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Norbert Boley: „Ich denke wir sind gut aufgestellt“

Am 1. Februar präsentieren sich die Vererber der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH ab 14.30 Uhr in der Holstenhalle von Neumünster…. Artikel lesen

Martina Brueske
30.01.2020 3 min lesen
Norbert Boley (Holsteiner Verband)

Am 1. Februar präsentieren sich die Vererber der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH ab 14.30 Uhr in der Holstenhalle von Neumünster. Wir haben mit dem Geschäftsführer Norbert Boley gesprochen.

Was erwartet die Besucher der diesjährigen Hengstpräsentation in Neumünster?

Wir werden mit dem gewohnten Programm aufwarten. Die dreijährigen Hengste werden im Freispringen und unter dem Sattel gezeigt, die vierjährigen und älteren in einem Kurzparcours, der von Tjark Nagel kommentierend begleitet wird. Die bewährten Hengste zeigen sich, wie gewohnt an der Hand. Wir werden rund 30 Hengste zeigen, ich denke, damit sind wir für die Decksaison 2020 gut aufgestellt.

 

Was hat Sie dazu bewogen, den Sieger Cahil und Reservesieger Chinchero der Holsteiner Körung 2019 in Neumünster anzupachten?

Beide Hengste konnten bei der letzten Körung begeistern. Sie standen im Fokus vieler Hengsthalter. So können wir uns glücklich schätzen, dass wir die Möglichkeit gehabt haben, sie zu pachten. Bei Cahil gibt es zudem die Möglichkeit, ihn längerfristig für einen Einsatz bei der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH zu sichern.

 

Aber auch die Junghengste der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH geben zu großen Hoffnungen Anlass?

Ja, ich denke, mit dem Fidertanz-Sohn Fidano können wir den dressurambitionierten Züchtern ein bewegungsstarkes Talent für das Viereck anbieten. Dubliners Vater Dinken steht als wertvoller Vererber immer mehr im Mittelpunkt des Interesses, und Charaktervolls Vater und Muttervater, Comme il faut und Contendro I, sind sportlich bzw. züchterisch zur Zeit in aller Munde. Der Somersby-Sohn Soleto wurde bei seiner Körung in Neumünster als Prämienhengst ausgezeichnet und überzeugt durch Typ und Springvermögen. Ein weiterer Junghengst steht den Züchtern mit Cardentos über die Hengsthaltungs GmbH zur Verfügung. Er wurde im Januar in Elmshorn gekört und ist ein Sohn des VDL Cardento, der unter Peter Eriksson international alle großen Championate bestritt.

 

Mit dem Colman-Sohn Contagio aus dem Besitz von Lars Nieberg und Hendrik Snoek ist es Ihnen gelungen, einen nicht nur im Sport hoch erfolgreichen Hengst für die Holsteiner Züchter zu gewinnen. Wie kam es dazu?

Im Hengstgremium war man einhellig der Meinung, dass dieser Colman-Sohn nicht nur durch eine Eigenleistung im internationalen Springsport für die Holsteiner Zucht hoch interessant ist, sonder auch durch seine Nachzucht. Er hat etliche Pferde geliefert, die – vor allem im Ausland – in 1,60 m-Springen erfolgreich sind. Auch seine Abstammung, Colman-Lordanos-Cassini I sollte für den Züchter interessant sein.

Wie sieht es mit Clarimo und Crunch aus? Werden wir die beiden Hengste im Sport wiedersehen?

Clarimo hat seine sportliche Karriere definitiv beendet. Die Verletzung, die er sich im Nationenpreis von Rotterdam zugezogen hatte, erwies sich doch langwieriger als erwartet. Bei Crunch müssen wir abwarten, wir haben uns alle Optionen offen gelassen. Er ist vor einem halben Jahr am Krongelenk, das versteift werden musste, operiert worden. Da er bereits sehr gute Fohlen hinterlassen hat, ist es auch gut möglich, dass der Hengst nur noch in der Zucht eingesetzt wird.

 

Es stehen wieder einige Hengste im Stall von Rolf-Göran Bengtsson. Um welche Hengste handelt es sich und werden sie auch in Neumünster gezeigt?

Quibery und Zuccero stehen bereits länger im Stall von Rolf. Hinzugekommen ist Catch, in den wir große Hoffnungen setzten. Rolf wird Quibery und Catch reiten, und Zuccero wird unter Bart van der Maart zu sehen sein.

 

Werden die Züchter am Samstag auch Nachzucht zu sehen bekommen? Es ist ja schon interessant zu sehen, wie sich die Hengste vererben.

Wir werden uns in diesem Jahr nur auf die Hengste konzentrieren und auf das Präsentieren der Nachzucht verzichten. Wir hatten in den vergangenen Jahren von vielen Besuchern die Rückmeldungen bekommen, dass die Veranstaltung zu lange gedauert hat. Hinzu kommt, dass sich die ganz jungen Pferde in der Halle doch recht schwer tun. Am 1. Mai werden die Nachwuchshengste in Elmshorn gezeigt. Dann werden wir auch wieder Fohlen, Jährlinge und Zweijährige zeigen.

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