Springen

Das 82. PfingstTurnier wird weiblich und schnell – versprochen!

Michael Krieger ist seit vielen Jahren der Mann, der beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier für die Springprüfungen verantwortlich zeichnet. In diesem… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
25.04.2018 2 min lesen
atrick Stühlmeyer, der Wiesbaden-Sieger von 2016, möchte sich in diesem Jahr seinen Titel wieder ‚zurückholen‘. Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Michael Krieger ist seit vielen Jahren der Mann, der beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier für die Springprüfungen verantwortlich zeichnet. In diesem Jahr verspricht er: „Der Springsport in Wiesbaden wird dieses Jahr sehr weiblich und sehr schnell!“ Kurze Pause. Nachdenken. Dann ergänzt er: „Aber ich habe überhaupt keine Idee, wer den Großen Preis gewinnen wird. Es sind zu viele gute Reiter am Start. Es wird auf jeden Fall ein Kräftemessen auf hohem Niveau.“ Auch wenn noch offen ist, wer den Großen Preis der Landeshauptstadt gewinnen wird, wer die dritte Etappe der DKB-Riders Tour 2018 für sich entscheiden kann, eines steht fest: Der Sieger erhält einen nagelneuen PKW der marke Mitsubishi.

‚Sehr weiblich und sehr schnell‘ – für dieses Versprechen sind einige Damen aus dem In- und Ausland verantwortlich. Die dreifache Olympiateilnehmerin Luciana Diniz beispielsweise, die in Deutschland lebt, in Brasilien geboren wurde und für Portugal an den Start geht. Diniz ist Stammgast in Wiesbaden und erfüllte sich 2012 einen kleinen Traum als sie auf Lennox im Großen Preis der Landeshauptstadt siegte. Schnelle deutsche Damen werden ihr in diesem Jahr das Siegen im Parcours schwer machen: Janne-Friederike Meyer, die Mannschaftsweltmeisterin, ebenso wie Laura Klaphake, die 24-jährige Aufsteigerin, die im vergangenen Jahr schon zum deutschen EM-Team in Göteborg gehörte. Und dann kommt eine ganze Truppe starker Amazonen aus den USA und Kanada angereist, sieben an der Zahl: Laura Kraut, Mannschafts-Olympiasiegerin von 2008; Lauren Hough, Olympia- und WM-Teilnehmerin; die 21-jährige Lillie Keenan, die sich im vergangenen Jahr drei zweite Plätze, einen Sieg und Platz drei im Großen Preis von Wiesbaden sicherte; und Reed Kessler, die schon mit 18 Jahren zum olympischen US-Team in London gehörte; diese vier werden begleitet von Wesley Newlands, Katie Harris und Paris Sellon – die totale Frauenpower von Übersee! Keine Frage: Die Herren der Springsportszene werden sich ordentlich anstrengen müssen.

Der Titelverteidiger vom vergangenen Jahr, Holger Wulschner, hat schon vor Monaten seine Startzusage abgegeben. Er trifft auf Patrick Stühlmeyer, der sich den Titel zurückholen möchte. Stühlmeyer stand 2016 bei der Ehrung zum Großen Preis im Biebricher Schlosspark auf Lacan ganz vorne. Jens Baackmann ist im vergangenen Jahr erst bei Etappe vier der DKB-Riders Tour ins Punktesammeln eingestiegen, aber dann lief es und der ehemalige Bereiter aus dem Stall Ehning wurde am Ende Gesamtzweiter der Tour. 2018 möchte er unbedingt schon bei der Tour-Etappe Wiesbaden möglichst viele Punkte ‚einheimsen‘. Seine Kampfansage hat er bereits im vergangenen abgegeben: Der schnelle Felix Haßmann, der 2017 den Preis des Hessischen Ministerpräsidenten im Schlosspark gewann und sofort danach grinsend erklärt hatte: „Jetzt fehlt mir in Wiesbaden nur noch der Sieg im Großen Preis.“ Daniel Deußer wurde 1981 in Wiesbaden geboren, lebt seit einigen Jahren in Belgien und gehört zur absoluten Weltspitze der Springreiter. In Rio gewann er 2016 olympische Mannschafts-Bronze, in Lyon gewann er 2014 das Weltcup-Finale, in seiner Geburtsstadt hat er 2018 den Sieg im Großen Preis im Visier.

Quelle: Pressemitteilung