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Dressurreiterin Margit Otto-Crépin verstorben

Hamburg (fn-press). Der Pferdesport trauert um die ehemalige Dressureuropameisterin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Margit Otto-Crépin. Die gebürtige Deutsche, die seit ihrer Heirat… Artikel lesen

Martina Brueske
20.04.2020 2 min lesen
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Hamburg (fn-press). Der Pferdesport trauert um die ehemalige Dressureuropameisterin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Margit Otto-Crépin. Die gebürtige Deutsche, die seit ihrer Heirat 1971 für Frankreich an den Start ging, ist jetzt in ihrer Wahlheimat Hamburg verstorben. Sie wurde 75 Jahr alt.

Geboren 1945 im Saarland, begann Margit Otto-Crepin in der Reitschule in Saarbrücken mit dem Reiten. Nach einem Schüleraustausch in den USA, zog sie nach Paris, um an der Universität Sorbonne das französische Sprachdiplom zu erwerben, wechselte dann aber in die Modebranche und lernte dabei ihren Ehemann, den Amateurspringreiter Daniel Crépin kennen. Durch ihn fand sie auch zurück zum Reitsport und feierte dem ehemaligen Vielseitigkeitspferd ihres Stiefsohnes Caprici die ersten Erfolge und nahm mit ihm 1984 an den Olympischen Spielen teil. Ihr Training fand sowohl in Frankreich als auch in Deutschland statt. Zu ihren deutschen Mentoren zählten dabei unter anderem Herbert Rehbein, Udo Lange und Uwe Schulten-Baumer, später kamen Fritz Tempelmann und dessen Schüler Norbert van Laak hinzu.

Der Durchbruch an die internationale Spitze gelang Margit Otto-Crépin dann mit dem Kauf von Corlandus, einem stattlichen, 1,80 Meter großen Holsteiner Wallach von Cor de la Bryère im Jahr 1981, dem sie auch ihre bis zuletzt besondere Beziehung zu Holstein und dem Verband in Elmshorn verdankte. Unter anderem gewann sie in seinem Sattel zwei Mal beim CHIO Aachen (1987, 1989), wurde 1987 Europameisterschaften in Goodwood, gewann 1988 die Silbermedaille bei den Olympischen Spiele in Seoul hinter Nicole Uphoff und Rembrandt und sicherte sich 1989 den Weltcup-Sieg.

Parallel zur Ihrer aktiven Reiterei unterstützte Margit Otto-Crépin zwölf Jahre lang den International Dressage Riders Club (IDRC) als Präsidentin, war zwischen 1989 und 2011 dreimal Mitglied des im FEI Dressurausschuss sowie Mitglied in anderen FEI-Gremien. Das Cadre Noir hat die erfolgreichste Dressurreiterin Frankreichs für ihre besonderen Verdienste zum „Écuyer d’Honneur“ ernannt.

Auch wenn sie ihren Hauptwohnsitz weiterhin in Paris hatte, lebte Margit Otto-Crépin seit 2005 in Hamburg, ihre Pferde waren jahrelang beim Holsteiner Verband in Elmshorn untergebracht. Bis zu ihrem Tod hielt Margit Otto-Crepin Pferde, war unter anderem Besitzerin von Luciana Diniz Springpferd Balthazar de Fougnard von Luciana Diniz „Sie war eine große Freunde der Holsteiner und für uns immer eine wichtige Ratgeberin“, sagte Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), den seit den 80er Jahren eine gute Freundschaft mit Margit Otto-Crépin verband. Hb

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