Rennsport

Hamburg bleibt ein Erfolgspflaster für Darius Racing

Mit Abadan beim Auftakt des IDEE Derby-Meetings im Langen Hamburger vorne 2016 hatte der Stall Darius Racing von Merck-CEO Stefan… Artikel lesen

Larissa Lienig
30.06.2019 3 min lesen
Die fünfjährige Stute Abadan hat den Langen Hamburger, das Hans-Jentzsch-Gedächtnis-Rennen, gewonnen. (Foto: galoppfoto.de)

Mit Abadan beim Auftakt des IDEE Derby-Meetings im Langen Hamburger vorne

2016 hatte der Stall Darius Racing von Merck-CEO Stefan Oschmann in Hamburg das IDEE Deutsche Derby mit Isfahan gewonnen. Und Hamburg bleibt ein erfolgreiches Pflaster für den engagierten Besitzer. Denn ausgerechnet beim Auftakt-Renntag des IDEE Derby-Meetings der Galopper am sonnenüberfluteten Samstag vor 4.300 Zuschauern sicherte sich seine fünfjährige Stute Abadan den Langen Hamburger, das Gedächtnisrennen für den 31-fachen deutschen Championtrainer Heinz Jentzsch (Listenrennen, 25.000 Euro) über weite 3.200 Meter.

Es war der erste Erfolg überhaupt in einem noch wenig aufregend verlaufenen Rennjahr 2019 für Darius Racing hierzulande (nur in Frankreich und Belgien hatte man gewinnen können), doch nun brach die von dem Kölner Erfolgstrainer Henk Grewe immer weiter gesteigerte Tochter des 2000er-Derbysiegers Samum den Bann im gerne als „Hamburg-Marathon“ titulierten Höhepunkt des Eröffnungstages.

Allerdings mussten die Anhänger der 5,5:1-Mitfavoritin lange zittern, die unterwegs an zweiter Stelle hinter Berghain eigentlich eine gute Position hatte. Doch dann tat sich hinter dem führenden Pferd auf der Geraden keine Lücke auf, Abadan schien alle Chancen zu verlieren. Aber Lukas Delozier, ihr aus Frankreich stammender Steuermann, entlockte ihr noch große Reserven und schaffte mit einer Länge die Wende gegen Berghain, der lange wie der Sieger ausgesehen hatte, die noch besser aufkommende Stute Anna Magnolia und den auf Rang vier unter den Erwartungen bleibenden Favoriten Adler.

„Das geht auf meine Kappe, aber zum Glück konnte Abadan danach wieder zulegen“, umschrieb Lukas Delozier die knifflige Situation im Finish. „Wir wollten diesmal nicht an der Sitze gehen, ich bin froh, dass noch alles geklappt hat“, versicherte Natascha Grewe, die ihren Ehemann Henk Grewe vertrat, der erst zum Derby-Tag am 7. Juli in Hamburg erwartet wird.

Ihre Feiertaufe bestens bestand die nagelneue Startmaschine des Hamburger Renn-Clubs. Gleich zu Beginn des Renntages hatte es eine Überraschung gegeben, als die dreijährige Stute Touriga zur Quote von 9:1 mit Rene Piechulek für den Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte noch sicher gegen Reaction und die Favoritin Florela zum Zuge kam. Der siegreiche Besitzer Dr. Reinhard Beine, früher Geschäftsführer der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., weilte bei einer Familienfeier und durfte von dort aus jubeln. Vater der Siegerin Touriga ist der frühere Derbysieger Pastorius.

Dr. Andreas Bolte schaffte sogar einen Doppelsieg, denn der auf 2,9:1 heruntergewettete Innenminister sicherte sich den mit 13.500 Euro fürstlich dotierten Ausgleich II über 2.200 Meter leicht gegen den Holländer Guardsman und Power Euro, der dem Hamburger Kaffeekönig und Derby-Sponsor Albert Darboven gehört. Im Sattel von Innenminister zeichnete sich der Kasache Bauyrzhan Murzabayev aus, der die Jockey-Szene derzeit im Sturm erobert und mit dem 41. Saisontreffer mit dem am Samstag gesperrten Maxim Pecheur gleichzog. Besitzer von Innenminister ist Marco Klöpper, ein Großbäckermeister aus Lehrte. „Er hatte in Frankreich einige Male Mega-Stopps zu verkraften. Danach war er etwas vorsichtig geworden, aber die Scheuklappen waren das richtige Rezept. Zuletzt in Baden-Baden lief Innenminister schon stark, jetzt haben wir endlich den zweiten Sieg mit ihm geschafft“, berichtete der Eigner.

Gegen 16:20 Uhr eroberte Bauyrzhan Murzabayev dann schon die alleinige Führung in der Statistik, als er die Hoppegartener Gaststute Kataja (4,6:1) in einem Ausgleich III über 2.000 Meter zu einem souveränen Erfolg führte.

27 Mitglieder bilden die Besitzergemeinschaft des Galopp Club Bremen, sie alle durften nach einem 1.800 Meter-Handicap sich freuen, denn ihre von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf vorbereitete Stute Lovely Dream (5,9:1) beherrschte die Prüfung vom Start bis ins Ziel. Gainsborough Hat, Lady Leoso und April Spirit komplettierten die Viererwette, die stolze 8.617,7 Euro am Toto bezahlte.

Bereits am Sonntag, 30. Juni, steht der zweite Renntag des IDEE Derby-Meetings an, mit dem pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) als Top-Höhepunkt. Der erste Start erfolgt um 14 Uhr.

Für mehr Informationen gehen Sie auf: www.galopp-hamburg.de .

Pressemitteilung

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