Dressur, Springen, Turnierergebnisse

Isabell Werth ist Deutsche Meisterin in der Grand Prix Kür

Deutsche Meisterschaft Grand Prix Kür Nach gestrigem Verritt mit Bella Rose gab es heute Gold für Isabell Werth und Emilio…. Artikel lesen

Larissa Lienig
16.06.2019 4 min lesen
Werth Isabell (GER), Emilio 107: Deutsche Meister in der Grand Prix Kür © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Deutsche Meisterschaft Grand Prix Kür

Nach gestrigem Verritt mit Bella Rose gab es heute Gold für Isabell Werth und Emilio. Zur neuen Kür mit italienischer Opernmusik tanzten sie zu 88,150 Prozent! Silber fiel an Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera BB vor Helen Langehanenberg mit Damsey FRH.

Der letzte Tag des Longines Balve Optimum hat begonnen. Heiß erwartet wurde Grand Prix Kür, der Longines Großer Optimum Preis – der auch über die Medaillenvergabe der Deutschen Meisterschaften entscheiden würde. Würde Isabell Werth diesmal Gold gewinnen, nachdem sie gestern den Sieg und damit den Deutschen Meistertitel im Grand Prix Special mit Bella Rose im wahrsten Sinne des Wortes verritt? Ja! Sie schaffte es! Die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten fügte mit 88,150 Prozent ihrerMedaillensammlung die 15. Goldene bei Deutschen Meisterschaften hinzu. Mit „Zweitpferd“ Emilio, dem13-jährigen Westfalen von Ehrenpreis, tanzte sie zur Goldmedaille.

In der künstlerischen B-Note, dieauch die Choreographie und den Schweregrad beurteilt, erhielt sie bis zu 96 Prozent. „Das war heute meine neue Kür zu italienischer Opernmusik und ich war sehr überrascht, dass sie so gut lief, denn ichhatte sie gar nicht oft geübt“, verriet Isabell Werth nach dem Sieg. Übrigens: 2017 wurde sie ebenfalls im Sattel von Emilio Deutsche Meisterin in der Kür. „Emilio hat sich heute noch mal mehr nach vorne und oben gearbeitet. Das war prima!“ Mehr als prima fand Katrina Wüst die Kür von Werth und Emilio: „Das war eine der besten Küren, die ich je gesehen habe“, schwärmte die Richterin.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging die Grand Prix Kür für Jessica von Bredow- Werndl und ihre 12-jährige TSF Dalera BB (v. Easy Game) zu Ende. Bis zur letzten Starterin, Isabell Werth, lag die Aubenhausenerin auf Goldkurs… „Ich hatte auch schon mit Gold geliebäugelt… AberSilber ist natürlich auch großartig. Endlich hab` ich nach vier Bronzemedaillen einmal eine andere Medaillenfarbe bei Deutschen Meisterschaften!“, lachte die sympathische Dressurreiterin. 85,600 Prozent gab es für das wunderschöne Duo.

Bronze fiel an Helen Langehanenberg und den schon 17-jährigen Hannoveraner Hengst Damsey FRH(v. Dressage Royal) mit 84,275 Prozent. „Damsey und ich hatten eine tolle Saison. Er fühlt sich dynamisch an und ich glaube, so sieht es auch aus. Ich bin echt stolz auf den Dicken!“, so Helen Langehanenberg. Damsey war zwar der Oldie im Feld – aber vor allem auch ein Pferd, dem man den Spaß an Prüfungen anmerkt und der im wahrsten Sinne fit wie ein Turnschuh ist.

Weitere Ergebnisse des Tages:

Youngster-Tour-Finale, Preis des Einrichtungshauses Ostermann

Sie siegten schon am Donnerstag in der Youngster-Tour für siebenjährige Springpferde und sie taten es auch heute im Finale: Toni Haßmann und sein Rheinländer Hengst Nubalou W.Z. (v. Numero Uno). Die zwei blieben fehlerfrei in 31,61 Sekunden. Dicht verfolgt wurden sie von Christoph Kläsener und dem belgischen Hengst Marlon vd Heffinck (v. Desir du Chateau; 0/31,98) und Tina Deurer, die die Holsteinische Spartacus-Tochter E`loise D gesattelt hatte (0/33,00).

Richard-Wätjen-Gedächtnispreis-Finale

Sie dominierten schon gestern die Einlaufprüfung des Richard-Wätjen-Gedächtnispreises, einer Prüfungsserie für acht- bis elfjährige Nachwuchs-Grand Prix-Pferde, und sie siegten auch im heutigen Finale, das im Kurz-Grand Prix ausgetragen wurde: Dorothee Schneider und ihr zehnjähriger Hannoveranerhengst Quantum Vis MW (v. Quarterback) beendeten den Richard-Wätjen- Gedächtnispreis mit 73,907 Prozent – damit hatten sie fast 5 Prozent Vorsprung auf die Verfolger. Zweiter wurde Uwe Düker, der mit Hispaniola, einer achtjährigen Dante Weltino-Tochter, auf 69,186 Prozent kam, vor Sandra Nuxull, die die elfjährige Hanami OLD (v. Herzensdieb) gesattelt hatte (65,930 Prozent).

Junioren Förderpreis, Preis der Westfälischen Provinzial Versicherung

Im Preis der Westfälischen Provinzial Versicherung, dem Junioren Förderpreis, zeigten sich dieJunioren vor großer Kulisse. „Zukunft braucht Herkunft – das ist unser Motto beim Longines Balve Optimum und auch unsere DNA. Die jungen Talente müssen behutsam in den Sport hineinwachsen, brauchen attraktive Prüfungen und die Chance, in großen Stadien vor großer Kulisse zu starten. Genau deswegen sind Prüfungen wie der Junioren Förderpreis der Westfälischen Provinzialversicherung, sowichtig“, sagt Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen. In der Prüfung hatte Julius Reinacher mit der zehnjährigen Westfalenstute Goodith (v. Grand Coeur) die Nase vorn. Sie benötigten 62,08 Sekunden für den Parcours, den sie fehlerfrei beendeten. Rang zwei belegten Jan Berning und die zehnjährige Westfälin Grandessa (v. Godolphin; 0/ 63,71) vor Stefan Leber, der mit dem zwölfjährigen Holsteiner Diamond Transporter (v. Quidado) 63,98 Sekunden benötigte.

Mittlere Tour, Medice-Preis präsentiert von der Medice Arzneimittel Pütter GmbH & CO.KG

An ihm führt in der Mittleren Tour kein Weg vorbei: Felix Hassmann siegte auch im Medice-Preis präsentiert von der Medice Arzneimittel Pütter GmbH & CO.KG mit seinem 14-jährigen Brandenburger SL Brazonado (von SL Baluarte) in fehlerfreien 34,73 Sekunden. Rang zwei belegte Tina Deuerer, die Smint (v. Stakkato) mit Null Fehlern und 36,66 Sekunden vor Andreas Kreuzer und Campino (v. Cador; 0/37,17).

PM

Larissa Lienig

„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky