Wiesbadener Pfingstturnier ist EM-Sichtungstermin

von Laura Starck
09. Mai 2018
09.05.2018
ca. 2 Minuten

Der Reitsport-Nachwuchs kommt ganz groß raus beim Wiesbadener Pfingstturnier. Für die “Kleinen” geht es schließlich um nichts Geringeres als die Sichtung für die Europameisterschaften. Hans-Heinrich Meyer zu Strohen ist Bundestrainer für Deutschlands beste Dressur-Nachwuchsreiter, auch für die U14-Altersklasse.  Zum ersten Mal schickt Deutschland in diesem Jahr ein Children-Dressur-Team zu den Europameisterschaften. Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier ist erste Euro-Sichtung. Für Trainer Meyer zu Strohen und seine Schützlinge ist das Event in Wiesbaden daher von besonders großer Bedeutung. Hier ein Interview mit dem Bundestrainer:

Am vergangenen Wochenende war der Sichtungslehrgang für die U14-Reiter. Jetzt stehen die Kandidaten für die erste EM-Sichtung in Wiesbaden fest?

Meyer zu Strohen: Ja, genau so ist es. Wir hatten 32 Teilnehmer beim Lehrgang, die von den Landesverbänden geschickt worden sind. 15 Kandidaten haben wir nach diesem Lehrgang eine Startgenehmigung für Wiesbaden erteilt. Wir haben diesen Lehrgang das dritte Mal durchgeführt, das erste Mal mit der Zielsetzung Europameisterschaft, aber ich kann sagen: Die Qualität in dieser Altersklasse hat sich gesteigert.

Wie genau ist der Weg ins EM-Team?

Meyer zu Strohen: Es geht in Wiesbaden los mit dem ersten internationalen Start, der ersten Euro-Sichtung, dann kommt direkt eine Woche später der Preis der Besten in Warendorf. Nach dem Preis der Besten nominieren wir die Longlist mit acht Reiter-Pferd-Paaren für die EM. Letzte Station sind die Future Champions in Hagen Mitte Juni, danach werden wir festsetzen, wer im Team reitet. Die Euro selbst findet dann vom 10. bis 15. Juli im französischen Fontainebleau statt.

Wiesbaden ist für Sie besonders geeignet als Euro-Sichtung – wieso?

Meyer zu Strohen: Das ist für uns alle noch einmal ein sehr großer Schritt. Die Kinder haben ja noch nie so ein Turnier besucht, die Pferde auch nicht. Die ganze Atmosphäre und Stimmung in Wiesbaden bedeutet für Kinder und Pferde eine hohe Anspannung, das wird für sie eine spektakuläre Herausforderung und entspricht damit ungefähr dem Niveau einer Europameisterschaft. Das ist schon ein ganz schöner Brocken für alle Beteiligten und wir sind sehr gespannt auf die Tage im Schlosspark.

Deutschland wird das erste Mal bei einer U14-Europameisterschaft dabei sein. Ist unter diesen Umständen das Motto: Dabeisein und ‘reinschnuppern?

Meyer zu Strohen: Nein, nein, wir wollen nicht nur ‘reinschnuppern’. Mit meinen Kollegen Oliver Oelrich und Caroline Roost habe ich die Pferde und das Qualitätsniveau der anderen Länder beobachtet. Wir haben durchaus den Anspruch, bei der Europameisterschaft klar aufzutreten und erfolgreich an den Start zu gehen.

Quelle: Pressemitteilung

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