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Louisdor-Finale mit ‚V-Effekt’

Sonntag, 19. Dezember, etwa 16.20 Uhr – dann fallen die Würfel: Das letzte Reiter-Pferd-Paar im Finale des Louisdor-Preises erscheint auf… Artikel lesen

Martina Brueske
16.12.2021 3 min lesen
Sandra Nuxoll und Bonheur de la Vie gewannen das Louisdor-Finale 2020. Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Sonntag, 19. Dezember, etwa 16.20 Uhr – dann fallen die Würfel: Das letzte Reiter-Pferd-Paar im Finale des Louisdor-Preises erscheint auf dem Viereck. Das letzte von zwölf Paaren, die sich für das Finale qualifiziert haben, ausgetragen im Rahmen der zweiten Schafhof-Edition.

Eine einzige Reiterin hat es geschafft und sich für dieses handverlesene Finalisten-Feld von Deutschlands besten Grand Prix-Nachwuchspferden gleich zwei Finaltickets gesichert: Fabienne Müller-Lütkemeier mit ihren beiden zehnjährigen Vitalis-Nachkommen Valencia As und Valesco – der ‚V-Effekt‘. „Sie sind sich so ähnlich und doch auch wieder so unterschiedlich, aber beide einfach wunderbar!“, schwärmt die Mannschafts-Weltmeisterin von 2014. Mit Blick auf das Finale auf dem Schafhof erklärt sie schmunzelnd: „Meine beiden Vitalis-Kinder sind sehr gut drauf.“

Mit ihrer ‚Tänzerin‘ Valencia sei sie das letzte Mal Anfang Oktober in Ankum am Start gewesen und habe dort den Grand Prix mit über 74 Prozent gewonnen. Valesco hat sich das letzte Mal im September in Aachen zeigen dürfen und war dort siegreich in Grand Prix und Special. „Valesco bleibt seiner Linie treu und verblüfft mich immer wieder. Man kann ihn an zwei Fingern durch einen Grand Prix reiten und er ist voll dabei. Dann legt man die Zügel auf den Hals und er ist die Ruhe selbst, so dass ich sogar meinen kleinen Sohn auf ihn setzen kann.“
Vierjährig hatte Müller-Lütkemeier Valesco und auch die Vitalis-Tochter Valencia As auf derselben Auktion entdeckt, gekauft und dann selbst ausgebildet – sechs Jahre später steht sie mit beiden im Louisdor-Preis-Finale.

Der Sieg in diesem Finale kommt einem ‚Ritterschlag des Dressursports’ gleich. Der Beweis: 2007 wurde die Serie erstmals als Pilotprojekt durchgeführt. Von den bisher 14 Finalsiegern waren allein acht danach bei einem Championat im Einsatz, fünf davon bei Olympischen Spielen, wovon wiederum zwei mit olympischem Gold nach Hause kamen. Ein zusätzliches Beispiel: Das Finale 2017! Auch damals traten zwölf Pferde zum Finale an, heute sind von diesen Zwölf Vier im deutschen Olympiakader. Und ein letztes Beispiel aus dem vergangenen Jahr. Sandra Nuxoll und Bonheur de la Vie gewannen das Finale im Rahmen der ersten Schafhof-Edition, fünf Monate später siegte das Paar im Grand Prix Special von Redefin mit über 80 Prozent. Der Louisdor-Preis – Jahreshighlight und Startrampe für den großen Sport!

Dass zudem der Plan genau aufgeht, den Louisdor-Preis als logische Fortführung des NÜRNBERGER BURG-POKALs für die jungen Pferde auf dem Weg in den Grand Prix-Sport zu sehen, zeigt erneut der Blick auf die Finalisten in diesem Jahr: Sechs der zwölf Pferde waren nicht nur im BURG-POKAL am Start, sondern haben sich in dessen Finale bewiesen – darunter die Sieger des BURG-POKALs 2019 und 2020, Total Hope unter Isabell Freese und Destacado FRH unter Matthias Alexander Rath.

Seit 2012 treffen sich die Zukunftshoffnungen zu ihrem Finale in der Frankfurter Festhalle, ebenfalls seit 2012 wird diese besondere Serie von der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung ermöglicht. Das letzte Erfolgspferd von Klaus Rheinberger, ‚Louisdor‘, war es, dass dieser Serie den Namen geben durfte.

Die Einlaufprüfung für die Louisdor-Finalisten beginnt am Samstag um 12.00 Uhr, das Finale startet am Sonntag um 14.30 und wird wie in den Vorjahren von dem versierten Dressurrichter Dr. Dietrich Plewa kommentiert. Beide Prüfungen werden außerdem live bei ClipMyHorse.TV übertragen.

Die Finalisten im Louisdor-Preis 2021

  1. High Five unter Anabel Balkenhol
  2. Valencia As unter Fabienne Müller-Lütkemeier
  3. Total Hope unter Isabell Freese
  4. Hot Hit unter Frederic Wandres
  5. Valesco unter Fabienne Müller-Lütkemeier
  6. Filigrano Marone unter Thomas Wagner
  7. Destacado FRH unter Matthias A. Rath
  8. Sisters Act OLD unter Dorothee Schneider
  9. Mist of Titanium unter Emma Kanerva
  10. SilberStern unter Dr. Annabel Frenzen
  11. Florine unter Bianca Nowag
  12. Morricone unter Lena Waldmann

www.festhallenreitturnier-frankfurt.com