Springen

Dieter-Hofmann-Stiftung feiert grandioses Finale in der Frankfurter Festhalle

Nicht ohne Grund, ist der Förderpreis der Dieter-Hofmann-Stiftung mit dem  Finale in der Frankfurter Festhalle eine überaus begehrte und attraktive… Artikel lesen

Marike Weber
28.12.2018 4 min lesen
Pressefoto

Nicht ohne Grund, ist der Förderpreis der Dieter-Hofmann-Stiftung mit dem  Finale in der Frankfurter Festhalle eine überaus begehrte und attraktive Turnierserie in Hessen.

Das bis zur Klasse M** ausgeschriebene Stilspringen, mit anschließendem Stechen in den Qualifikationen und im Finale, dann mit Pferdewechsel, bildet für viele der Teilnehmer das absolute Highlight des Jahres.

In diesem Jahr war die Stimmung am 13. Dezember 2018 dem Hessentag,  traditionell Austragungstag für das Finale des Förderpreises nicht nur sehr gut – sondern der berühmte Funke ist bei Teilnehmern und Zuschauern übergesprungen. Mit dazu beiträgt auf jeden Fall die außergewöhnliche Atmosphäre der  „Gudd Stubb“ wie die Festhalle bei den Frankfurtern auch liebevoll genannt wird.

Für das Finale 1 welches als  letzte Qualifikation gilt, hatten sich die 20 punktbesten Reiterinnen und Reiter aus den 6 Vorqualifikationen angeschickt, hier noch einmal zu glänzen.

Was sich den Richtern Franz-Peter Bockholt und Karl-Heinz Streng dann in der festlich geschmückten Halle bot, war sicherlich das Beste was der hessische Nachwuchsreitsport zu bieten hat.

Da es am Ende nur 4 Paare ins Finale schaffen würden, waren die Leistungen im Parcours außergewöhnlich.

Noch vor der Prüfung erhielt Celine Fries aus Viernheim anlässlich eines Empfangs beim Mitsponsor CWD, von Stiftungsvorstand Daniel Kircher einen Ehrenpreis für die am besten benoteten Ritte während der Qualifikationen überreicht.

Celine Fries, die mit Tönne in die Festhalle gekommen war zeigte dann auch eine überragende Leistung und der extra für die Prüfung engagierte Mitrichter und Kommentator Joachim Geilfus fand die richtigen Worte in der Bewertung durch die Richter. Eine Note von 9,5 in einem Stilspringen der Klasse M** ist nicht nur eine herausragende – es ist eine Leistung, die man so nicht alle Tage sieht und die Zuschauer honorierten diese Vorstellung mit einem Applaus der meistens nur Dressur Grand Prix Siegern zu Teil wird. Mit 9,0 konnte dann Riana Eisenmenger mit ihrer Coralie auch noch einen Akzent setzen und sich natürlich für das anschließende große Finale  qualifizieren. Anna-Sophia Schumacher aus Pfungstadt wurde mit Habicht dann noch mit einer weiteren tollen Benotung von 8,8 in die Winterpause entlassen. Im Gesamtklassement reichte es aber dann leider nicht für den 2. Durchgang.

Johannes Brodecker mit Wertnote 8,5 und Amelie Kunkel mit einer 8,4 bewertet, komplettierte dann das Quartett für die alles entscheidende Prüfung, da sie in den Vorqualifikationen reichlich Punkte gesammelt hatten und sich so den Einzug ins Finale sicherten.

 

Heidrun Weitz Pressereferentin des Pferdesportverbandes Hessen war in der Pause sehr konkret mit ihrer Aussage, dass die 3 Turnier-Serien der Dieter-Hofmann-Stiftung ganz klar zu einem besseren Reiten anhalten und vor allem die jungen Turnierreiter mehr und mehr darauf achten, dem Partner Pferd ihre besondere Beachtung zu schenken.

Genau diesem Grundsatz hat sich die Dieter-Hofmann- Stiftung verschrieben und es ist mehr und mehr erkennbar, dass dieser Grundsatz sich nun auch immer tiefer in der aktiven Reiterschaft etabliert.

Nach einer wohlverdienten Pause ging es dann um 16:15 mit dem großen Finale mit Pferdewechsel weiter.

 

Amelie Kunkel aus dem Ronneburger Hügelland zirkelte ihren  Captain Citaro geschickt durch den Parcours und erhielt zum Auftakt eine Wertnote von 8,5. Das Richterduo wurde durch den Landestrainer Karl-Josef Münz, sowie Herrn Peter Illert unterstützt.

Die 2 Herren sind bei vielen der Vorqualifikationen persönlich anwesend, um sich dort über den Leistungsstand der Kaderreiter und des Nachwuchses zu informieren. Viele der jetzt angetretenen Nachwuchsreiter sind ihnen seit Ponyzeiten wohl bekannt und gerade die reiterliche Entwicklung, wird hier oft positiv diskutiert. Als nächster ritt Johannes Brodecker aus Wolfskehlen in die Halle ein und bewältigte den Parcours mit Quashquai , der dann mit einer 7,4 bewertet wurde. Celine Fries und Tönne erfüllten mit 9,0 die Erwartungen und Riana Eisenmenger blieb mit ihrer Coralie und einer Bewertung von 7,8 noch in Reichweite.

Der Pferdewechsel stellt dann ein für die Teilnehmer selten Umstand da. In einem Turnier mit einem fremden Pferd nach 4 Probesprüngen: 2 Steil und 2 Oxern direkt in den Parcours reiten zu müssen, stellt dann die nicht zu berechnende Komponente in diesem Wettbewerb da, und die Überraschungen hörten auch in diesem Jahr nicht auf.

Amelie Kunkel eröffnete den zweiten Teil des Finales mit Coralie – dem Pferd von Riana Eisenmenger. Die Reiterin 16 Jahre jung, hatte sich über die Qualifikationen immer weiter gesteigert und fand zum Ende der Saison immer besser ihren Rhythmus. Auch mit Coralie war sie gut unterwegs und erhielt eine Wertnote von 7,4.

Johannes Brodecker vom Burghof überraschte dann mit viel Einfühlungsvermögen und Gefühl und konnte seine Herkunft als Sohn zweier überaus erfolgreicher Dressurreitereltern nicht verbergen. Er  verließ den Parcours nach dem Ritt mit Tönne  mit einer Wertnote von 8,7 was ihm die Führung einbrachte.  Celine Fries ging mit der Vornote von  9,0 als beste aus dem ersten Durchgang, nun mit Quashquai in den Parcours. Die beiden fanden nicht wirklich gut zusammen und mussten auch noch 2 Abwürfe hinnehmen- was am Ende eine 6,6 bedeutet

Riana Eisenmenger die aufgrund der Zuchtaktivitäten auf dem heimischen Hof, schon viele junge Pferde ausgebildet hat, zeigte mit Captain Citaro im Besitz von Amelie Kunkel ihre Extraklasse und erhielt nach fehlerfreiem Ritt, dann die Endnote von 9,2 was in der Addition mit 17,0 den Sieg im diesjährigen Förderpreis bedeutet. Zweiter wurde Johannes Brodecker mit einem Endergebnis von 16,1 Punkten, Dritter Amelie Kunkel mit 15,9 und Celine Fries wurde Vierte mit 15,6 Punkten.

Neben dem Hauptpreis von Euro 3.000 erhielt die Siegerin einen Mass- Sattel des Seriensponsors CWD aus den Händen des Beauftragten Timo Schulz

Riana Eisenmenger zog dann stellvertretend für die vielen Reiter und auch für die Dieter-Hofmann-Stiftung bei der anschließenden Pressekonferenz eine überaus positive Bilanz des diesjährigen Wettbewerbs und es war die einhellige Meinung, dass es in diesem Jahr wieder tolle Wettbewerbe zu den Qualifikationen gab.

Frau Sonja Theis Vorstand im Pferdesportverband Hessen –Nassau –selbst internationale Vielseitigkeitsrichterin und Stewart bemerkte, dass der Förderpreis eine der anspruchsvollsten Nachwuchsserien in Deutschland sei und die Qualität der Reiter für diese Turnierserie spricht. Ein schöneres Lob hätten sich die Verantwortlichen   nicht wünschen können und haben auch im nächsten Jahr wieder den Ansporn mit den Turnierveranstaltern besten Nachwuchssport zu bieten.

(PM)