Fahren

WM Zweispänner: Platz drei für Lars Schwitte in der Dressur

Platz vier für Sandro Koalick, Platz fünf für Anna Sandmann Drebkau (fn-press). Bei ihren Weltmeisterschaften im eigenen Land liegen die… Artikel lesen

Marike Weber
14.09.2019 3 min lesen
Symbolbild © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Platz vier für Sandro Koalick, Platz fünf für Anna Sandmann

Drebkau (fn-press). Bei ihren Weltmeisterschaften im eigenen Land liegen die deutschen Zweispänner nach der Dressur – der ersten von drei Teilprüfungen – auf Silberkurs. Die beiden Mannschaftsfahrer Lars Schwitte (Stadtlohn) und Lokalmatador Sandro Koalick haben am zweiten Dressur-Tag gute Vorstellungen gezeigt und belegen die Plätze drei und vier. Dicht gefolgt von Einzelfahrerin Anna Sandmann auf Rang fünf und Sebastian Warneck auf Rang sieben.

„Wir haben die besten beiden Dressurergebnis fürs Team, das ist schon mal sehr gut gelaufen“, freute sich Cheftrainer Karl-Heinz Geiger. „Mit Platz zwei haben wir jetzt eine gute Ausgangsposition.“ Es führen die Titelverteidiger aus Ungarn, die mit dem amtierenden Einzel-Weltmeister der Zweispänner, dem 22-jährigen Martin Hölle, auch den Dressur-Sieger stellten. „Die Ungarn haben einfach ein sehr starkes Team mit drei starken Fahrern, die in allen drei Disziplinen gut sind“, erklärte Geiger.

Gut vorgelegt für die deutsche Mannschaft hatte am Morgen schon Lars Schwitte aus Stadtlohn. Er freute sich sehr und besonders darüber, dass seine Pferde im Schritt nicht angezackelt sind. „Ich war beim zweiten Schritt sehr angespannt, weil es auf die wehenden Fahnen zuging, aber es ist alles gut gegangen“, erklärte er nachher. „Das ist die große Stärke dieses Gespanns, dass die Pferde sehr cool sind und auch in dieser Atmosphäre Schritt gehen können“, so die Einschätzung vom Bundestrainer.
Mit 42,85 Punkten belegte Lars Schwitte Platz drei in der Zwischenwertung. Direkt dahinter mit 43,25 Punkten liegt sein Team-Kollege Sandro Koalick, der bei der WM auf seiner Heim-Anlage fährt und zugleich Teilnehmer und Veranstalter ist. Als er in das Viereck einfuhr, wurde er vom Publikum schon mit Beifall begrüßt. „Wenn man hier Zuhause fährt, hat man doch etwas mehr Druck und merkt die Anspannung schon“, gab er zu. Beim Halten zum Grüßen verlor er direkt ein paar Punkte, da seine Pferde Fasco und Hertog Jan unruhig wurden, und auch im ersten Schritt „zackelten“ die Pferde an, da ging es direkt auf die Leinwand zu. „Der Schritt war schade, aber insgesamt war das alles sehr gleichmäßig mit viel Harmonie, guter Stellung und Biegung“, so das Fazit von Bundestrainer Geiger. Dritter Mannschaftsfahrer fürs deutsche Team ist Arndt Lörcher (Wolfenbüttel), der schon am ersten Dressurtag an der Reihe war. Er ist Gelände-Spezialist und lieferte mit 58,30 Punkten das Streichergebnis in der Dressur.

Platz fünf für Anna Sandmann in der Dressur
Am zweiten Dressurtag startete außerdem noch Einzelfahrerin Anna Sandmann aus Lähden im Emsland. Die 23-jährige, die vor vier Wochen noch Team-Gold mit dem deutschen Team bei der Europameisterschaft der Vierspänner in Donaueschingen gewonnen hat, zeigte mit Fredie U und Bo-Liberator, ihren beiden Vorderpferden aus ihrem Vierspänner, eine fehlerfreie Vorstellung und strahlte als sie aus den Viereck rausfuhr. „Das war eine tolle Dressur, der Schritt war gut, das war früher oft der Knackpunkt, sie hat korrekte Huflschlagfiguren gefahren und tolle Übergänge gezeigt“, fasste Bundestrainer Geiger. Mit 44,78 Punkten belegt sie Platz fünf im 82-köpfigen Starterfeld. Die anderen deutschen Einzelfahrer, die schon am Vortag gestartet sind, belegen am Ende der Dressurprüfung folgende Plätze: Sebastian Warneck kommt auf Rang acht, Stefan Schottmüller auf 13, Torsten Koalick auf 31, Marco Freund auf 41, Jörg Zwiers auf 44.

Der deutliche Sieg ging mit 32,39 Punkten an den Ungarn Martin Hölle, Platz zwei belegte überraschend Tor van den Berge aus Australien, der auch ein erfolgreicher Grand-Prix-Dressurreiter ist, mit 37,46 Punkten. Insgesamt sind Gespanne aus 24 Nationen in Drebkau am Start, 16 davon stellen eine Mannschaft. Die Mannschaft aus Ungarn führt vor den Mannschaften aus Deutschland und den Niederlanden auf Platz drei.

 

Quelle:FN

Marike Weber

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ (Albert Einstein)