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Luhmühlen: Dibowski übernimmt Führung im CCI4* Vier-Sterne-Debütantin Julia Krajewski auf Platz fünf

Luhmühlen (fn-press). Die internationale Vier-Sterne-Vielseitigkeit in Luhmühlen bleibt weiter in deutscher Hand. Die neuen Führenden nach dem Geländeritt heißen Andreas… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
18.06.2016 2 min lesen

Luhmühlen (fn-press). Die internationale Vier-Sterne-Vielseitigkeit in Luhmühlen bleibt weiter in deutscher Hand. Die neuen Führenden nach dem Geländeritt heißen Andreas Dibowski und It’s Me xx.

„Ich bin super happy mit dem Ergebnis. Damit hätte keiner aus unserem Team gerechnet –ich am wenigsten“, sagte Dibowski. Allerdings habe der Vollblüter bereits die gesamte Saison, mit Ausnahme von Wiesbaden, konstante gute Leistungen gezeigt, so der Döhlener weiter. In Luhmühlen sei nun die „beste Dressur, die er präsentieren kann“ hinzu gekommen. Die Geländeprüfung beendete das Paar ohne Fehler und nur eine Sekunde über der erlaubten Zeit. „Die Bedingungen waren ideal, der Boden perfekt, der Kurs sehr fair gebaut, mit klaren Linien und Aufgaben. Es gab nur einen kribbeligen Moment am zweiten Wasser, durch den sich It’s me aber nicht hat irritieren lassen“, sagte „Dibo“ und ergänzte: “Er ist ein kleines Pferd mit großem Kämpferherz.“

Lobende Worte fand Dibowski auch für den scheidenden Parcourschef Captain Mark Phillips, der nach zwölf Jahren und 13 Prüfungen in diesem Jahr seine letzten Kurse in der Heide gebaut hat. „Er hat hier das richtige Händchen bewiesen. Für das Starterfeld, das im Olympiajahr eher aus der zweiten Garde und jüngeren Pferden und Reitern besteht, war es genau das richtige Niveau.“ Das beweist auch der Blick in die Statistik. So gab es im CCI4* keinen einzigen Sturz und nur zwei der 28 Paare kamen nicht ins Ziel, sondern gaben nach Verweigerungen auf.

Zu den Vier-Sterne-Debütanten im CCI4* zählte auch Perspektivgruppenmitglied Julia Krajewski (Warendorf) mit dem erst zehnjährigen Samourai du Thot. Das Paar hatte die Dressur angeführt, war aber auf der Strecke etwas zu langsam. „Ich war schon aufgeregt, aber das hat sich sofort gelegt, als ich losgeritten bin“, gestand die 27-jährige Diplom-Trainerin aus Warendorf. Im Mittelteil der Strecke verlor sie allerdings etwas Zeit, die sie bis zum Schluss nicht mehr einholen konnte. „Das wichtigste war mir, dass mein Pferd die Prüfung mit einer guten Erfahrung beendet“, sagte sie. „Ich bin total stolz auf ihn. Er hätte es nicht besser machen können.“ Zehn Strafpunkte bedeuteten für Krajewski einen Zwischenstand von 49,0 Minuspunkten und damit Platz fünf hinter Andreas Dibowski mit 43,8 Minuspunkten, dem Franzosen Maxime Livio mit Qalao des Mers (44,9), dem ehemaligen Luhmühlen-Sieger Tim Price (Neuseeland) mit Ringwood Sky Boy (46,2) und dem Briten Oliver Townend mit Black Tie (47,6).

Großes Pech hatte der erst 23-jährige Claas Hermann Romeike (Nübbel), der in Luhmühlen sein drittes CCI4* bestritt. Nach einer souveränen Runde kamen er und sein Pferd kurz vor Schluss, nach dem Einsprung ins letzte Wasser (Hindernis 28), etwas aus dem Rhythmus. Die Folge waren ein Vorbeiläufer und damit zusätzliche 20 Strafpunkte zu diversen Zeitfehlern. Mit 79,20 Minuspunkten fiel das Paar, das auf Platz acht begonnen hatte, auf den 20. Rang zurück. Romeike musste damit auch einem weiteren Schleswig-Holsteiner den Vortritt lassen: Kai Rüder aus Blieschendorf auf Fehmarn drehte mit Colani Sunrise eine schnelle Runde und verbesserte sich dadurch mit 55,1 Minuspunkten vom 17. auf den zwölften Platz.

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Quelle: fn-press