seine Mannschaft nur Martinengos vier Fehler zählen müsste, aber. Sie würden immer noch gewinnen, ein Fehler würde die Summe auf acht bringen und ein Stechen mit den Amerikanern und Schweizern erzwingen. Bei mehr Fehlern wäre der Traum vom Sieg zerstört gewesen.

Man konnte eine Stecknadel fallen hören, als sich das Paar auf den Weg machte. Die Freudenschreie der Menge kündigten aber schon den Sieg an, als das Paar durch das Ziel galoppierte,. Dies war Italiens 29. Sieg auf heimischem Boden, und nichts ist so süß.

Pressemitteilung

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