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Barcelona: Platz sechs für deutsche Springreiter

Irland gewinnt das Nationenpreis-Finale vor Belgien und Schweden Barcelona/ESP (fn-press). Die deutsche Mannschaft mit Christian Ahlmann (Marl), Daniel Deußer (Rijmenam/Belgien), Marcus… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
07.10.2019 2 min lesen
DEUSSER Daniel (GER), SCUDERIA 1918 TOBAGO Z Rotterdam – Europameisterschaft Dressur, Springen und Para-Dressur 2019 Longines FEI Jumping European Championship part 2 – team 2nd and final round Finale Teamwertung 2. Runde 23. August 2019 © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Irland gewinnt das Nationenpreis-Finale vor Belgien und Schweden

Barcelona/ESP (fn-press). Die deutsche Mannschaft mit Christian Ahlmann (Marl), Daniel Deußer (Rijmenam/Belgien), Marcus Ehning (Borken) und Maurice Tebbel (Emsbüren) hat beim Nationenpreis-Finale in Barcelona den erhofften Podestplatz verpasst. Dem Team gelang nur ein fehlerfreier Ritt (Deußer), so dass mit 16 Fehlerpunkten Platz sechs übrigblieb.

Nach der unglaublich spannenden Qualifikation am Donnerstag, bei der die deutsche Mannschaft den Sprung in das mit 1,25 Millionen Euro dotierte Finale der besten acht Nationen geschafft hatte, waren die Erwartungen groß. Bundestrainer Otto Becker hatte allerdings gesagt: „Wenn wir unter die ersten Drei wollen, dann brauchen wir Nullrunden.“ Er sollte leider recht behalten, denn erneut gelang es nur Daniel Deußer mit seinem Zangersheider Hengst Scuderia 1918 Tobago Z, den extrem anspruchsvollen Parcours des Spaniers Santiago Varela fehlerfrei zu meistern. Als erster Starter verzeichneten Marcus Ehning und der französische Wallach Pret a Tout ebenso zwei Fehler wie Maurice Tebbel und der rheinische Hengst Don Diarado. Beide Pferde patzten übrigens am Wasser. Christian Ahlmann hätte eine Nullrunde gelingen müssen, um das Team noch auf einen vorderen Platz zu bringen. Ahlmann disponierte um: Er setzte nicht den Hengst Clintrexo Z ein, mit dem er die Qualifikation bestritten hatte, sondern diesmal seinen Taloubet-Sohn Take a Chance on Me Z. Otto Becker begründete dies so: „Christian hatte das bessere Gefühl auf ihm, also haben wir gemeinsam beschlossen, dass Take a Chance on Me am Sonntag geht.“ Der zehnjährige Hengst hatte zwei Tage zuvor den Großen Preis von Barcelona mit Platz drei beendet. Seine gute Form konnte das Pferd im Finale nicht noch einmal abrufen. Zwölf Fehlerpunkte machten alle Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden der deutschen Mannschaft zunichte. Daniel Deußers und Tobagos Nullrunde konnte lediglich noch Schlimmeres verhindern. Otto Becker sagte: „Das ist enttäuschend, wir hatten uns mehr erhofft. Für uns war es insgesamt eine durchwachsene Nationenpreis-Saison, lediglich die Europameisterschaft in Rotterdam ist mit Silber gut verlaufen. Aber so ist der Sport. Jetzt schauen wir in die Zukunft zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr.“

Die Entscheidung um den Sieg lief auf einen Zweikampf zwischen Belgien und Irland hinaus. Die Belgier agierten erneut überragend und hätten dieses Nationenpreis-Finale auch gewonnen, wenn ihr Schlussreiter Gregory Wathelet fehlerfrei geblieben wäre. Es gelang ihm nicht, sein Schimmelhengst Nevados scherte nach der dreifachen Kombination vor einem Steilsprung unerklärlicherweise einfach aus. Zu der Verweigerung kam noch ein Abwurf am letzten Sprung. So musste sich Belgien mit vier Fehlerpunkten und Rang zwei zufriedengeben. Bei den Iren zählte nur ein Zeitstrafpunkt. Drei Mannschaften beendeten das Finale mit zwölf Punkten, aber gewertet werden auch die besten Zeiten. Schweden rangierte vor Italien und Frankreich. hen

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