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PfingstTurnier-Erinnerungen… …von den Bundestrainern Dressur und Springen

(Wiesbaden) Die Bundestrainer der Dressur- und Springenreiter, Monica Theodorescu und Otto Becker, fühlen sich dem Internationales Wiesbadener PfingstTurnier eng verbunden. Beide kennen… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
03.05.2016 3 min lesen

(Wiesbaden) Die Bundestrainer der Dressur- und Springenreiter, Monica Theodorescu und Otto Becker, fühlen sich dem Internationales Wiesbadener PfingstTurnier eng verbunden. Beide kennen den Schlosspark schon aus ihren aktiven Reiterzeiten und beide sind auch als Trainer Stammgäste in der Landeshauptstadt. Persönliche Wiesbadener Rückblicke …

Monica Theodorescu: „ Ein toller Spielplatz“

„Ich war schon als Kind vor mehr als 40 Jahren immer beim Wiesbadener PfingstTurnier. Pfingsten war immer schulfrei und meine Eltern sind ja dort geritten. Ich kann mich noch gut an die damaligen Gutsstallungen und den schönen Innenhof erinnern, der war wunderschön und für uns Kinder ein toller Spielplatz. Später habe ich meine ersten S-Dressuren auf dem Viereck vor dem Schloss geritten, damals war da noch ein Rasenplatz. Und dann wurde das Viereck dorthin verlegt, wo heute der Springplatz ist. Das Viereck zwischen den alten Bäumen war auch sehr schön. Und dann der erste Sieg im Special 1992 mit Grunox. Auch damals gab es schon eine große Flasche Henkell Trocken (lacht). Jede Zeit hatte ihren Reiz und zu jeder Zeit wurde Hochleistungssport in Wiesbaden gezeigt.2013 bin ich das erste Mal nicht mehr zur Prüfung den Berg vor das Schloss hoch geritten, sondern gelaufen. Es war mein erstes Jahr als Bundestrainerin. Das war schon ein komisches Gefühl, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, nicht mehr selbst im Sattel zu sitzen. Außerdem war 2013 das Jahr der Wassermassen, als es absolut nicht mehr aufhören wollte zu regnen und am Pfingstmontag der Special ausfallen musste. Das war schon bitter. Insgesamt macht es mir aber auch sehr viel Freude, als Trainerin unsere Reiter und Reiterinnen den Berg hoch zu begleiten. Meine heutige Position am Einritt, mit Blick auf die Reiter und Pferde und mit dem Schloss im Hintergrund – das genieße ich sehr. Und auch als Trainerin erlebt man die Weiterentwicklung des Turniers. Der fünfte Stern zum 80. Geburtstag in diesem Jahr hebt noch einmal das Niveau. Das ist ein sehr guter Grund, dem Veranstalter kräftig zum 80. Geburtstag ihres Turniers zu gratulieren.“

Otto Becker: „Wiesbaden hat Championatscharakter“

„Zu Beginn konnte ich immer nur jedes zweite Jahr zum Turnier nach Wiesbaden fahren. Alle zwei Jahre hatten wir zeitgleich Turnier in meinem Verein in Großostheim, wo ich herkomme. Also bin ich in Vereinsturnier-Jahren zu Hause geritten und die anderen Jahre in Wiesbaden. Natürlich wäre ich gerne jedes Jahr gekommen, Wiesbaden war und ist damals wie heute eins der besten Turniere in Deutschland. Die Schlosskulisse sucht seinesgleichen, so etwas haben wir sonst nicht. Außerdem ist der Springplatz ein sehr spezieller Platz, anspruchsvoll und schön. Das verleiht Wiesbaden den sportlichen Reiz und die vielen Stände, der Park, die Gastronomie machen den gesellschaftlichen Reiz aus, den typischen Wiesbadener Reiz. Als Bundestrainer ist Wiesbaden für mich immer ein Platz, an dem ich wichtige Erkenntnisse bekomme. Durch die speziellen Anforderungen des Platzes bietet das Wiesbadener PfingstTurnier Championatscharakter. In den vergangenen Jahren habensich hier immer wieder sowohl Topreiter, aber auch noch neue, junge Reiter empfohlen. Wer in Wiesbaden besteht, sowohl Reiter als auch Pferde, der kann überall starten. Den kann ich auf jedem Turnier einsetzen.

Zum 80. Geburtstag möchte ich Wiesbaden einen dicken Glückwunsch aussprechen – zu dieser stolzen Zahl, auf die nicht viele Veranstalter zurückblicken können. Und ich wünsche den Wiesbadenern, dass sie auch in den nächsten 80 Jahren das Spitzenniveau der vergangenen 80 halten können.“

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