Olympische Springreiter-Zukunft: Zurück zu Dreier-Equipen

von Jaqueline Weidlich
01. Mai 2015
01.05.2015
ca. 2 Minuten

Geschrieben von: Dieter Ludwig
Lausanne. Die Reiterwelt steht vor Neuerungen, auch im Springen. Und mit dem belgischen Präsidenten Ingmar de Vos kam mehr als neuer Wind in den mehr als angestaubten Weltverband (FEI). Am 14. Dezember wurde der Belgier Ingmar de Vos (52) als neuer Präsident des Reiterweltverbandes (FEI) gewählt, als Erster in der Geschichte ohne Adelstammbaum, doch im Gegensatz zu seinen Vorgängern bewegt er etwas, gleich zu Beginn der Amtsperiode wahrlich mehr als alle die Ehemaligen. Zum Beispiel waren schon lange die ganzen Missstände im Distanzreiten vor allem in den arabischen Staaten längst bekannt, passiert ist nichts. Seine Vorgängerin Prinzessin Haya hätte möglicherweise gerne gewollt, aber wenn man Zweitfrau ist eines Herrschers namens Al Maktoum, der selbst zum Distanzreiter-Clan seiner Region gehört und durch mehrmals nachgewiesenen unreiterlichen Umgang mit dem eigentlichen Partner Pferd ertappt wurde, hatte sie eben zu kuschen.

Ingmar de Vos griff bereits vor einigen Wochen hart durch. Er warf die nationale Föderation der Arabischen Emirate zunächst einmal aus der FEI, nachdem bei einem Distanzritt mindestens zwei Pferde zu Tode kamen.

Nun nahm er sich zusammen mit seinem Vize John Madden (USA) eines weiteren Themas an. Olympia mit weiniger Teams, alles kürzer, alles verständlicher. Der Sport wird wahrscheinlich darunter leiden, doch um im olympischen Programm zu bleiben, sind Änderungen einfach unabdingbar. Denn auch im Reiten ist nach wie vor Olympia das Größte.

Auf der Forumsdiskussion in Lausanne wurden nun folgende Vorschläge unterbreitet für die Spring-Konkurrenzen:

Jedes Team nur noch drei, statt vier Reiter (wie zuletzt 1968 in Mexiko), wie bereits in der Dressur, startberechtigt sind 20 Mannschaften, dazu 15 Einzelreiter, insgesamt also 75 Reiter. Starrecht erhalten die fünf erstplatzierten Teams der vorausgegangen Weltreiterspiele, dazu die vier Ersten der Europameisterschaften, sind qualifizierte Mannschaften bereits durch die WM dabei, rücken andere nach, außerdem gehören dazu die besten drei Mannschaften der Panamerikanischen Spiele sowie sieben Nationen nach bestimmten Kriterien.

Am ersten Prüfungstag gehen alle 75 Teilnehmer in den Parcours, am zweiten Tag starten um die Mannschafts-Medaillen nur noch die besten zehn Teams des Auftakts, alle beginnen bei null Fehlerpunkten. Bei Fehlergleichheit am ersten Tag entscheidet für ein Weiterkommen die Zeit der gesamten Mannschaft. Alle Teams bewältigen nur eine Runde, bei Fehlergleichheit kommt es zu einem Stechen, wobei für die entsprechenden Equipen nur ein Reiter an den Start geht. Um die Einzelmedaillen sieht der Plan vor: Nach dem Auftakt zusammen mit den übrigen Teamreitern kommen die 25 Besten in ein Springen mit zwei Runden, davon wiederum gehen in den zweiten Umlauf die zehn Besten.. Bei Fehlergleichheit entscheidet ein Stechen um die Medaillen.

Auch für die Weltreiterspiele der Zukunft ist ähnliches geplant: 25 Mannschaften mit je drei Mitgliedern, dazu 25 Einzelstarter.

Quelle: www.ludwigs-pferdewelten.de

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