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Lyon: Isabell Werth gewinnt Weltcup-Kür – Frederic Wandres und Duke of Britain behaupten sich auf Platz drei

Lyon (fn-press). Nach Herning in Dänemark machte der Weltcup Dressur im Messezentrum der französischen Metropole Lyon Station. Diesmal griff auch… Artikel lesen

Martina Brueske
30.10.2021 2 min lesen
Germany’s Isabell Werth and Weihegold OLD salute the crowd after victory in today’s second leg of the FEI Dressage World Cup™ 2021:2022 Western European League in Lyon, France. (FEI:Christophe Taniere)

Lyon (fn-press). Nach Herning in Dänemark machte der Weltcup Dressur im Messezentrum der französischen Metropole Lyon Station. Diesmal griff auch Titelverteidigerin Isabell Werth (Rheinberg) ins Geschehen ein und führte die 16 Jahre alte Oldenburger Stute Weihegold OLD zum Sieg. Zweitbestes Paar waren Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) und der Hannoveraner Duke of Britain. Die beiden belegten Platz drei hinter der Dänin Nanna Skodborg Merrald mit der Oldenburger Stute Orthilia.

Dreimal in Folge (2017 bis 2019) konnte Isabell Werth in jüngerer Vergangenheit das Weltcup-Finale gewinnen. Jedes Mal war ihre Partnerin die Oldenburger Stute Weihegold (v. Don Schufro), die im vergangenen Monat bei der Europameisterschaft in Hagen a.T.W. ihrer Reiterin Mannschafts-Gold und zwei Silbermedaillen in der Einzelwertung gesichert hatte. Nun steuert die 52-jährige erfolgreichste Reiterin der Welt die vierte Auflage an. Punkte braucht sie als Titelverteidigerin zwar nicht zu sammeln, aber auch Weihegold muss sich zumindest einmal bei einer Qualifikation sehen lassen, um beim Weltcup-Finale startberechtigt zu sein. Dieses findet im kommenden April in Leipzig statt.

Im Messezentrum von Lyon, wo Isabell Werth vor über sieben Jahren mit ihrem Wallach El Santo schon einmal das Weltcup-Finale bestritten hatte (damals Platz fünf), machte sie ihren Siegeshunger schon im Grand Prix deutlich. Dieser wird jetzt als Kurz Grand Prix statt in der langen Version geritten und bescherte dem Paar mit 78,421 Prozent das beste Ergebnis des Tages. In der Kür patzte Weihegold bei den fliegenden Wechseln. Isabell Werth sagte: „Ich bin stets kritisch mit mir und muss sagen, dass das Management wohl nicht gestimmt hat. Ich muss den Grund für die Fehler analysieren und sie bis zum nächsten Weltcup in Stockholm abstellen.“ In Lyon reichten ihr 84,91 Prozent zum Sieg. Aber das Ergebnis lässt noch optimieren, denn Weihegold ist gut genug für hohe 80er-Noten und hat auch schon mehrmals die magische 90-Prozent-Hürde geknackt.

Platz zwei sicherte sich die Dänin Nanna Skodborg Merrald. Die Bereiterin des dänischen Gestüts Blue Hors und die ebenfalls 16 Jahre alte Oldenburger Stute Atterupgaards Orthilia (v. Gribaldi) wurde von der Richtergruppe mit 83,695 Prozent bewertet. Das drittbeste Ergebnis schaffte Frederic Wandres, Chefausbilder auf dem Hof Kasselmann in Hagen. Er erzielte im Sattel des Hannoveraners Duke of Britain (v. Dimaggio) 81,135 Prozent. Aus Deutschland war ferner Carina Scholz (Glandorf) in Lyon vertreten. Mit ihrem Hannoveraner Tarantino v. Toronto nahm sie erstmals an einem Weltcup-Turnier der Westeuropa-Liga teil und beendete es mit Platz sechs in der Kür (79,2 Prozent), ein neues internationales Bestergebnis für das Paar.   hen