Ranglisten Fahren 2017: Christoph Sandmann an der Spitze

von Stina Berghaus
03. Januar 2018
03.01.2018
ca. 3 Minuten

Warendorf (fn-press). Christoph Sandmann hat nach 2015 wieder die Spitze der nationalen Rangliste der Vierspännerfahrer erobert. Der beste deutsche Vierspännerfahrer der EM, der neben Team-Silber auch die Einzel-Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Göteborg gewonnen hat, führt auch die nationale Rangliste an. Auch in den anderen Anspannungsarten gibt es einige Veränderungen.

Hinter Christoph Sandmann liegt auf Platz zwei der Vierspänner-Rangliste sein EM-Teamkollege Georg von Stein aus Modautal in Hessen. Ebenfalls zum erfolgreichen Silber-Team in Göteborg gehörte auch Mareike Harm, die hinter Sandmann und von Stein Platz drei der Rangliste belegt. Die 32-Jährige aus Negernbötel in Schleswig-Holstein hat sich damit um zwei Plätze verbessert. Platz vier – wie auch im Vorjahr – geht an Rainer Duen aus Minden. 2016 noch an der Spitze, in diesem Jahr auf Platz fünf, liegt Michael Brauchle aus Lauchheim-Hülen.

Zweispänner: Lars Schwitte erstmals vorne
Bei den Zweispännern führt Lars Schwitte (Stadtlohn) erstmals die Rangliste an. Den zweiten Platz teilen sich gleich drei Zweispännerfahrer: Arndt Lörcher (Wolfenbüttel), Anna Sandmann (Lähden) und Sebastian Warneck (Rangsdorf). Warneck hat gemeinsam mit Schwitte und Dennis Schneiders (Petershagen), der Platz sieben der Rangliste belegt, in diesem Jahr bei der WM der Zweispänner in Lipica Team-Silber gewonnen. Außerdem hat Sebastian Warneck auch noch Einzel-Silber geholt. Platz fünf geht mit Stefan Schottmüller (Kraichtal) an einen weiteren WM-Teilnehmer, der im vergangenen Jahr an der Spitze der nationalen Rangliste stand. Platz sechs belegt Sandro Koalick (Drebkau), der im Jahr zuvor Platz vier belegt hat. In die Top-Ten gefahren hat sich nach mehreren Jahren jetzt wieder die Weltmeisterin von 2011, die 29-jährige Carola Slater-Diener aus Hermsdorf.

Einspänner: Jens Chladek übernimmt Führung von Dieter Lauterbach
Einspännerfahrer Dieter Lauterbach hat sich 2016 nicht nur die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften gesichert, sondern hatte in dem Jahr auch die Spitze an der nationalen Rangliste übernommen. Diese Führung gibt er 2017 an Jens Chladek aus Viernheim ab, der mit Cheyenn schon 2016 Platz zwei hinter Lauterbach belegt hatte. Lauterbach belegt aktuell Platz drei. Von Platz fünf auf Platz zwei hat sich auch noch Marlen Fallak (Bad Langensalza) mit ihrer Stute Tessa FST an Lauterbach vorbeigeschoben. Gemeinsam haben diese drei Fahrer 2016 die Mannschafts-Goldmedaille bei der WM der Einspänner gewonnen und auch 2017 bilden sie wieder das Spitzen-Trio. Von Platz elf im Vorjahr auf Platz vier der Rangliste hat es der Weltmeister von 2012 Christoph Dieker geschafft. Mit Bobby rangiert Dieker vor Philipp Faißt mit Ann in Time und Anika Geiger mit Annabelle auf den Plätzen fünf und sechs.

Rangliste der Ponyfahrer: Steffen Brauchle wieder an der Spitze der Pony-Vierspänner
In der Rangliste der Pony-Vierspänner hat sich Mannschafts-Weltmeister Steffen Brauchle (Lauchheim) seine Spitzenposition zurückgeholt. Die Führung hatte er 2016 an Jacqueline Walter (Petershagen) abgegeben, die sich nun auf Platz vier wiederfindet. Hinter Brauchle auf Rang zwei befindet sich sein WM-Team-Kollege und Einzel-Weltmeister der Pony-Vierspänner Michael Bügener (Gronau). Platz drei geht an Dieter Höfs (Weil der Stadt), der sich von Platz sechs weiter nach vorne geschoben hat.

An der Spitze der Pony-Zweispänner gibt es keine Veränderung: Wie im Vorjahr belegt hier Max Berlage (Schüttorf) den ersten Platz. Um einen Platz verbessert – von drei auf zwei – hat sich Dieter Baackmann aus Emsdetten. Platz drei geht an den amtierenden Vize-Weltmeister Jan-Felix Pfeffer, der sich von Platz acht nach oben gearbeitet hat.

In der Rangliste der Pony-Einspänner hat es einige Veränderungen gegeben. Neu an der Spitze steht Fabian Gänshirt (Lahr). Er holte 2017 mit Pony David und der deutschen Mannschaft Gold bei der Pony-WM in Minden. Ebenfalls zum erfolgreichen WM-Team in Minden gehörte auch Katja Helpertz (Monheim) mit Nordsterns Störtebecker. Sie belegt gemeinsam mit der Einzel-Weltmeisterin Marlena Brenner (Schüttorf) und Leonardo Platz zwei der nationalen Rangliste. Marlena Brenner hat sich von Platz acht, Katja Helpertz von Platz vier auf den zweiten Platz geschoben. Katja Helpertz belegt außerdem mit ihrem Nachwuchspony Chip Chap Coconut den vierten Platz. Diesen Platz teilt sie sich mit Niels Grundmann (Fredenbeck), der mit Tadeus von Platz zwei auf vier gerutscht ist.

Für die Ranglisten der Disziplin Fahren gibt es je nach Anspannungsart eine spezielle Punktevergabe. Es zählen alle bundesweit offenen S-Turniere und CAI. In Anlehnung an § 802.3 LPO werden für den Fahrer Punkte vergeben. Grundlage der Berechnung ist seit 2015 die Starterzahl der jeweiligen Kombinierten Prüfung. Es werden folgende Punkte je Prüfung vergeben: 1. Platz = Starterzahl + 1, 2. Platz = Starterzahl – 1, 3. Platz = Starterzahl – 2 usw.. Für ein CAI3* und höher, eine EM oder WM gibt es unabhängig von der Starterzahl 35 Punkte, für ein CAI2* und nationale Prüfungen gibt es immer 25 Punkte. „Ab 2018 wollen wir die Berechnung leicht verändern, damit die Ranglisten noch aussagekräftiger werden“, erklärt Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.

Die aktuellen Ranglisten und die Ranglisten der vergangenen Jahre sind unter www.pferd-aktuell.de/fahren/ranglisten-fahren verfügbar.

 

Quelle: fn-press

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