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Piaffen visualisieren – Ideen beim ersten CHIO Aachen Hackathon begeistern

Laptop statt Sprung, Tastaturklackern statt Hufgetrappel: Aus der Reithalle ist eine Lounge geworden, die kreative Atmosphäre wird begleitet von den… Artikel lesen

Martina Brueske
31.10.2021 3 min lesen
Aachen Hackathon Foto- CHIO Aachen CAMPUS/ Holger Schupp

Laptop statt Sprung, Tastaturklackern statt Hufgetrappel: Aus der Reithalle ist eine Lounge geworden, die kreative Atmosphäre wird begleitet von den Beats von DJ David Lulley. Der erste CHIO Aachen Hackathon „smart CHIO“ in der Albert Vahle-Halle auf dem Turniergelände brachte von Donnerstag bis Samstag 60 Kreative aus ganz Deutschland zusammen.

Super Pitch, Super Idee – Team „Pr3t A T0ut“ und das Hackathon-Finale im Video

Dort, wo sonst Pferde in den Parcours gehen oder beim CHIO Aachen die Voltigierwettbewerbe ausgetragen werden, rauchten nun an drei Tagen und in zwei Nächten die Köpfe. Wie kann das „Erlebnis CHIO Aachen“ noch verbessert werden, wie kann man noch mehr daran partizipieren, wie machen wir mit moderner Technik den Sport noch transparenter, kurzweiliger, verständlicher – Designer und Programmierer, Sportler, Marketing-Experten und Kreative vielfältigster Coleur suchten und fanden Antworten auf diese Fragen. Organisiert wurde der Hackathon vom CHIO Aachen CAMPUS und dem digitalHub Aachen, unterstützt vom offiziellen CHIO Aachen-TelekommunikationsdienstleisteNetAachen.

Es ist wie beim Reality-Format im TV: Eine gute Idee alleine ist viel wert, reicht am Ende aber nicht. Sie muss auch verkauft werden. 5 Minuten hat jedes Team, um die Jury – Hans-Heinrich Siemers (Senior Director Global Co-Innovation Labs Network SAP), Dr. Diego Assencio (Director of Solutions Engineering, South EMEA at GitHub), Dr. Oliver Grün (Vorstandsvorsitzender des digitalHUB Aachen e.V.) sowie Michael Mronz (Geschäftsführer Aachener Reitturnier GmbH) und Conny Mütze (Prokuristin Aachener Reitturnier GmbH) – in einem Ideen-Pitch zu überzeugen.

Idee top und Pitch top – Das Team „Pr3t A T0ut“ begeisterte die Jury mit ihrer Idee, Details, auf die es im Dressursport ankommt, sichtbar zu machen. Mit Hilfe von hochauflösenden Kameras und Algorithmen können Details wie Hufabdrücke bei Piaffen visualisiert und der Sport so auch für Laien verständlicher und kurzweiliger gemacht werden – und den Reitern ermöglicht die Technik eine genaue Analyse. Platz 1 bedeutet zudem 5000 Euro Prämie. „Eine super Idee, die auch zeitnah umsetzbar ist, weil sie zu unseren bestehenden Entwicklungen passt“, so Michael Mronz. Darüberhinaus ist es eine Idee nicht nur für den Profisport: „Mit dem CHIO Aachen CAMPUS haben wir ein Angebot auch für Freizeitreiter geschaffen – so können zukünftig auch die Teilnehmer an einem Trainingstag hier auf unserer Anlage mit diesem Mehrwert einer digitalen Auswertung nach Hause fahren“, so Mronz. Oliver Grün lobte neben dem hohen Innovationsgrad vor allem „dass ich als Laie jetzt auch verstehe, was da passiert“.

Aus Leipzig sind die Teammitglieder Daniel Barofke und Lennart Carstens-Behrens angereist. „Ich reite seit Ewigkeiten“ sagt Daniel, er ist dem Sport eng verbunden, Kumpel Lennart hat keine Ahnung vom Pferdesport. Er ist Informatiker, beim CHIO Aachen Hackathon haben sich die beiden mit Maike Holtkemper, Henric Breuer – die beiden bekamen für ihre schauspielerische Leistung beim Pitch in Dialogform ein Extra-Lob der Jury –, Krzysztof Zibur und Sinem Atilgan zusammengetan, um eben gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie durch Technik das Dressurreiten transparenter und unterhaltsamer werden kann. „Warum war eine Piaffe besser als eine andere – um das zu verstehen, kann Technik helfen“, ist Daniel überzeugt. Wahnsinnig stolz und glücklich sei das ganze Team sagte Maike Holtkemper, die sich vor allem freut, „demnächst auch meinem Mann zum CHIO mitnehmen zu können – jetzt wird er die Dressur auch verstehen.“

Platz 2 (2500 Euro) ging an das Team „Epona“ (Franziska Schilling, Sarah Sommerauer, Roman von der Lohe, Sebastian Schilling), die mit Technik und 5G-Netzwerk Freizeit- wie Profireitern zukünftig den „perfekten Sprung“ ermöglichen wollen. Platz 3 (1500 Euro) erreichte das Team „FaCHIOn“ (Robert Beerwerth, Jalil Belhouji, Valentina Gross, Maik Klinkhammer, Felix Boesch) mit ihrer Lösung, die Outfits der Sportler scanbar zu machen und auch direkt mit den Shops im CHIO Aachen-Village zu verknüpfen. Der „Most sustainable“-Sonderpreis ging an das Team „Equicare“ mit Abhishek Ganesh, Cynthia Niederprüm, Gernot Sümmermann, Manuel Wessely und Michael Heinrichs und der Preis der Community ging ans Team „Bear“ (Haodong Ju, Yicong Su, Yi Ding, Shiguang Rong und Chao Liu). Beide Sonderpreise sind mit je 500 Euro dotiert.

10 Teams präsentierten ihre Ideen und Lösungen rund um den CHIO Aachen, „es waren spannende Tage mit herausragenden innovativen Lösungen“, sagte Michael Mronz, der sich bereits auf die zweite Auflage im kommenden Jahr freut.

CHIO Aachen CAMPUS
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