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Nachwuchs-EM Dressur: Ponyreiterinnen holen Gold

Pilisjászfalu/HUN (fn-press).“Das Team war einfach bärenstark. Ich bin sehr stolz auf die Mädels“, so fasst Cornelia Endres, Bundestrainerin der Ponyreiter,… Artikel lesen

Martina Brueske
28.08.2020 2 min lesen
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Pilisjászfalu/HUN (fn-press).“Das Team war einfach bärenstark. Ich bin sehr stolz auf die Mädels“, so fasst Cornelia Endres, Bundestrainerin der Ponyreiter, die Leistungen der deutschen Reiterinnen bei den Europameisterschaften in Pilisjászfalu zusammen. Die Richter sehen das offenbar genauso, denn Shona Benner (Billerbeck), Rose Oatley (Lütjensee), Antonia Roth (Stuttgart) und Lucie-Anouk Baumgürtel (Nottuln) landen bei den individuellen Ergebnissen auf den vorderen fünf Plätzen.

„Selbst das Streichergebnis liegt bei unserer Mannschaft noch bei mehr als 75 Prozent, das ist einfach richtig, richtig gut“, so Endres. Die Goldmedaille war den Mädchen spätestens nach dem Ritt von Lucie-Anouk Baumgürtel sicher, die bei ihrer vierten Europameisterschaft überwiegend Wertnoten im Bereich 8,0 bekam und sich damit an die Spitze setzte. Antonia Roth, die in Budapest ihre erste EM bestritt, konnte mit ihrem erfahrenen Pony Daily Pleasure WE ein sehr gutes Ergebnis auf internationaler Ebene einfahren. Bei ihrem Debüt konnte sie ihre Nervenstärke unter Beweis stellen und sich mit 75,917 Prozent am ersten Turniertag Platz eins sichern. Nach diesem guten Start reihte sich Shona Benner mit Der kleine Sunnyboy WE und 75,886 Prozent auf Platz zwei ein – die Zeichen standen für die Deutschen schon nach Tag eins auf Gold. Rose Oatley und Daddy Moon legten am zweiten Prüfungstag mit 76,743 Prozent nach bevor Lucie-Anouk Baumgürtel und Nasdaq FH die Goldmedaille mit über 80 Prozent perfekt machten.

Das freute die Pony-Bundestrainerin natürlich besonders, nachdem ihr Team im vergangenen Jahr „nur“ die Bronzemedaille gewinnen konnte. „Letztes Jahr hatten wir einfach das Problem, dass wir lauter Grünschnäbel mit zur Europameisterschaft genommen haben. Da fehlte die Routine.“ Diese hätten die Nachwuchsreiterinnen in einem Jahr aber ordentlich sammeln können, und das habe sich auch im Gesamtergebnis widergespiegelt. Doch die Erfahrung sei nicht allein ausschlaggebend für den Teamsieg gewesen. „Die Mädels stehen hier Seite an Seite und sind eine geschlossen gute Mannschaft, bei der das Niveau wahnsinnig hoch ist“, hatte Cornelia Endres nur lobende Worte übrig.

Nach dem gelungenen Auftakt heißt es nun aber wieder: „höchste Konzentration“. Die Einzelprüfungen beginnen für die Deutschen am Freitagmorgen und werden am Samstag fortgesetzt. Die Chance auf eine letzte Medaille gibt es dann am Sonntag mit der Kür. „Wir bleiben fokussiert und trainieren weiter“, erklärt Endres. „Dieser Sieg ist natürlich keine Garantie, aber ich rechne uns gute Medaillenchancen aus. Wir geben unser Bestes!“ FN/Sina Stahlsmeier

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