Springen

Denis Lynch ist vom Weltcup-Finale disqualifiziert worden

Paris/FRA- Der irische Springreiter Denis Lynch ist wieder negativ aufgefallen, denn an seinem Pferd, dem Hannoveraner All Star war nach… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
15.04.2018 2 min lesen
Lynch, Denis, (Foto:Stefan Lafrentz)
Paris/FRA- Der irische Springreiter Denis Lynch ist wieder negativ aufgefallen, denn an seinem Pferd, dem Hannoveraner All Star war nach dem Springen Blut entdeckt worden, so wurde Lynch für den weiteren Wettbewerb disqualifiziert.
Das Blut wurde nach dem zweiten routinemäßigen Check an der Flanke von All Star bemerkt, damit war Denis Lynch sofort ausgeschieden – das besagt die Blood Rule des Weltreiterverbandes. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass für den Ausschluss vom Wettbewerb keine Absicht vorgelegen haben muss. Vielmehr möchte der Weltreiterverband (FEI) mit der Regel untermauern, dass das Wohlbefinden des Pferdes an erster Stelle steht.
Leider ist Denis Lynch schon öfters negativ aufgefallen, was aus alten negativ-Schlagzeilen ersichtlich wird. Im Jahr 2012, z.B., gab es schon die vierte Auffälligkeit mit dem damaligen Springpferd Lantinus. Hier hatte sein Pferd bei den deutschen CHIO in Aachen bei der Kontrolle überhöhte Wärmewerte an den Vorderbeinen gezeigt.
Hier werden natürlich Anschuldigungen erhoben und gemeint, dass viermal negativ aufzufallen kein Zufall mehr sein kann. Da kann sich Denis Lynch schwer herausreden. In Hongkong bei den Olympischen Reiterspielen 2008 in Hongkong war der Einzelstarter Lynch zum Finalspringen nicht mehr zugelassen worden, weil Lantinus auf das inzwischen verbotene Mittel Capsaicin positiv getestet worden war, bei den Turnieren in Valkenswaard, Rio de Janeiro und nun in Aachen brachte die Wärmekamera auffällige Werte an den Vorderbeinen zum Vorschein, die vom Anschlagen, aber auch von verbotenem Blistern herrühren könnten. Unter Blistern versteht man das Einschmieren der Pferde-Vorderbeine mit Substanzen, die hautreizend wirken. Schlägt das Pferd mit der Vorderhand gegen ein Hindernis, wird zusätzlich Schmerz erzeugt. Die Wirkung wird dem Pferd auf dem Abreiteplatz beigebracht, wo es bewusst so unpassend gegen ein Hindernis geritten wird, dass es an einer Stange anschlägt und Schmerz empfindet. Aus Angst davor zieht das Pferd im Parcours die Beine zusätzlich höher.

Quelle: www.ludwigs-pferdewelten.de

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