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Marbacher Gestütsauktion 2022 mit Durchschnittspreis von 16.170 Euro In olympische Hände: Michael Jung ersteigert Auktionsspitze Ginster/T. kurz vor seinem Gelände-Start in Kentucky

„Das hat gut gepasst“, übermittelte Joachim Jung telefonisch aus den USA, „eine gute Stunde vor seinem Start mit fischerChipmunk im Fünf-Sterne-Cross in… Artikel lesen

Martina Brueske
01.05.2022 3 min lesen
Auktionsspitze Ginster wechselt in olympische Hände: Für 25.000 Euro erhielt Joachim Jung (Horb) den Zuschlag (Foto: Stephan Kube)

„Das hat gut gepasst“, übermittelte Joachim Jung telefonisch aus den USA, „eine gute Stunde vor seinem Start mit fischerChipmunk im Fünf-Sterne-Cross in Kentucky hat Michi online auf Ginster mitgeboten und den Zuschlag für diese Nachwuchshoffnung erhalten“. Die Freude im Haupt- und Landgestüt Marbach und bei Züchter Dr. Erik Schröter aus Winnenden war doppelt groß, denn der Zuschlag bei 25.000 Euro für Michael Jung war zugleich auch der Spitzenpreis der Auktion. „Ginster ist ein vierjähriger Trakehner Wallach, Nachkomme des Marbacher Veredlerhengstes Icare d’Olympe AA, der selber international erfolgreich war in großen Vielseitigkeitsprüfungen“, sagte Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, „Ginster ist in Marbach zur Welt gekommen, hat die gesunde Gruppenaufzucht auf unseren Vorwerken genossen und ist über den letzten Winter hier in Marbach angeritten worden“.

Zum zweiten Mal hat die Marbacher Gestütsauktion online stattgefunden. Mit dem Ergebnis sind Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck und Auktionsleiter Rolf Eberhardt rundum zufrieden: „Schon im Vorfeld war das Interesse groß, es waren zahlreiche Kunden bei den Vorstellungen der Pferde und zum Probereiten der Pferde in Marbach“. Das Ausbieten („Bid-Up“) begann am 30. April um 18 Uhr auf der Internetseite www.marbach.hsr-auktion.de. Über 370 Interessenten waren registriert, 58 Bieter gaben insgesamt 210 Gebote auf die 14 im Angebot stehenden Pferde ab, darunter auch Bieter aus Frankreich, Polen und der Schweiz. Die Netto-Verkaufspreise der drei- bis sechsjährigen Pferde lagen zwischen 8.750 und 25.000 Euro, zwei Pferde erhielten während der Auktion kein Gebot, ein Pferd wurde ins Ausland verkauft. Der Netto-Durchschnittspreis der Pferde betrug 16.167 Euro, der höchste bisher erreichte Durchschnittspreis einer Marbacher Gestütsauktion.

Zweitteuerstes Pferd war der sechsjährige, bereits turniererfahrene Cactus v. Central Park aus dem Landgestüt Redefin, das immer wieder Qualitätspferde in die Marbacher Auktionen schickt. Er wurde für 24.750 Euro in die Schweiz zugeschlagen.

Die Katalognummer 5 Dudley v. Durello, ein imposantes Bewegungspferd aus der Zucht und dem Besitz des Haupt- und Landgestüts Marbach, war den neuen Besitzern aus dem Großraum Stuttgart ein Höchstgebot von 24.000 Euro wert.

Der bewegungsstarke vierjährige Trakehner Flour/T., ein Sohn des Eliteanwärters Helium/T. aus der Zucht von Dirk Vester in Hennef und dem Besitz des Haupt- und Landgestüt Marbach, wurde in einen Aachener Ausbildungsstall verkauft.

Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Das Interesse war der guten Qualität der Pferde entsprechend hoch. Über den gesteigerten Durchschnittspreis freuen wir uns natürlich, insbesondere, weil er nicht durch einen besonders hohen Spitzenpreis zustande kommt, sondern alle Pferde solide, ihrem Wert entsprechende Preise erzielt haben und in gute, fördernde Hände gelangt sind. Wir danken allen Interessenten und Käufern für ihr Vertrauen und wünschen Freude und Erfolg mit ihren Pferden“. Ein großes Lob und Dankesworte richtete die Gestütsleiterin an die Mitarbeiterschaft des Gestüts: „Unsere Teams haben ganze Arbeit geleistet während der schwierigen Corona-Jahre. Schon im Stutenstall, auf den Aufzuchtstationen und später im Reitkommando legen unsere kompetenten und erfahrenen Gestüter den Grundstein für ein langes gesundes Pferdeleben und für sportliche Erfolge. Der im Vergleich zu vorhergehenden Jahren spätere Auktionstermin gibt unserem Team noch mehr Zeit für die das sorgfältige Gewöhnen der Pferde an das Reitergewicht, das Anreiten und für Pausen, die die Pferde in Gruppen auf den Hofkoppeln verbringen“.

Ergebnis der Marbacher Gestütsauktion 2022

Kat.Nr. Name des Pferdes Zuschlag (netto) Land
1 À Jour kein Gebot
2 Amykos kein Gebot
3 Cactus 24.750 € Schweiz
4 De’Fiori ausgefallen
5 Dudley 24.000 € Deutschland
6 Durio 10.500 € Deutschland
7 Fluor/T. 21.500 € Deutschland
8 Ginster/T. 25.000 € Deutschland
9 Gropius 14.750 € Deutschland
10 Itana 13.500 € Deutschland
11 Kamerun ausgefallen
12 Karibu 10.250 € Deutschland
13 Le Corbusier 8.750 € Deutschland
14 Novalis 13.500 € Deutschland
15 Pentagramm/T. 13.000 € Deutschland
16 Timber Lake/T. 14.500 € Deutschland
Gesamtumsatz 194.000 €
Durchschnittspreis 16.167 €

Auktionsstatistik der letzten drei Jahre (alle Preise netto)

Jahr 2022 2021 2020
Anzahl angebotene Pferde 16 16 21
Anzahl verkaufte Pferde 12 16 13
Durchschnittspreis 16.167 € 13.038 € 13.845 €
Minimum 8.750 € 8.300 € 6.000 €
Maximum 25.000 € 27.750 € 26.100 €
5.000 € – 9.999 € 1 5 6
10.000 € – 14.999 € 7 8 1
15.000 € – 19.999 €   2 3
20.000 € – 24.999 € 3 0 2
25.000 € – 29.999 € 1 1 1
ab 30.000 € 0 0 0
Gesamterlös 194.000 € 208.600 € 179.980 €

Ausführliche Informationen zum ältesten staatlichen Gestüt Deutschlands finden Sie auf der Internetseite: www.gestuet-marbach.de.