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Sensation: Mannheim ist Nationenpreis-Standort – MVV-Reitstadion erlebt wieder ein „Länderspiel“ der Springreiter

„Den Nationenpreis auf unseren Traditionstermin Maimarkt zu bekommen, ist ein Traum!“ Peter Hofmann, seit 40 Jahren Präsident des Reiter-Verein Mannheim… Artikel lesen

Martina Brueske
14.04.2022 2 min lesen
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„Den Nationenpreis auf unseren Traditionstermin Maimarkt zu bekommen, ist ein Traum!“ Peter Hofmann, seit 40 Jahren Präsident des Reiter-Verein Mannheim und in dieser Funktion Chef des Maimarkt-Turniers in der Quadratestadt, hatte sich im vergangenen Jahr beim 2010 gegründeten Europäischen Pferdesportverband (European Equestrian Federation) – die EEF ist eine dem Reiter- Weltverbandes FEI angeschlossene Föderation – um die Ausrichtung eines Nationenpreises der Longines EEF Series beworben – und den Zuschlag für den „Aufgalopp“ der Saison 2022 erhalten. Die FEI hatte entschieden, dass künftig pro Nation zwei offizielle Springturniere (CSIO) ausgerichtet werden dürfen. In der Vergangenheit war das einzige CSIO für Deutschland fest in Aachen verortet, nur 2015, als in der Soers die Europameisterschaften veranstaltet wurden, sprang ein anderer Veranstalter ein – Mannheim organisierte damals den 100. Nationenpreis von Deutschland. Das Finale 2022 der Longines EEF Series wird Anfang September in Warschau (CSIO4*) ausgetragen.

In diesem Jahr findet am Sonntag, 8. Mai, der erste Nationenpreis 2022 im MVV-Reitstadion statt – und er wird ein weiterer Höhepunkt des traditionellen Auftakts in die „grüne Saison“. Parallel zur größten Verbrauchermesse Süddeutschlands, dem Mannheimer Maimarkt, präsentiert der Reiter- Verein Mannheim vom 29. April bis zum 10. Mai internationale und hochkarätige Prüfungen im Springen, in der Dressur und bei den Para-Equestrians, den Dressurreitern mit Handicap – die 2003 erstmals in das etablierte Regelturnier integriert wurden und sich jetzt bereits zum achten Mal im einzigen Para-Nationenpreis außerhalb eines Championats messen. Den abschließenden Höhepunkt der Springprüfungen bildet einmal mehr der traditionsreiche „Große Preis der MVV – Die Badenia“ am „Maimarkt-Dienstag“, 10. Mai. Vorjahressieger war der zweimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger und -Weltmeister Michael Jung (Horb). Die Dressurprüfungen mit den Highlights Grand Prix Special um den Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung und Grand Prix Kür um den Preis der GBG Raum für Zukunft sind auf Vier-Sterne-Niveau ausgeschrieben. Jahr für Jahr werden die Spring-, Dressur- und Para-Prüfungen von zahlreichen Medaillengewinnern internationaler Championate, an der Spitze die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten, Isabell Werth (Rheinberg), für den Formcheck ihrer vierbeinigen Partner genutzt. In diesem Jahr dienen die Mannheimer Wettbewerbe zudem als Qualifikationsmöglichkeiten für die anstehenden Weltmeisterschaften von 6. bis 14. August, wenn im dänischen Herning bekanntlich um die WM-Medaillen im Springen, in der Dressur, in der Para-Dressur und im Voltigieren gekämpft wird. Höhepunkt für das kommende Jahr sind die Europameisterschaften der Springreiter (voraussichtlich Anfang September 2023) in Mailand sowie die EM Dressur und Para- Dressur (geplant im August 2023) in Riesenbeck.

Nachdem 2021 wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer beim Turnier zugelassen waren und auch der Maimarkt ausfallen musste, hofft Peter Hofmann, der auch Präsidiumsmitglied und Springausschuss-Vorsitzender im deutschen Verband ist, dieses Mal wieder auf volle Ränge. Neben den Sattelcracks aus aller Welt bietet Mannheim jedes Jahr auch dem Spring- und Dressurnachwuchs (U25) eine Plattform, außerdem findet am Dienstag, 10. Mai, auf dem Mühlfeld die zweite von zwölf Qualifikationen zum Nürnberger Burg-Pokal in der Dressur (Finale im Dezember in Frankfurt) statt. Erstmals satteln zum Turnierauftakt vom 29. April bis zum 1. Mai die Senioren (über 45 Jahre) der International Association of Jumping Riding Ambassadors (AJA) in 14 Prüfungen auf dem Mühlfeld.

Insgesamt geben sich an den Turniertagen der „Mannheimer Pferdewoche“ über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen von allen fünf Kontinenten, die weit mehr als 500 Pferde satteln, ein Stelldichein.