Springen

Amazonensieg im Preis der Fa. Magyer Betriebs GmbH

Monika Stangelova machte vor Alfred Greimel das Rennen Hoch hinaus ging es am Samstagnachmittag beim Casino-Turnier in Lassee: Es wurde… Artikel lesen

Marike Weber
03.06.2019 8 min lesen
Monika Stangelova (Foto: HORSIC.com)

Monika Stangelova machte vor Alfred Greimel das Rennen

Hoch hinaus ging es am Samstagnachmittag beim Casino-Turnier in Lassee: Es wurde bei herrlichem Sonnenschein, heiterem Wetter und beinahe schon sommerlichen Temperaturen um den Sieg im 1,45 Meter S**-Springen geritten, wo nicht nur ein spannungsgeladenes Rennen vorprogrammiert war, sondern lukrative, von der Firma Magyer Betriebs GmbH gesponserte Dotation auf dem Spiel stand. Der Jackpot, den es zu gewinnen gab, lag bei 1.200,- Euro für den Sieger.
Dementsprechend anspruchsvoll gestaltete sich die zu lösende Aufgabenstellung, die Parcourschef Andreas Bamberger mit seiner Assistentin Helga Walter in die Bahn stellte. Insgesamt zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen bildeten den Kurs, den es zu bewältigen galt. Nach diesem selektiven Grundumlauf, der durchwegs seine Tücken hatte, lichtete sich das Teilnehmerfeld auf zwei für das Stechen qualifizierte Pferd-Reiter-Paare, die mit viel Applaus über die Ziellinie begleitet wurde. Das war zum einen die slowakische Top-Amazone Monika Stangelova auf der phantastisch springenden Celina 211 und zum anderen der Steirer Alfred Greimel auf seinem gekörten Cassini-I-Hengst Collado.
Die Slowakin ging als erstes ins Rennen. Sie wählte gutes Grundtempo, enge Linien und es schien alles perfekt zu laufen. Doch eine kleine Unachtsamkeit beim Aussprung der zweifachen Steil-Oxer-Kombination vereitelte die abermalige Nullrunde.  Die Uhr stoppte schlussendlich mit vier Strafpunkten bei 50,26 Sekunden. Nun lag es an ihrem Kontrahenten Alfred Greimel. Würde er fehlerfrei bleiben, war ihm der Sieg sicher. Der Steirer galoppierte ordentlich los, aber auch ihm wurde der Kombinations-Aussprung zum Verhängnis. Er hätte danach riskiert, erwischte die nächste Wendung leider nicht optimal und verzichtete auf die Beendigung im Stechen. Der Amazonensieg am Samstagnachmittag im Preis der Fa. Mayger war somit besiegelt.
Mit dem schnellsten Vierfehlerpunkteritt konnte Jörg Domaingo mit Lady Spezi den dritten Endrang holen und zeichnete sich somit am Siegertreppchen aus. Ebenfalls mit vier Strafpunkten ins Ziel gesprungen waren Josefina Goess-Saurau mit Cassijo 2, Lisa Schranz auf Cascadeur 88, Bogdan Mrowka auf Airport B D V Z, Christian Schranz mit  Cyders und Bianca Babanitz auf Charmantos, die sich allesamt Platzierungen sicherten.
Der Preis der Fa. Magyer Betriebs GmbH bot auf alle Fälle schon einen grandiosen Vorgeschmack auf das bevorstehende Wochenendhighlight am Sonntagnachmittag, dem als S***-Prüfung ausgeschriebenen Casino Grand Prix. Hier werden wir noch einmal die angereisten Profis im Parcours bewundern dürfen, wenn sie die mächtigen Hürden von 1,50 Meter in Angriff nehmen werden.
Entscheidungen in den Jungpferde Finalis powered by Gestüt Obora
Es sind die Zukunftsstars von morgen, die heute schon ihre Klasse in den Finalspringen der Youngster Tour zeigten und in den von Andreas Bamberger und Helga Walter gestellten Parcours ihr Können unter Beweis stellten. Die drei Prüfungen – aufgebaut auf die Höhen von 1,15 Meter für die fünfjährigen Jungspunde, 1,25 Meter für die Sechsjährigen und 1,30 Meter für die siebenjährigen Nachwuchscracks – wurden mittels amerikanischem Stechen entschieden und brachten würdige Finalgewinner hervor. Zwei der drei Siegerpferde stammen sogar aus heimischer Zucht.
Als einziger doppelnull geblieben in der Altersklasse der Fünfjährigen war Coupie´s Son W. Er stammt ab – wie der Name verrät – vom Prämienhengst Coupie und wurde vorgestellt von seiner Reiterin, Ausbildnerin und Züchterin Martina Winter. Der schicke Schimmel ist ein gekörter und leistungsgeprüfter Deckhengst, der in Rudersdorf stationiert ist, in diesem Jahr das mehrstufige Leistungsprüfungssystem mit 14-Tage-Test und zweiteiliger Sportprüfung positiv abgeschlossen hat und somit uneingeschränkt im Haupthengstbuch der AWÖ steht.
Bei den sechsjährigen Youngsters setzte sich Imaginary unter dem Sattel von Josefina Goess-Saurau an der Spitze durch. Ihre Runde war nicht nur geschickt angelegt, sondern in 33,77 Sekunden auch irre schnell. Knapp sechs Sekunden Vorsprung hatte sie auf den zweitplatzierten Ivan Podolsky herausgeholt, der mit Lucio in 39,68 Sekunden über die Ziellinie galoppierte. An dritter Stelle platzierten sich Peter Brauneis und Krümel Z, die einen Abwurf aus dem Umlauf zu verbuchen hatten.
Abschließend fiel noch die Entscheidung bei den Siebenjährigen, wo es zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Gerald Beck und Tiffany Winkler kam. Die Amazone hatte mit ihrer Nachwuchshoffnung Obora´s Lawadel geschickt vorgelegt: Ihre 25,78 Sekunden stellten bis zuletzt das Maß aller Dinge dar. Die Richtmarke sollte aber nicht an der Spitze bleiben, denn Gerald Beck wagte mit der sprunggewaltigen, aus heimischer Zucht stammenden Comme Kanna einen Angriff auf die führende Bestzeit. Das Duo, das mit steten Nullrunden und Top-Resultaten schon des Öfteren auf sich aufmerksam machte, hatte alles richtig gemacht und flog in 24,97 Sekunden zum Finalsieg. Hinter der am zweiten Rang gereihten Tiffany Winkler jumpte Jörg Dellert mit Gossip Girl auf den dritten Platz. Sie kassierten im Stechen einen Abwurf.
Andreas Gorton-Hülgerth glänzte im Preis der Fa. Franz Scania
Im Preis der Fa. Franz Scania, einem Fehler-Zeit-Springen über 1,30 Meter, jagte eine schnelle Runde die nächste und es entfachte sich ein spannendes Duell um die besten Plätze. Das Rennen machte am Ende der Steirer Andreas Gorton-Hülgerth. Er galoppierte mit der aus eigener Zucht stammenden Gentile in 60,78 Sekunden on Top. Sie konnten Patrick Prömer mit Gartacus hinter sich lassen (61,87 Sekunden). Großen Jubel gab es auf dem dritten Endrang: Hier ließ nämlich Lisa Schranz ordentlich aufhorchen. Die Stilistin meisterte mit Lacrima von Kükenmoor in 62,18 Sekunden den Sprung aufs Treppchen.
GPS U25 Springcup: (Schon wieder) Doppelsieg für Marie Christine Sebesta
Mit dem von GPS – Golfplatz- und Sportplatzservice –  gesponserten  U25 Springcup kam es in Lassee zur ersten großen Cup-Finalprüfung an diesem Wochenende. Diese Serie ist speziell allen österreichischen U25-ReiterInnen gewidmet und da kristallisierte sich nach den ersten beiden Stationen eine ganz große Favoritin heraus: Marie Christine Sebesta, die sich schon längst auf internationaler Bühne einen Namen gemacht hat, bewies bereits im Magna Racino ihr Können und holte mit ihren Pferden Obora’s Sherbet und Kara Luna den umjubelten Doppelsieg. Dieses Kunststück gelang ihr in Lassee erneut: Sie hatte mit Obora´s Sherbet die Siegerrunde eröffnet und legte in 36,84 Sekunden die Latte sprichwörtlich hoch. Bis zuletzt konnte niemand die führende Richtmarke unterbieten. Die mit viel Gefühl ausgestattete Nachwuchsreiterin unterstrich ihren grandiosen Erfolg mit Fuchsstute Kara Luna 2, die sich in 38,90 Sekunden auf Rang zwei reihte. Mit einer schöner Doppelnullrunde erntete Valerie Kroker viel Applaus. Sie pilotierte Cossini in 40,79 Sekunden auf Rang drei.  Die aktuellen Zwischenstände im GPS-U25-Springcup-Ranking finden Sie auf www.oeps.at .
Happy Horse Pony Grand Prix und Petit Happy Horse Pony Grand Prix
Der 1,10 Meter hohe Petit Happy Horse Pony Grand Prix wurde ohne Stechen entschieden, denn mit einer souveränen Sophie Pollak gab es nur einen einzigen strafpunktfreien Ritt zu sehen. Die couragierte Amazone sattelte ihr bewährtes Schimmelpony Caiseal Boy, der ganz easy alle geforderten Aufgaben löste und verdient das Starterfeld anführte. Einen Pechfehler im Parcours hatten Elisabeth Zenkl und Atlantic Blazing Heather. Sie waren in 60,06 Sekunden zügig unterwegs und sicherten sich die Platzierung auf dem zweiten Endrang.
Anschließend wurde  für den Happy Horse Pony Grand Prixauf 1,25 Meter erhöht. Insgesamt drei Starterpaare meisterten den durchwegs selektiven Kurs bravourös ohne Fehler und zogen auf direktem Weg ins Stechen ein. Gemeinsam mit AMD My Midnight Lady hatte Elisabeth Knaus fulminant eröffnet und in 42,38 Sekunden gekonnt vorgelegt. Doch die Führung sollte nicht lange halten, denn David Gorton-Hülgerth nutzte seine Chance und flog mit Fuchspony Florian in schnelleren 39,25 Sekunden über den verkürzten Parcours. Die überaus beständige Elisabeth Knaus hatte mit Joe Cool 6 eine weiteres heißes Eisen im Feuer. Sie kam als Schlussreiterin nochmals in die Bahn, hatte ordentlich riskiert und wurde unter großem Jubel über die Ziellinie begleitet: 38,53 Sekunden besiegelten den Triumph im Happy Horse Pony Grand Prix.
Sabine Ebner entschied Helden Nachwuchscup für sich
Gegen sechs weitere Mitstreiterinnen musste sich die frischgebackene Helden-Nachwuchscup-Gewinnerin Sabine Ebner durchsetzen. Sie konnte sich bei ihrem Siegesritt voll und ganz auf ihre genial mitkämpfende Dollar Girl 4 verlassen, die ganz easy die 1,20 Meter hohen Hürden in Angriff nahm und in 31,78 Sekunden on Top galoppierte. Nur wenige Zehntel dahinter musste sich Clara Praunseis mit Zatino auf Platz zwei geschlagen geben. Das Duo trumpfte mit der zweitbesten Richtmarke von 32,36 Sekunden auf. Die Quali-Siegerin Sophie Züger setzte ihren Lauf fort, blieb doppelnull und holte in 32,49 Sekunden Platz drei. Ebenfalls im Stechen dabei waren Carla Daimer mit Catania 122, Alexandra Neumann auf Ella Bella RP, Anna Praunseis auf Ubiche de Monflix und Georgina Liechtenstein auf Diador K.
Doppelsieg für den Reitsportverein Lassee im Preis der Fa. Zündwerk
Da war die Freude groß bei der Siegerehrung als die beiden Amazonen Lisa-Marie Körber und Christine Breitwieser – beides Reiterinnen des hier ansässigen  Reitsportverein Lassee – die Bahn betraten und über beide Ohren strahlend die Ehrenrunde im 1,15 Meter hohen Preis der Fa. Zündwerk anführten. Lisa-Marie Körber ließ im Sattel von Farina 18 mit der Bestmarke aufhorchen. Ihre Vereinskollegin Christine Breitwieser setzte mit Diavolo JW dahinter die zweitbeste Marke.
Bestzeit für Jörg Domaingo im Preis der Fa. Mobile Pferdeärzte – Chris Tanczos
Sensationell angelegte 53,58 Sekunden stellten die Siegerzeit im Preis der Fa. Mobile Pferdeärzte – Chris Tanczos dar.  Dieses Fehler-Zeit-Springen über 1,20 Meter hatte den samstägigen Prüfungsreigen fulminant abgeschlossen und für ein rasantes Rennen gesorgt. Die Bestmarke wurde aufgestellt von – er konnte sich ja bereits eine Siegerdecke sichern – Jörg Domaingo. Gemeinsam mit Soraya 126 reihte er sich vor Sigrid Straßegger, die mit Corrada in 54,22 Sekunden ins Ziel jumpte, auf dem ersten Platz ein. Einen Heimerfolg verbuchte die RSV-Lassee-Reiterin Sarah-Laetitia Erdelyi: Nach einer gelungenen Runde sprang die Amazone nicht nur fehlerfrei, sondern auch irre schnell ins Ziel und holte in 55,01 Sekunden eine Podestplatzierung auf dem dritten Endrang.
+++ ERGEBNISTICKER +++
 
Bewerb 19
Jungpferdespringprüfung 5-jährige/amerikan. Stechen 115cm
Preis der Fa. Obora
1. Martina Winter / Coupie´s Son W – 0 / 32,87 / St.
 
Bewerb 20
Jungpferdespringprüfung 6-jährige/amerikan. Stechen 125cm
Preis der Fa. Obora
1. Josefina Goess-Saurau / Imaginary – 0 / 33,77 / St.
2. Ivan Podolsky / Lucio – 0 / 39,68 / St.
3. Peter Brauneis / Krümel Z – 4 / 72,29 / Umlauf
 
Bewerb 21
Jungpferdespringprüfung 7-jährige/amerikan. Stechen 130cm
Preis der Fa. Obora
1. Gerald Beck / Comme Kanna – 0 / 24,97 / St.
2. Tiffany Winkler / Obora´s Lawadel – 0 / 25,78 / St.
3. Jörg Dellert / Gossip Girl – 4 / 28,12
 
Bewerb 22
Standardspringprüfung 130cm
Preis der Fa. Franz Scania
1. Andreas Gorton-Hülgerth / Gentile – 0 / 60,78
2. Patrick Prömer / Gartacus – 0 / 61,87
3. Lisa Schranz / Lacrima von Kükenmoor – 0 / 62,18
4. Nina Brand / Lady Calme P – 62,19
5. Katja Volz / Lucca – 0 / 62,42
 
Bewerb 23
Standardspringprüfung mit Siegerrunde 1,30/140cm
GPS U25 Springcup
1. Marie Christine Sebesta / Obora´s Sherbet – 0 / 36,84
2. Marie Christina Sebesta / Kara Luna 2 – 0 / 38,90
3. Valerie Kroker / Cossini – 0 / 40,79
 
Bewerb 24
Ponyspringprüfung 110cm
Petit Happy Horse Pony Grand Prix
1. Sophie Pollak / Caiseal Boy – 0 / 71,08
2. Elisabeth Zenkl / Atlantic Blazing Heather – 4 / 60,06
 
Bewerb 25
Ponyspringprüfung 125cm
Happy Horse Pony Grand Prix
1. Elisabeth Knaus / Joe Cool 6 – 0 / 38,53 / St.
2. David Gorton-Hülgerth / Florian 26 – 0 / 39,25 / St.
3. Elisabeth Knaus / AMD My Midnight Lady – 0 / 42,38 / St.
 
Bewerb 26
Standardspringprüfung Kl. S** 145cm
Preis der Fa. Magyer Betriebs GmbH
1. Monika Stangelova / Celina 211 – 4 / 50,26 / Stechen
2. Alfred Greimel / Collado – verz. / Stechen
3. Jörg Domaingo / Lady Spezi – 4 / 74,33 / Umlauf
4. Josefina Goess-Saurau / Cassijo 2 – 4 / 78,63 / Umlauf
5. Lisa Schranz / Cascadeur 88 – 4 / 79,61 / Umlauf
6. Bogdan Mrowka / Airport B D V Z – 4 / 81,42 / Umlauf
7. Christian Schranz / Cyders – 4 / 82,25
8. Bianca Babanitz / Charmantos – 4 / 82,58
 
Bewerb 27
Standardspringprüfung mit Stechen 120cm
HELDEN Nachwuchscup
1. Sabine Ebner / Dollar Girl 4 – 0 / 31,78 / Stechen
2. Clara Praunseis / Zatino – 0 / 32,36 / Stechen
3. Sophie Züger / Qidam des Pres – 0 / 32,49
4. Carla Daimer / Catania 122 – 0 / 34,50
5. Alexandra Neumann / Ella Bella RP – 0 / 32,24
6. Anna Praunseis / Ubiche de Monflix –  4 / 35,05
 
Bewerb 28
Standardspringprüfung 115cm
Preis der Fa. Zündwerk
1. Lisa-Marie Körber / Farina 18 – 0 / 59,41
2. Christine Breitwieser / Diavolo JW – 4 / 61,69
 
Bewerb 29
Standardspringprüfung 120cm
Preis der Fa. Mobile Pferdeärzte – Chris Tanczos
1. Jörg Domaingo / Soraya 126 – 0 / 53,58
2. Sigrid Straßegger / Corrada – 0 / 54,22
3. Sarah-Laetitia Erdelyi / Happy Mood – 0 / 55,01
(PM)
Marike Weber

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ (Albert Einstein)