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Pferd und Sinfonie: Ein zauberhafter Abend in der Soers

„Endlich“ – das war das Wort, mit dem Moderator Volker Raulf das Publikum im Deutsche Bank Stadion begrüßte. „Endlich dürfen… Artikel lesen

Martina Brueske
12.09.2021 2 min lesen
Die Silberne Herde aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach bei Pferd & Sinfonie Foto- CHIO Aachen/ Andreas Steindl

„Endlich“ – das war das Wort, mit dem Moderator Volker Raulf das Publikum im Deutsche Bank Stadion begrüßte. „Endlich dürfen wir wieder gemeinsame Live-Momente erleben.“ Wie sehr auch das Publikum diese Euphorie teilte, zeigte der aufbrausende Applaus. Endlich wieder Pferde in der Aachener Soers, endlich wieder Live-Musik. Endlich „Pferd & Sinfonie“. Und dieser Abend hatte alles, was die Veranstaltung seit der Premiere im Jahr 2003 so einmalig macht: Pferdesport, mal elegant und anmutig, mal kraftvoll und dynamisch, dazu die beeindruckende Musik, live gespielt vom Sinfonieorchester Aachen unter dem Dirigat von Christopher Ward. Ein unvergesslicher, ein unvergleichlicher, ein wunderschöner Abend, an dessen Ende donnernder Applaus des Publikums Akteure und Musiker gleichermaßen belohnte.

Die Show-Nummern standen ganz im Zeichen Japans und der deutschen Landgestüte. Von Celle über Warendorf bis nach Marbach – jedes für sich ist einzigartig, und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie bewahren das Kulturgut Pferd in seiner ganzen Bandbreite. Und die reicht von der „Ungarischen Post“ über verschiedene Quadrillen und Anspannungen bis hin zur „Silbernen Herde“. Musikalisch in Szene gesetzt wurden die Darbietungen von einigen der populärsten Stücke der Klassik-Geschichte: Von Schostakowitschs „Walzer Nr. 2“ über Edvard Griegs „Peer Gynt Suite“, Auszügen aus „Nussknacker“ und „Fledermausquadrille“, Strauss-Melodien bis hin zum neuzeitlichen aber nicht minder eindrucksvollen „Palladio“ von Karl Jenkins.

Ein Höhepunkt war ohne Frage die Fusion der imposanten Traberwagenquadrille des Landgestüts Warendorf mit den wohl musikalischsten Hufschmieden der Aachener Region, die gemeinsam mit dem Sinfonieorchester die Polka „Feuerfest“ zum Besten gaben. Und auch die Voltigierer gaben sich an diesem Abend die Ehre: Zur Musik aus „Karneval der Tiere“ begeisterten Janika Derks und Johannes Kay, frischgebackene Voltigier-Weltmeister, mit ihrem Können.

Als Hommage an das diesjährige Partnerland Japan spielte das Orchester unter anderem Musik aus dem Film „Die Geisha“. Dazu zelebrierte die internationale Grand Prix-Reiterin Britta Rasche-Merkt gemeinsam mit ihrer 11-jährigen Tochter Clara und ihren beiden imposanten Lusitano-Hengsten eine wunderschöne Kür, eingerahmt von den Tänzerinnen der Ballettschule Ferberberg unter der Leitung von Leitung von Natalie Jungschläger. Ein magisches Zusammenspiel, das dank der traditionellen Kimonos und roten Fächern ein typisch japanisches Flair ins Deutsche Bank Stadion zauberte. Das war magisch.

„Pferd & Sinfonie 2021“ im Video (Facebook, 01:24 min.)