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Dritter Großer Preis in Folge für Christian Ahlmann – John Whitaker wieder zweitplatziert bei Riesenbeck International

Der Große Preis von Riesenbeck geht an diesem Wochenende an Christian Ahlmann. Auf seinem zehn Jahre alten belgischen Hengst Mandato… Artikel lesen

Martina Brueske
13.02.2022 2 min lesen
Zwei, die sich mögen- John Whitaker (li.) und Ludger Beerbaum Foto- RI

Der Große Preis von Riesenbeck geht an diesem Wochenende an Christian Ahlmann. Auf seinem zehn Jahre alten belgischen Hengst Mandato Van de Neerheide ließ er als letzter Starter im Stechen die Konkurrenz mal wieder hinter sich (0/43.13). Der Springreiter aus Marl hat an den vergangenen drei Wochenenden drei Mal den Großen Preis gewonnen – jedes Mal mit einem anderen Pferd. Chapeau dafür!

John Whitaker, der an den beiden Wochenenden in Riesenbeck jeweils Zweiter im Großen Preis wurde, war mehr als zufrieden: „Ich hatte zwei schöne Wochenenden hier. Das ist ein super Turnier, die Bedingungen sind fantastisch und die Arena ist wunderschön. Ich bin glücklich darüber, wie meine Pferde sprangen.“ Der Brite ritt im Großen Preis wieder den im Besitz seiner Frau stehenden 14 Jahre alten Wallach Unick Du Francport (0/44.29). Platz drei belegte der Niederländer Gerco Schröder auf Glock´s Lausejunge (0/46.64).

Zwölf der 56 startenden Paare hatten sich für den von Peter Schumacher gestalteten Stechparcours qualifiziert, darunter fünf Starter aus Schweden, drei deutsche Reiter, zwei Holländer, ein Ire – und ein Reiter aus Großbritannien.

Das Teilnehmerfeld, das am Wochenende beim CSI**  Riesenbeck zu Gast war, hätte jedem 5-Sterne-Event alle Ehre gemacht: Der Weltranglisten-Erste Peder Fredricson (Schweden), die Nummer  sieben der Longines Weltrangliste, Marlon Modolo Zanotelli (Brasilien), die Olympia-Medaillengewinner Gerco Schröder (Niederlande) und Rolf-Göran Bengtsson (Schweden), und natürlich die deutschen Spitzenreiter Christian Ahlmann, Marcus Ehning, Marco Kutscher, Christian Kukuk, Felix Haßmann, Katrin Eckermann waren am Start. Hausherr Ludger Beerbaum hatte seine Freude daran, ein solches illustres Kollegenfeld zu begrüßen. Offensichtlich war der Turniertermin gut gewählt – einige der Reiter nutzten das Turnier als Vorbereitung für die Veranstaltung in Doha in der kommenden Woche – und zudem schätzen die Reiter die Bedingungen in der Veranstaltungshalle und in den neuen, festen Stallungen.

Für Generationen von Springreitern gilt John Whitaker aus Großbritannien als Vorbild und lebende Legende. Seine ruhige Art zu reiten, das Gefühl für und die Symbiose mit dem Pferd faszinierte sowohl die Kollegen als auch hunderttausende von Zuschauern auf den Turnierplätzen dieser Welt.

Nicht nur im Sattel gewann der 66 Jahre alte Brite, Sohn eines Milchbauern aus Huddersfield, die Herzen des Publikums. Er ist auch bekannt für seine nette Art und den trockenen Humor. Beispiel gefällig? Nachdem er 1984 in Los Angeles mit dem braunen Wallach Ryan´s Son Olympia-Silber mit der Mannschaft gewann, und 1987 mit dem Schimmel Milton Einzel- und Mannschafts-Europameister geworden war, fragten Journalisten nach dem Unterschied der beiden Pferde. John Whitakers Antwort war kurz und prägnant: „The colour“.

Ludger Beerbaum und John Whitaker verbindet eine Jahrzehnte währende Freundschaft, die über die gemeinsame Turnierzeit gewachsen ist. John Whitaker: „Ich erinnere mich an unser erstes Treffen, als er in Dortmund als Junger Reiter am Start war. Seitdem sind wir gute Freunde.“ 1999 verfasste der Brite das Vorwort in Beerbaums Buch „Erfolg ist kein Zufall“. Damals lobte er schon: „Ludger arbeitet mit seinen Pferden, er kämpft nicht gegen sie.“

Alle Ergebnisse unter: https://results.riesenbeck-international.com/2022/riesenbeck-international_3/