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Öffentlichkeitsarbeit um Pferd und Wolf – weitere gemeinsame Aktivitäten verabredet

Die Verbreitung von Wölfen in Deutschland ruft bei vielen PferdehalterInnen Befürchtungen und Vorbehalte hervor. Oft fehlt es an Wissen, die… Artikel lesen

Martina Brueske
06.02.2022 2 min lesen
Symbolbild (Foto: Pixabay)
Die Verbreitung von Wölfen in Deutschland ruft bei vielen PferdehalterInnen Befürchtungen und Vorbehalte hervor. Oft fehlt es an Wissen, die Gefahren durch die Rückkehr der Prädatoren für Pferde richtig einzuschätzen. Über das Vorhaben „Öffentlichkeitsarbeit zu Pferd und Wolf im Rahmen des EuroLargeCarnivores Projektes“ wurden Informations- und Schulungsmaterialien entwickelt, die es PferdehalterInnen und -besitzerInnen ermöglicht, sich über diese Thematik zu informieren. Mit Verweis auf die besonderen Rahmenbedingungen um den Schutzstatus des Wolfes wurden bisherige Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in verschiedenen Kommunikationsmaterialien zusammengeführt (Erklärvideos, Informationsflyer und Schulungsmaterialien). Diese wurden auf verschiedenen Reitsportmessen und Informationsveranstaltungen genutzt, um das Wissen an die Zielgruppe heranzutragen und in einen Austausch zu treten. Somit konnten während der Projektlaufzeit von wenigen Monaten über 1000 PferdehalterInnen und -besitzerInnen erreicht werden. Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf an sachlichen Informationen sehr hoch ist und die Verbreitung der Informationen auch besonders über social media gelingt. Eine Weiterführung der Öffentlichkeitsarbeit zu der Thematik über die Projektlaufzeit hinaus ist wichtig, um Interessenskonflikte zwischen Pferdehaltenden und Personen des Artenschutzes durch gemeinsame Dialoge und Verständnis in naher Zukunft zu reduzieren.
Weitere Informationen können unter https://www.pferdundwolf.org/ und Pferd und Wolf – wie geht das? – Startseite | Facebook eingesehen werden. Beide online Plattformen werden regelmäßig aktualisiert und wichtige Handreichungen u. a. zum Herdenschutz sowie spannende Erkenntnisse aus der Wissenschaft platziert.
Eine friedliche Koexistenz von Menschen mit ihren Nutztieren und Wölfen kann gelingen, erfordert jedoch Toleranz, Respekt und eine gemeinsame Sprache zur Findung von Lösungen, die niemandem schaden. Miteinander zu kommunizieren schafft Vertrauen und Klarheit, um wertschätzende Beziehungen und langfristige Kooperationen zu ermöglichen. Sonja Schütz für die im Projekt federführende VFD (Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V.) dazu: „Die VFD nimmt Bedenken und Vorbehalte ernst, die mit der Rückkehr von Wölfen verbunden sind. Unter Beachtung rechtlicher Gegebenheiten wie dem strengen Schutzstatus des Wolfs kann die VFD umfängliche Informationen zu einem funktionierenden Herdenschutz bereitstellen“.
Das Vorhaben „Öffentlichkeitsarbeit zu Pferd und Wolf im Rahmen des EuroLargeCarnivores Projektes“ wurde erfolgreich umgesetzt. Die Projektpartner (VFD, Herdenschutz Niedersachsen/NABU Niedersachsen, Verein zur Förderung von Wissenschaft um Pferd und Wolf e.V., Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen) haben sich darauf verständigt, die gute Zusammenarbeit zu dieser wichtigen Thematik fortzuführen und eine sachliche Debatte um die Koexistenz zwischen Pferden und Wölfen weiter voranzutreiben.
Öffentlichkeitsarbeit zu Pferd und Wolf zeigt Lösungen auf, wie eine friedliche Koexistenz gelingt!