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Italiens Nationalhymne erklingt in Twenge – Pietro Grandis gewinnt die Meßmer-Trophy

Als seine Landeshymne gespielt wurde, sah man einen sehr glücklichen Mann, der die Hand auf sein Herz legte: Der Italiener… Artikel lesen

Martina Brueske
14.09.2021 3 min lesen
Pietro Grandis gewinnt die Meßmer-Trophy, überreicht vom Marc D. Münkel (Quelle: Sarah Hundt)

Als seine Landeshymne gespielt wurde, sah man einen sehr glücklichen Mann, der die Hand auf sein Herz legte: Der Italiener Pietro Grandis, der seit einigen Jahren Bereiter bei Michael Jung ist, gewann die CCI***-Prüfung „Meßmer-Trophy“ beim 37. Vielseitigkeitsturnier in Langenhagen-Twenge auf dem Pferd Fortune.

„Pietro ist für uns kein Unbekannter. Er reitet sehr gut, auch schon 4-Sterne, und hat bei Michael unheimlich viel gelernt“, kommentiert Bundestrainer Hans Melzer. Für Pietro Grandis, der 2019 schon einmal in Twenge war und auf jeden Fall wiederkommen will, „war es ein sehr gutes, perfekt organisiertes Turnier“ und auch noch aus einem anderen Grund ein glückliches Wochenende: „Ich bin mit meiner Mutter hier. Sie ist mein „No. 1 Supporter“ und hat hier Geburtstag gefeiert“, verrät er strahlend.

Auch der zweite Hauptgewinner des Tages sprach dankbar von seiner Mutter, denn ihr gehört sein Erfolgspferd. Linus Weiss gewann mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Wallach Astrello den Großen Preis der Stadt Langenhagen. Er stammt aus Ludwigsburg bei Stuttgart, war das erste Mal in Twenge und hat auch das erste Mal eine 3-Sterne-Vielseitigkeit geritten.

„2018 habe ich begonnen, ernsthaft zu reiten, auf Astrello, der vorher ein reines Freizeitpferd meiner Mutter war.“

Der große Pokal wurde Linus Weiss von Willi Minne überreicht, dem stellvertretenden Bürgermeister Langenhagens. Er sagte: „Ich freue mich, dass ich in diesem Jahr noch einmal in offizieller Funktion hier sein konnte, denn ich verabschiede mich jetzt aus der Kommunalpolitik. Aber privat werde dieses schöne und für unsere Region so wichtige Turnier immer wieder gern besuchen.“

Auch am Samstag wurden in Twenge bereits Preise vergeben, für die Prüfungen der CCI**. Es war eine Siegerehrung mit jeder Menge Olympia-Glanz. Gold-Reiterin Julia Krajewski war mit mehreren Pferden angetreten, siegte überzeugend in der ersten Abteilung, Preis der Firma Derby, und benötigte letztlich beide Hände, um die Schleifen für die Plätze 1, 2, 5 und 11 zu halten.

In der 2. Abteilung CCI**, Preis der Tierarzt24.de, gelangte Anna Lena Schaaf mit Lagona auf Platz 1.

Die glückliche Gewinnerin des Madeleine Winter-Schulze-Sonderpreises für den oder die jüngste Platzierte der CCI**-Prüfung ist die 17-Jährige Hedda Vogler aus Verden mit ihrem Pferd Niagara de Championette. Sie gewann eine hochwertige Paradedecke und einen Gutschein für ein Trainingswochenende beim designierten neuen Bundestrainer Vielseitigkeit Peter Thomsen.

Hedda Vogler stand gleich danach noch einmal auf dem Siegertreppchen und erhielt eine begehrte Schärpe. In Twenge wurden auch die Landesmeisterschaften ausgetragen, und sie siegte bei den Junioren. Platz 1 in der Wertung der Jungen Reiter ging an Libussa Lübbeke, vor Paula Reinstorf. Der Jubel am Tisch der Familie Reinstorf wurde noch größer, als Paula dann auch noch als neue Regionsmeisterin gekürt wurde.

Bei den Landesmeisterschaften der Reiter (CCI***) siegte Nadine Marzahl vor Andreas Dibowski und Nicolai Aldinger.

Die Siegerehrung der Landesmeisterschaften wurde von Frau Alexandra Duesmann, der neuen Präsidentin des Pferdesportverbands Hannover vorgenommen.

„Endlich wieder Publikum“, das war der freudige Kommentar zum erfolgreichen Turnier in Twenge 2021. Nicht nur die allgemeine Stimmung lebt von begeisterten und interessierten Zuschauern, sondern auch für die Reiter mag es ein zusätzlicher Ansporn sein, wenn ihnen viele Menschen zuschauen, sie anfeuern und applaudieren.

„Wir freuen uns, dass unser Turnier so gut verlaufen ist, mit hervorragendem Sport und erfreulicherweise wieder ohne Zwischenfälle. Wir haben mehrmals am Tag den Boden geprüft, vor allem im Gelände, und er hat bestens gehalten. Twenge hatte auch wieder Glück mit dem Wetter, und mit der behördlich angeordneten Zuschauerbeschränkung auf 1000 Besucher pro Tag hat es ziemlich genau gepasst“, kommentiert Veranstalter Marc Dennis Münkel das Turnier.

Abschließend dankte er ausdrücklich allen Helfern, Sponsoren und Unterstützern, ohne die so eine Veranstaltung nicht durchzuführen ist und lud alle herzlich ein, im nächsten Jahr wieder nach Twenge zu kommen.