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Schweiz: Ferdi Hodel freigesprochen

Grosse Erleichterung bei Ferdi Hodel und seinen Mitangeklagten: Das Zürcher Obergericht hat den Geschäftsleiter des Zürcher Bauernverbands, seine Frau und… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
30.06.2016 2 min lesen

Grosse Erleichterung bei Ferdi Hodel und seinen Mitangeklagten: Das Zürcher Obergericht hat den Geschäftsleiter des Zürcher Bauernverbands, seine Frau und eine Helferin vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen. Es hielt zudem fest, dass das Einschläfern des Pferdes gar nicht notwendig war.

Hodel, seine Frau und eine Helferin wollten im März 2012 das Springpferd „Saten“ verladefähig machen, also das Pferd dazu bringen, in den Anhänger zu steigen und dort stehen zu bleiben. „Saten“ trat jedoch jeweils rückwärts die Flucht an.

Dabei drückte er sich einmal gar unter der Querstange durch und verletzte sich dabei an der Wirbelsäule. Zwei Monate später wurde das Pferd eingeschläfert. Das tierärztliche Gutachten spricht dabei von einem „in seiner Art einmaligen Vorfall“, wie es bei der Urteilseröffnung hiess.

„Es wurde nicht gequält“

Dass das Pferd unter Stress stand, liege in der Natur der Sache, urteilte das Gericht. Das Tier sei aber weder überanstrengt noch sei ihm Schaden zugefügt worden. „Es wurde also auch nicht gequält.“

Dass es sich unter der Stange durchzwängen und dabei verletzen würde, sei nicht voraussehbar gewesen. Deshalb könne man auch nicht sagen, dass die Beteiligten den Unfall verursacht hätten. Das Training habe auch nicht zu lange gedauert.

Das Gericht hielt zudem fest, dass die Anspannung von „Saten“ während des Trainings nicht konstant hoch gewesen sei. Es sei normal, einen gewissen Druck auszuüben, wenn sich das Tier weigere. Dabei spreche man aber nicht gleich von Tierquälerei. Auch die angewandte Methode sei gemäss Gutachter korrekt gewesen.

Mögliche Zukunft als Freizeitpferd

Das Gericht sprach die Beschuldigten nicht nur frei, es äusserte sich auch zum Tod des Pferdes und ging mit den Besitzern hart ins Gericht. Denn ein Gutachten widerlegt, dass das Tier hätte eingeschläfert werden müssen.

Quelle

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