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FEI verabschiedet sich 2022 von der Disziplin Reining

Warendorf (fn-press). Reining wird ab 2022 keine Disziplin mehr unter dem Dach der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) sein. Bereits in… Artikel lesen

Martina Brueske
04.02.2021 2 min lesen
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Warendorf (fn-press). Reining wird ab 2022 keine Disziplin mehr unter dem Dach der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) sein. Bereits in diesem Jahr wird es keine internationalen Turniere und kein FEI-Championat in der Reining mehr geben. Das hat auch Auswirkungen auf die Reining in Deutschland, die eine von acht Disziplinen unter dem Dach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist.

Zum Hintergrund: Die FEI und die NRHA USA (National Reining Horse Association), der größte Reining-Verband der Welt, waren sich immer wieder uneinig über Inhalte der Kooperation und die damit verbundenen Zuständigkeiten. Ende 2019 haben sie sich auf ein Abkommen geeinigt und sicherten damit die Zukunft dieser Disziplin unter dem Dach des Weltreiterverbandes. Dies hatte damals schon bis zuletzt auf der Kippe gestanden, da die FEI die formalen Regularien nicht mehr gegeben sah, um die Disziplin noch weiter zu betreuen. Dann gab es aber eine Einigung und die FEI-Generalversammlung beschloss mit großer Mehrheit, Reining als Disziplin zu halten. 2020 gab es dann weitere Unstimmigkeiten zwischen der FEI und der NRHA über die Inhalte des Abkommens. „Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass bei der in diesem Jahr anstehenden FEI-Generalversammlung im November der Ausschluss der Disziplin mit Wirkung zu 2022 beschlossen wird, weil es kein Abkommen mehr zwischen den beiden – also Weltverband FEI und quasi Weltverband NRHA – gibt“, erklärt Soenke Lauterbach, FN-Generalsekretär.

Der Beirat des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und der Vorstand Sport haben in ihren Sitzungen im Dezember über die Konsequenzen dieser Beschlüsse für den Fortbestand der Disziplin Reining im DOKR gesprochen. Die Folgen daraus sind, dass für den neuen Wahlzyklus 2021 bis 2025 kein Disziplinbeirat Reining berufen wird, keine Bundeskader aufgestellt werden und auch Nico Hörmann seinen Tätigkeitsbereich als Bundestrainer nicht mehr wahrnimmt. „Ich persönlich bedauere es sehr, dass wir diese Disziplin innerhalb des DOKR künftig nicht mehr betreuen werden. Die Reining, insbesondere der Jugendbereich hat sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von Nico Hörmann toll weiterentwickelt. Die Arbeit wurde mit vielen Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften belohnt. Der Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen 2018 in den USA – im Mutterland des Westernreitsports – war aus DOKR-Sicht ein historischer Erfolg. Umso trauriger ist es, dass wir diesen Weg nicht weitergehen werden, erklärt DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler. „Da das DOKR aber ausschließlich für die Betreuung von FEI-Disziplinen zuständig ist, müssen wir uns von der Reining trennen, mit all den bitteren Konsequenzen. Wir freuen uns aber, dass Nico Hörmann dem DOKR als Koordinator für Distanzreiten und Para-Equestrian weiterhin erhalten bleibt.“

Betroffen von diesen Beschlüssen ist nur der Spitzensport. Für die Reiner in Deutschland bedeutet das, dass sie durch ihre verschiedenen Westernreitverbände weiterhin betreut sind und es auch weiter Reining-Turniere geben wird. Über den Fortbestand der Deutschen Meisterschaften Reining, die die FN in Zusammenarbeit mit den Westernreitverbänden veranstaltet hat, ist noch nicht entschieden. evb

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