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Quali-Sieger Mario Stevens verzichtet auf den Derby-Start…

Geschrieben von: Dieter Ludwig Hamburg. Die zweite Qualifikation zum 87. Deutschen Springderby hatte den 21.000 Zuschauern in Hamburg einiges zu… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
07.05.2016 2 min lesen
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Geschrieben von: Dieter Ludwig
Hamburg. Die zweite Qualifikation zum 87. Deutschen Springderby hatte den 21.000 Zuschauern in Hamburg einiges zu bieten, so wird der Gewinner nicht das eigentliche Derby reiten – und ein erfahrener Championatsreiter rutschte mit seinem Pferd seitlich den Wall hinab ins Derby-Aus – beide blieben unverletzt…

Einige nicht gerade harmonische Bilder während der zweiten Qualifikation zum 87. Deutschen Springderby in Hamburg-Klein Flottbek sind zu verschmerzen, aber anderes wird eher haften bleiben. So gewann der 33 Jahre alte Nationen-Preis-Reiter Mario Stevens aus Molbergen bei Vechta auf seiner eigenen zehnjährigen Stute El Bandiata B die zweite Qualifikation mit Kurs über den Wall, aber noch ohne den dann im Derby folgenden Steilsprung über die Planke, aber er sagte hernach, das Derby werde er nicht reiten, „ich habe mir gute Ritte in den beiden Qualifikationen vorgenommen, das Derby wäre für die Stute jedoch noch etwas zu früh. Vielleicht im nächsten Jahr.“ Eine Haltung, die Respekt verdient und für ihn als Horseman spricht.

Dann Carsten-Otto Nagel (53), ein alter Fahrensmann, Deutscher Meister, Mannschafts-Europa- und Mannschafts-Weltmeister, zweimal Gesamtgewinner der Riders Tour und zweimal beim Deutschen Derby in Hamburg ganz vorne, er, der wie kaum ein anderer, aber wie auch sein Oldenburger Hengst Lex Lugar, diesen Derby-Kurs kennt, er schied auf einmalige Art in dieser Qualifikation aus. Auf dem Wall blieb Lex Lugar plötzlich an der Wallkante stehen, ging langsam seitwärts rückwärts, rutschte mit dem Gestütschef die Böschung hinab, drehte eine Rolle – der Reiter konnte noch wegkommen – und galoppierte ohne Hektik anschließend unverletzt Richtung Parcours-Ausgang.

Und für ein Bruderpaar ist dieses kommende 87. Springderby am Sonntag schon ein wahres Märchen, für Frederic (36) und Gilbert Tillmann (33) aus Grevenbroich-Neukirch bei Neuss. Gilbert war auf dem irischen Wallach Hello Max, der als unreitbar galt und dessen Leben im Buch „Hello Max – Die unglaubliche Geschichte“ festgehalten wurde, vor drei Jahren Derbysieger, nun sind beide am Sonntag gemeinsam am Start. Frederic Tillmann belegte gar mit dem 13-jährigen Hengst Chepetto in der Qualifikation nach fehlerloser Runde den sechsten Platz, „und dabei war er ein halbes Jahr wegen einer schweren Knieverletzung außer Gefecht“, wie sein Vater Friedhelm Tillmann erklärte, der weiter sagte: „Ich hoffe, Frederic holt wenigstens eine Schleife im Derby…“

Hinter Mario Stevens belegten in dieser zweiten Qualifikation zum Derby die Briten William Whitaker auf Brilliant und Nigel Coupe auf Golvers Hill die nächsten Plätze, danach folgten Andre Plath (Insel Poel) auf Cosmic Blue und der Schwede Henrik Lanner auf Vivaldi.

Quelle: www.ludwigs-pferdewelten.de