Springen

Hamburg: Beide Qualifikationen für deutsches Spring-Derby abgeschlossen

Auffarth, Sosath und Wulschner erfolgreich Hamburg (fn-press). Wie immer am Himmelfahrtswochenende ist der Derby-Park in Hamburg-Klein Flottbek Schauplatz des ältesten… Artikel lesen

Larissa Lienig
01.06.2019 3 min lesen
AUFFARTH Sandra (GER), Nupafeed’s La Vista Hamburg – 90. Deutsches Spring- und Dressur Derby 2019 Preis der Deutschen Kreditbank AG CSI4* – Derby Tour 2. Qualifikation zum Deutschen Spring-Derby 2. Qualifikation zur Bemer Riders Tour Wertungsprüfung 31. Mai 2019 © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Auffarth, Sosath und Wulschner erfolgreich

Hamburg (fn-press). Wie immer am Himmelfahrtswochenende ist der Derby-Park in Hamburg-Klein Flottbek Schauplatz des ältesten Reitturniers in Deutschland. In diesem Jahr steigt dort die 90. Ausgabe des Deutschen Spring-Derbys. Für die deutschen Reiter und Pferde gingen die ersten Turniertage bereits erfolgreich zu Ende. Die erste Qualifikation zum Derby, das am Sonntag ausgetragen wird, entschieden Benjamin Wulschner und Bangkok Girl PP für sich. In der zweiten Qualifikation untermauerten die Vorjahres-Dritten Sandra Auffarth und Nupafeed’s La Vista ihre Ambitionen und belegten Platz zwei hinter dem Iren Shane Breen mit Can Ya Makan.

Er gilt als der schwierigste Parcours der Welt

Pulvermanns Grab, der große Wall, der Birken-Oxer – Hindernisse wie diese sind es, die den Hamburger Derby-Parcours so besonders machen. Seit 2015 hat kein deutsches Paar mehr dieses traditionsreiche Springen für sich entschieden. 2016 siegte der Ire Billy Twomey, im Jahr darauf der für Slowenien startende Pato Muente, ehe 2018 ein Brite jubelte: Matthew Sampson. Christian Glienewinkel war der vorerst letzte Reiter, für den die deutsche Nationalhymne in Klein Flottbek ertönte. Dass sie in diesem Jahr wieder erklingen könnte, darauf lassen die beiden Qualifikationsprüfungen zumindest hoffen. Benjamin Wulschner (Dahlen) und seine zwölfjährige Oldenburger-Stute Bangkok Girl (von Balou du Rouet – Quo Vadis) kamen bereits am Mittwoch fehlerfrei und in der kürzesten Zeit durch den Parcours. „Die Stute ist sehr grundschnell und ehrlich gesagt auch ein bisschen verrückt“, sagte Wulschner. „Ihr kommt dieser große Platz hier entgegen.“ In der zweiten Qualifikation am Freitag leisteten sich die beiden lediglich einen Abwurf.

Noch besser lief es für Sandra Auffarth (Ganderkesee), Vielseitigkeitsweltmeisterin von 2014. Mit ihrer jetzt zehnjährigen, selbstgezogenen Hannoveraner Stute Nupafeed’s La Vista (von Lordanos – For Pleasure) hatte sie bereits im Vorjahr den dritten Platz im Derby belegt. Auch in diesem Jahr untermauerten die beiden ihre großen Ambitionen mit fehlerfreien Runden in den Qualifikationen. „Mein Pferd macht es mir nicht wirklich schwer, so habe ich im Parcours viel Zeit zum Genießen. Sie macht das wirklich toll und ich könnte mir kein besseres Derby-Pferd wünschen. Schon immer war sie eine selbstbewusste Stute und ließ sich nur schwer beeindrucken. Die größten Plätze findet sie immer am besten“, sagte Auffarth über ihre Stute. Wie sich die 32-Jährige auf den entscheidenden Umlauf am Sonntag vorbereitet? „Ich werde mir meinen Ritt vom letzten Jahr nochmal ansehen, das ist meine persönliche Motivation.“

Hendrik Sosath und Lady Lordana überzeugen

Erfolgreichster deutscher Reiter der beiden Qualifikationen war Hendrik Sosath (Lemwerder). Er blieb zum Auftakt der Derby-Tage mit dem 13-jährigen Hengst Quel Chanel (von Quality – Landor S) aus der Oldenburger Springpferdezucht ohne Fehler und belegte Platz zwei. In der zweiten Qualifikation lieferte er mit der zwölfjährigen Oldenburgerin Lady Lordana (von Lordanos – Landor S) eine weitere Nullrunde und wurde Fünfter. Mit der Stute war Sosath am Mittwoch ebenfalls ohne Fehler geblieben. Lady Lordana stammt aus familieneigener Zucht und wird Sosaths erste Wahl für das Derby am Sonntag sein.

Das 90. Deutsche Spring-Derby beginnt am Sonntag um 13.45 Uhr, 32 Paare sind dafür startberechtigt. Das NDR-Fernsehen überträgt ab 13.20 Uhr, ab 16 Uhr übernimmt das ZDF. Auch im Internet lässt sich das Derby bei ClipMyHorse.TV verfolgen. Das Derby dient zudem als dritte Wertungsprüfung von Deutschlands wichtigster Springsport-Serie, der Bemer Riders-Tour. Die erste Etappe in Hagen a.T.W. hatte Katrin Eckermann mit Caleya für sich entschieden, die zweite Station in Redefin ging an David Will mit Spring Dark. Als nächstes geht es beim Turnier der Sieger in Münster (1.-4. August) sowie bei der OWL-Challenge Paderborn (12.-15. September) um Punkte für das Riders-Tour-Finale, das am 16. Februar in Neumünster stattfindet.

Am Samstag steht ab 15.15 Uhr der Große Preis von Hamburg als weiterer Höhepunkt auf dem Programm des Derby-Turniers. Die Prüfung ist Teil der hochdotierten, internationalen Springsport-Serie Global Champions Tour. Auch die Dressurreiter tragen in Klein Flottbek ihr Derby aus. Das gesamte Turnierprogramm sowie alle Ergebnisse aus Hamburg finden Sie hier: results.hippodata.de/2019/1643/html/de/hippodata/index.html?style=hippo

FN-Press

Larissa Lienig

„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky