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FEI World Cup™ Driving: Der König musste zittern, Georg von Stein Zweiter

Boyd Exell wird disqualifiziert – legt Einspruch ein… und gewinnt den FEI World Cup Driving! Ein spektakulärer, nervenaufreibender Weltcup liegt… Artikel lesen

Larissa Lienig
10.12.2017 2 min lesen
Boyd Exell und sein Gespann im FEI World Cup Driving von Genf. Photo © www.sportfotos-lafrentz.de

Boyd Exell wird disqualifiziert – legt Einspruch ein… und gewinnt den FEI World Cup Driving!

Ein spektakulärer, nervenaufreibender Weltcup liegt hinter dem Publikum in Genf und den Teams der Vierspänner. Am Ende siegt der Favorite nach einer Zitterpartie.

Der Sonntagmorgen war den Vierspännerfahrern gewidmet, und das hörte man! Die Glocken der Fans aus Sembrancher zur Unterstützung ihres Helden, dem Schweizer Jérôme Voutaz, hallten in der ganzen Palexpo Halle wider. Schnell im ersten Umgang mit einer Zeit von 167’10, muss er jedoch zwei Fehler hinnehmen, die ihn praktisch um den Einzug ins Stechen bringen.

Nur die besten drei von sieben Teams dürfen in der zweiten Runde teilnehmen. Und der Deutsche Georg von Stein setzt die Messlatte sehr hoch, indem er in 164’13 “ einen fehlerfreien Kurs absolvierte. Ebenso Bram Chardon, der in 154’35 über die Ziellinie fährt, aber sich noch 10 Strafpunkte anrechnen lassen muss, was ihn auf den zweiten Platz verweist. Dann fährt die Welt Nr. 1, Boyd Exell, ein. Der Australier hat jedes Jahr am CHI Genf seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 2008 gewonnen. Wird er nach seinem Sieg letzte Woche in Stockholm auch hier seine Vorherrschaft demonstrieren? Allerdings überfährt der «König von Genf» einen Pylonen, kassiert eine Strafe von 15 Sekunden und wird abgeläutet, damit das Hindernis wiederaufgebaut werden kann. Im Palexpo herrscht Verwirrung. Wird der «König» im Stechen fehlen? Ja! Boyd Exell wird von der Jury ausgeschlossen. Beim erneuten Start scheint der Australier das Rennen nicht durch Tor Nummer 11 sondern vor dem Gate Nr. 12 wieder aufgenommen zu haben. Ein herber Schlag für das beste Team der Welt, aber eine gute Nachricht für die Crew aus dem Wallis, die in der Folge doch einen Platz im Stechen erhält.

Kein Vorbeikommen an Exell

Die Tribünen vibrieren, als Jérôme Voutaz sein gesamtes Können vorführt. Seine vier Freiberge erreichen das Ziel fehlerfrei. Der Teamleader ist überglücklich, und bittet das Publikum seinen unglaublichen Stuten zu applaudieren! Und dann kann Boyd Exell doch noch in der Barrage teilnehmen, weil er gegen seinen Ausschluss Protest eingelegt hatte und von der Jury Recht erhielt. Er beendet den Kurs in neuer Bestzeit von 152’16“ und übernimmt die Tabellenspitze! Bram Chardon muss sich nach einer 15′-Strafe mit 165’73“ un Platz drei zufriedengeben.

Das Stechen endet mit der Fahrt des deutschen Georg von Stein. Mit 157’66 “ sichert er sich den zweiten Platz in diesem FEI World Cup ™ Driving von Radio Télévision Suisse, hinter dem in Genf unbesiegten Boyd Excell. Als einziger in diesem spannenden Wettkampf bleibt der Deutsche ohne Fehler, kommt aber die grandios schnelle Zeit des australischen Kollegen nicht heran. Der Walliser Voutaz belegt schlussendlich den 4. Platz.

Pressemitteilung/ bearbeitet