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EM Vierspänner: Mareike Harm gewinnt die Dressurprüfung – Deutsche Vierspänner auf Rang zwei nach Dressur

Budapest/HUN (fn-press). Bei der Europameisterschaft der Vierspänner in Budapest hat Mareike Harm die Dressur gewonnen. Die 35-Jährige aus Negernbötel in… Artikel lesen

Martina Brueske
03.09.2021 2 min lesen
Mareike Harm © FEI:Richard Juilliart

Budapest/HUN (fn-press). Bei der Europameisterschaft der Vierspänner in Budapest hat Mareike Harm die Dressur gewonnen. Die 35-Jährige aus Negernbötel in Schleswig-Holstein zeigte eine tolle Vorstellung, die mit 40,65 Strafpunkten belohnt wurde. Das war das beste Ergebnis aller 43 Teilnehmer. Das deutsche Team liegt auf Rang zwei hinter den Niederländern, der Abstand ist aber laut Bundestrainer Karl-Heinz Geiger „machbar“.

Am zweiten Tag der Dressurprüfung mussten noch die beiden deutschen Teamfahrer Mareike Harm und Michael Brauchle (Aalen) ins Viereck. Mareike Harm war als vorletzte Starterin aller Teilnehmer an der Reihe und rollte das Feld sozusagen von hinten auf. „Sie ist top gefahren, die Pferde sind toll gelaufen, auch die Stangenpferde waren die ganze Zeit sehr sicher in der Anlehnung, gute Stellung und Biegung und insgesamt einfach ein sehr schönes Gesamtbild“, fasste Bundestrainer Karl-Heinz Geiger die Vorstellung von Mareike Harm zusammen.

Auch Brauchle, Marathon-Spezialist im deutschen Team, zeigte eine gute Runde und belegte am Ende mit 51,24 Strafpunkten Platz zehn. Für die Teamwertung zählt aber das etwas bessere Ergebnis von Mannschaftskollege Georg von Stein, der am Vortag mit 50,24 Strafpunkten bewertet worden war und damit am Ende Platz acht belegte. Platz zwei in der Dressurprüfung geht an den amtierenden Einzel-Europameister Bram Chardon aus den Niederlanden (43,18). Sein Vater Ijsbrand Chardon kam auf 43,78 Strafpunkte und gemeinsam mit Koos de Ronde (59,79) übernimmt das Team aus den Niederlanden nun die Führung mit 86,96 Punkten. Das deutsche Team mit Mareike Harm, Georg von Stein und Michi Brauchle liegt knapp dahinter mit 90,89 Punkte, es folgt Ungarn mit 98,35 Punkten. „Das sind vier Punkte Abstand, das ist noch machbar, nicht wie früher, als die Niederländer nach der Dressur meistens mit mehr als zehn Punkten Vorsprung davon zogen“, so Geiger.

Nach zwei Tagen Dressur steht am Samstag die Geländeprüfung auf dem Programm für die neun Mannschaften. „Der Marathon morgen wird schnell und ist sehr anspruchsvoll, aber das liegt unseren Fahrern“, erklärt Geiger. „Die Geländeprüfung ist unsere Stärke, denn wir haben mit Michi Brauchle und Georg von Stein zwei sehr starke Geländefahrer im Team. Wir hatten damit gerechnet, dass das Gelände schwierig wird und daher auch die Teamzusammensetzung so gewählt“, sagt er weiter.

Als Einzelfahrer für Deutschland waren in der Dressurprüfung außerdem noch Christoph Sandmann (Lähden) und Rene Poensgen (Eschweiler) am Start. Sandmann kam mit 55,50 Punkten auf Rang 13, Poensgen knapp dahinter auf Rang 14 (55,77). Anna Sandmann, die Tochter von Christoph Sandmann, hatte am Vortag schon ein gutes Ergebnis vorgelegt und nach Tag eins die Führung in der Dressur übernommen. Mit ihren 47,25 Punkten belegte sie am Ende der Prüfung nun Rang sechs.