Springen

Bleibt Rodrigo Pessoa in Irland?

Der Brasilianer Rodrigo Pessoa, der seit Anfang 2017 der Equipenchef des irischen Springteams ist, war überaus erfolgreich mit dem Team…. Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
12.12.2017 2 min lesen
Allen, Bertram (IRL); O´Connor, Cian (IRL); Lynch, Denis (IRL); Sweetnam, Shane (IRL); Pessoa, Rodrigo (BRA). (Foto: Sportfotos Lafrentz)

Der Brasilianer Rodrigo Pessoa, der seit Anfang 2017 der Equipenchef des irischen Springteams ist, war überaus erfolgreich mit dem Team. Auch der Mannschaftstitel in Göteborg zählt zu seiner Erfolgsliste.

Gegenüber der irischen Zeitung The Irish Field sagte Pessoa nun, dass er seine Stelle eventuell überdenken würde, nachdem Streitigkeiten dazu geführt hatten, dass der High Performance Vorsitzende Gerry Mullins sein Amt niedergelegt hat. Im Januar hatte dieser die Aufgabe übernommen und sollte das Team zum Erfolg bei den Olympischen Spielen 2020 bringen, trat jetzt allerdings unter der Aussage, dass es „unnötige Störungen“ gegeben hätte, zurück. „Es war eine ungesunde Situation“, so Mullins gegenüber The Irish Field, „Ich denke, dass das jemand angestachelt hat. Zurzeit passiert etwas sehr gutes im irischen Reitsport und viele ausländische Teams versuchen, HSI High Performance zu kopieren. Wir haben eine starke Gruppe. Ich war dazu gezwungen, die Entscheidung des Rücktritts zu treffen, weil ich gespürt habe, dass die gute Zusammenarbeit durch Streitigkeiten negativ beeinflusst war.“

Sollte sich Pessoa ebenfalls dazu entscheiden, sein Amt niederzulegen, würde das einen derben Rückschlag für das Team bedeuten. Insbesondere, da im kommenden Jahr die Qualifikation für Olympia ansteht. „Ich muss sagen, dass ich zurzeit sehr unglücklich bin, das ist Fakt. Es gab einige interne Probleme mit Gerry, mit Horse Sport Ireland, einige Machtkämpfe, die zu seinem Rücktritt geführt haben. Vielleicht war seine Entscheidung etwas vorschnell, aber er hat wohl gedacht, dass es die richtige war. Ich denke viel darüber nach und ich muss auch über meine Position nachdenken. Mein Herz hängt an dem Team, aber es ist kein Geheimnis, dass ich auch andere Angebote erhalten habe. Das muss ich bedenken, auch wenn ich es nicht möchte.“

Cian O’Connor schreibt auf seiner Facebookseite:
„Das gibt es nur in Irland! Da befinden wir uns einmal auf Erfolgskurs mit einem Weltklasse-Team, die Top-Leistungen abliefern, aber eine kleine Minderheit, die nichts Positives anzubieten hat, machen alles kaputt. Sie sollten sich schämen.“