Besonderer Glücksmoment für Grewe und Murzabayev

Gruppe-Premiere für Tarajas Trainer und Jockey in der Mehl-Mülhens-Trophy

Ein Stein fiel dem Kölner Trainer Henk Grewe (35) nach der Mehl-Mülhens-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m) am Samstag auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn vom Herzen. Nach vielen Platzierungen in den vergangenen Wochen feierte einer der Shooting Stars der deutschen Galopp-Szene in dieser Top-Prüfung für dreijährige Stuten vor 6.200 Zuschauern mit Taraja (51:10-Mitfavoritin) seinen ersten Erfolg in einem Grupperennen! Gleiches galt für Bauyrzhan Murzabayev, den am Stall von Andreas Wöhler in Spexard beschäftigten Jockey aus Kasachstan. Die High Chaparral-Tochter steht im Besitz des bayerischen Rennstalles Gestüt Hachtsee von Hertie-Erbe Reginald Graf von Norman.

Nach dem starken Ehrenplatz zuletzt im Diana-Trial in Hoppegarten kam der Triumph der 51:10-Mitfavoritin alles andere als unerwartet. Hinter der Trainingsgefährtin Night of England, die sich bis weit in die Zielgerade vorne wacker verteidigte, fand Taraja ein ideales Rennen vor. In der alles entscheidenden Phase schaltete Murzabayev einen Gang höher, und die Lady packte enorm stark an. Nach einer bravourösen kämpferischen Leistung schob sich Taraja noch mit einer halben Länge vorbei und bescherte ihrem Besitzer ein Preisgeld von 32.000 Euro.

Top-Ergebnis für Trainer Hank Grewe

Night of England vervollständigte als Zweite das Super-Ergebnis für Trainer Henk Grewe, allerdings musste sie sich den Ehrenrang mit der Röttgenerin Dina teilen, die nach wenig günstigem Rennverlauf noch stark anpackte und genau im Ziel den Gleichstand schaffte. Grewes Kommentar: „In der Arbeit sieht man nicht viel von Taraja, aber sie besitzt ein ganz großes Herz und ist eine tolle Stute.“

Nach Angaben von Besitzer Reginald Graf von Norman wird Taraja nicht für den Henkel – Preis der Diana, das Stuten-Derby in Düsseldorf, nachgenannt, sondern bestreitet nun den Prix Minerve am 12. August in Deauville. Sehr blass blieb die Favoritin Go Rose, die über den letzten Platz nicht hinauskam.

Begonnen hatte der Renntag mit einem ungefährdeten Erfolg von Northern Fox (36:10) unter dem belgischen Jockey Stephen Hellyn in einem 1.200 Meter-Rennen. Seine Trainerin Yasmin Almenräder aus Mülheim feierte schon ihren dritten Treffer beim IDEE Derby-Meeting.

Eine Entdeckung dürfte die dreijährige Stute Serena (29:10) sein, die in einer 1.800 Meter-Konkurrenz unter Carlos Henrique für den Hannoverschen Trainer Hans-Jürgen Gröschel und das Gestüt Paschberg als Besitzer auf und davon ging.

Die Favoritenwetter durften auch nach dem Amazonenreiten jubeln, denn die 29:10-Chance Diamantfee war mit Steffi Koyuncu früh nicht mehr zu gefährden. Ihr Vater Mario Hofer ist der Betreuer der schon in Iffezheim siegreichen Stute. Gleiches galt für die Wettchance des Tages, als Mardansah (23:10) sich mit Nase-Vorteil unter Nachwuchschampion Robin Weber über die Ziellinie rettete. Die Viererwette mit Shoemaker, La Commune und Kimbarjano auf den Plätzen bezahlte 27.653:10 Euro. Im abschließenden 1.800 Meter-Handicap war die Quote mit 43.547:10 Euro auf die Reihenfolge Lady Leoso (Michael Cadeddu; 101:10) – Sand Coast – Funky Groove – Amazing Run sogar noch höher.

Ungewöhnlicher Hanshin-Cup 

Seltenheitswert hatte der Ausgang des Hanshin-Cup (Ausgleich III, 2.000 m), denn mit Stall Grafenbergs Parlan (Marco Casamento) und Sabine Goldbergs Perfect Pitch (Rene Piechulek) gab es auf dem ersten Platz totes Rennen, denn beide Pferde waren auch durch das Zielfoto nicht zu trennen.

Besitzertrainer-Champion Lucien van der Meulen ist zurecht der Dutch Master, wie er seinen Stall nennt. Der Holländer setzte seine große Erfolgsserie während des Meetings mit seinem vierten Erfolg im Ausgleich II dank Infamous Lawman (41:10) fort, auf dem Maxim Pecheur einen sicheren Vorteil vor Town Charter und Call me Mister eisern festhielt.

Nun freuen sich alle Galopper-Fans auf den Sonntag (8. Juli), wenn mit dem IDEE 149. Deutschen Derby (650.000 Euro) der Höhepunkt der gesamten deutschen Rennsaison in Hamburg ausgetragen wird. Erster Start des Top-Programms von zwölf Rennen ist um 12:05 Uhr.

(PM)

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