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Hengste bieten Gesprächsstoff – Präsentation der Hengststation Maas J. Hell

(Klein-Offenseth) Die Neugier war groß, der Hengstlot in feiner Form und der Gesprächsstoff reichte weit über die Adventspräsentation der Hengststation… Artikel lesen

Martina Brueske
13.12.2021 3 min lesen
Der schwarzbraune Colcannon mit Philipp Schulze bei der Hengstpräsentation. (Foto: B. Schroeder)

(Klein-Offenseth) Die Neugier war groß, der Hengstlot in feiner Form und der Gesprächsstoff reichte weit über die Adventspräsentation der Hengststation Maas J. Hell hinaus. Als die Hengste schon wieder zufrieden ihre Boxen bezogen hatten, wurde in der großen Reithalle der Station noch lange und munter gefachsimpelt. Über den Neuzugang, den ersten Reservesieger der Holsteiner Körung Chavaros II von Charleston-Con Air ebenso wie über den dreijährigen Stakkadetto von Stakkato Gold-Acodetto oder den Cornet Obolensky-Sohn Colcannon aus einer Contender-Mutter.

Erstmals stellte Philipp Schulze (Elmshorn/ Ellerhoop) die Hengste der Station in Klein Offenseth vor und teilte sich diese Aufgabe mit Marie Baumgart und Rebekka Koehne. Auf den fünf Jahre alten Colcannon setzt Schulze viel Hoffnung und zeigte im Parcours auch für alle Besucher und Besucherinnen gut sichtbar, warum das so ist. Neben dem mit verschwenderisch viel Vermögen ausgestatteten schwarzbraunen Colcannon beeindruckten auch der mit seinen sechs Jahren sichtlich herangereifte Casselot von Cassoulet-Lancelot Quainton, der aufmerksam und engagiert springende Conditus von Casall-Contender und der Jungstar Central Park von Casall-Contender-Sandro. Der Hengst eröffnete unter Marie Baumgart die Hengstpräsentation mit der riesengroßen Holsteiner Fahne und stellte dann seine Qualität über den Hindernissen unter Beweis. Der in diesem Jahr erstmals international eingesetzte Quiwi Capitol von Quiwi Dream-Cero zeigte sich putzmunter mit Marie Baumgart im Sattel.

Ergänzt wurde die Präsentation der Hengste durch züchterische „Ausflüge“: Fritz Eissfeldt begründete sehr präzise seine Entscheidung für den Lavalatto-Sohn Lentini in Anpaarung mit seiner Stute Orfa von Acobat II. Das bescherte dem Züchter 2012 ein Fohlen, das später über die Holsteiner Verbands-Auktion veräußert wurde und inzwischen mit Falih Al Dulaimi erfolgreich auf 1,50 Meter-Niveau im internationalen Sport geht – Lacobat 2.

Dem Reservesieger Chavaros II galt das besondere Interesse des Publikums und des Zuchtexperten und Talentscouts Heinz Meyer (Verden). Der international bekannte Körkommissar erläuterte spontan die ausgesuchte Blutführung und den Leistungsstamm des demnächst drei Jahre alten Schimmelhengstes, der neben der Qualität im Freispringen bei der Körung auch über drei tadellose Grundgangarten verfügt. Züchter und Aufzüchter Reimer Detlef Hennings und Dieter „Fiete“ Mehrens hatten zudem die Mutter Venetia mit nach Klein Offenseth gebracht. Die 17-jährige Schimmelstute ist fünfmalige Hengstmutter und hat zudem bemerkenswerte Sportpferde hervorgebracht. Ein exzellentes Beispiel für die von Heinz Meyer anlässlich der Holsteiner Körung 2020 nachdrücklich unterstrichene Empfehlung, immer und ausschließlich mit den besten Stuten zu züchten. 

Qualität, Härte und ausgezeichnete Genetik –  dafür stehen auch Hengste der Station Maas J. Hell wie der 30 Jahre alte legendäre Calido I von Cantus-Coriander oder Acodetto I von Acorado I-Contender und der Canturo-Sohn Canstakko aus einer Stakkato-Mutter. Canstakko, der von Rebekka Koehne unter dem Sattel vorgestellt wurde, stellte erst vor wenigen Tagen die vierjährige, souveräne Siegerin des Hannoveraner Springpferde-Masters – Canela Fight aus einer Fighting Alpha-Mutter. Die Vielfalt im Hengstlot der Station repräsentieren zudem Hengste wie For Ever Jump von For Pleasure-Chambertin aus der Zucht von Kai Gerken und dem Besitz von Brigitte Zilling, der inzwischen 18 Jahre alte Clinton-Darco-Sohn C-Dante de Joter (Jorge Johannpeter) und der 17-jährige international springerfolgreiche Fantasio von Van Holland-Argentinus, der ein gutes Beispiel dafür lieferte, das gute Grundgangarten und Rittigkeit niemals aus der Mode kommen.

Die Vererber-Riege der Hengststation Maas J. Hell zeigt sich dem Publikum wieder im kommenden Jahr, dann bei der Präsentation am 6. Februar 2022.

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