Rennsport

(Hamburg) Genau eine Woche vor dem IDEE 150. Deutschen Derby am 8. Juli auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn treffen sich… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
28.06.2019 2 min lesen
Royal Youmzain kehrt als Sieger des Ittlinger Derby Trials für den pferdewetten.de – Großer Hansa Preis mit Eduardo Pedroza nach Hamburg zurück. (Foto: Frank Sorge)
(Hamburg) Genau eine Woche vor dem IDEE 150. Deutschen Derby am 8. Juli auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn treffen sich die Grand Prix-Pferde am Sonntag (1.7.) im pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) zum hochspannenden Wettstreit.

Royal Youmzain kommt zurück

Royal Youmzain (E. Pedroza), der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Hengst des Dubai-Großbesitzers Jaber Abdullah, galt 2018 als großer Favorit im Blauen Band. Doch nach einem alles andere als glücklichen Rennverlauf musste er sich mit Platz drei zufriedengeben. Eine Leistung, die er noch mehrfach bestätigte, unter anderem zuletzt als Zweiter hinter dem Überraschungssieger Itobo im Großen Preis der Badischen Wirtschaft in Baden-Baden. Dabei handelte sich um den ersten Auftritt des nun vierjährigen Cracks in 2019, bei dem er unterwegs sogar noch ein Hufeisen verlor. Nun dürfte er den nötigen Feinschliff haben und ein ernsthafter Kandidat auf die Siegbörse von 40.000 Euro sein.

French King ist dabei

Allerdings könnte der Franzose French King (mit Star-Jockey Olivier Peslier) seine Pläne durchkreuzen, was ihm bereits als Gewinner des Carl Jaspers-Preises in Köln gelang. Sein Trainer Henri-Alex Pantall ist gefürchtet für seine hocherfolgreichen Gastspiele in Deutschland. Besitzer ist Scheich Abdullah bin Khalifa Al Thani, der ehemalige Premierminister und Sohn des Emirs von Katar. Allein schon das Duell zwischen Royal Youmzain und French King hat seinen großen Reiz.

Die Konkurrenz schläft nicht…

Aber auch andere Pferde wollen in dieses Duell eingreifen. Stall Reckendorfs Colomano (mit Adrie de Vries) – hinter dem Stallnamen verbergen sich die hocherfolgreichen Besitzer Lieselotte und Götz Meyer zu Reckendorf aus Osterholz-Scharmbeck – kennt Hamburg bestens. Auch er galt als Derby-Favorit 2017, belegte damals aber nur Platz 13. Im vergangenen Jahr lief er als Zweiter hinter Dschingis Secret im Hansa-Preis glänzend. Und auch der aktuelle Listensieg in Köln konnte sich sehen lassen, immerhin hatte er zwischendurch eine längere Pause zu verkraften.

Stefan Oschmanns Darius Racing-Farben (von Isfahan, Derbysieger von 2016) trägt Alounak (M. Cadeddu), der im Vorjahr wegen einer Verletzung auf das Derby in Hamburg und in Frankreich verzichten musste. Seine diesjährigen Vorstellungen waren gut, aber es wird trotzdem schwer, gegen mehrere Mitbewerber den Spieß umzudrehen. Bei einem Sechserfeld könnte vieles von der Taktik abhängen, denn Oriental Eagle (F. Minarik) legt in aller Regel an der Spitze einen flotten Takt vor, vielleicht kann er diesmal wieder an seine letztjährige Bestform anknüpfen.

Dame im Spiel

Und dann wäre da noch die dreijährige Stute Skyful Sea, die mit 53 Kilo sieben Kilo weniger als die Top-Hengste trägt. Interessant: Man nimmt ein halbes Kilo Mehrgewicht in Kauf, damit Champion Andrasch Starke den Ritt ausführen kann. Da er selten 53 Kilo in den Sattel bringt und sicher dafür noch den ein oder anderen Sauna-Gang einlegt, wird er sich sicher einiges ausrechnen.

Zehn Prüfungen erwarten die Galopp-Freunde am ersten Sonntag der Derby-Woche, der erste Start erfolgt um 14 Uhr. Ein Klasse-Handicap (Ausgleich I) und ein Viererwett-Rennen (10.000 Euro werden garantiert ausgeschüttet) ragen aus der weiteren Karte heraus.

 

Für mehr Informationen gehen Sie auf: www.galopp-hamburg.de .

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