Aktuelles, Fahren

London: Mareike Harm Dritte in der Weltcup-Prüfung – Holsteiner Vierspännerfahrerin hat gute Aussichten auf einen Start im Finale

London/GBR (fn-press). Beim traditionellen Vorweihnachtsturnier in der Londoner Olympia Hall hat Mareike Harm (Negernbötel) in der Weltcup-Prüfung für die Vierspänner… Artikel lesen

Martina Brueske
21.12.2021 2 min lesen
FN Logo

London/GBR (fn-press). Beim traditionellen Vorweihnachtsturnier in der Londoner Olympia Hall hat Mareike Harm (Negernbötel) in der Weltcup-Prüfung für die Vierspänner einen hervorragenden dritten Platz belegt und damit wertvolle Punkte in der laufenden Wertung gesammelt.

Insgesamt sieben Gespanne waren im Umlauf angetreten, die besten drei fuhren in einem Stechen um den Sieg. Ohne Abwurf in nur 143,70 Sekunden bewältigte die 36-jährige Holsteinerin den Stechparcours und platzierte sich damit auf Platz drei hinter dem Niederländer Koos de Ronde (141,25 Sekunden, Platz zwei) und Sieger Boyd Exell. Der Weltmeister aus Australier setzte sich mit einer Zeit von nur 134,38 Sekunden souverän an die Spitze und fuhr damit seinen zweiten Sieg in London nach der Auftaktprüfung am Freitag ein. Harm hatte in dieser ersten Prüfung für die Vierspänner Platz sechs belegt.

Mit ihren Erfolgen bei den Weltcup-Turnieren in Stockholm und nun in London hat Mareike Harm beste Aussichten, noch genügend Punkte für das im April 2022 in Leipzig stattfindende Weltcup-Finale zu sammeln. Derzeit belegt die Führende der deutschen Vierspänner-Rangliste Platz vier in der laufenden Wertung. Für ihre Platzierung in London wurden Harm übrigens so viele Punkte wie für einen zweiten Platz angerechnet, da Titelverteidiger Boyd Exell mit einer Wild Card an den Start gegangenen war.

„Das war schon ein gewaltiger Aufwand, den wir für die Veranstaltung in London betreiben mussten“, erzählte Mareike Harm von ihrem Trip auf die Insel. „ Allein der ganze Papierkrieg ist enorm, den wir jetzt führen müssen, wenn wir nach England fahren wollen, weil das Land nicht mehr in der EU ist. Durch den Brexit ist alles viel teurer geworden. Dazu kommt die Spannung, ob an der Grenze auch mit dem Amtstierarzt alles im vorgeschriebenen zeitlichen Rahmen bleibt. Zudem mussten alle zwei PCR-Tests machen, bei der Ein- und bei der Ausreise, es war schon alles sehr intensiv“, berichtete sie weiter.

Nachdem einige wichtige Stationen der Weltcup-Serie, wie zum Beispiel Stuttgart und Maastricht, Corona bedingt ausgefallen sind und auch das immer zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindende Turnier in Mechelen bereits gecancelt wurde, haben die Vierspännerfahrer nun noch die Möglichkeit, im Februar in Bordeaux Weltcup-Punkte zu sammeln. Sicher in Leipzig dabei ist Titelverteidiger Boyd Exell, der schon acht Mal das Finale gewinnen konnte. FN/Christine zu Hartum