Dressur

Rotterdam: Platz drei im Nationenpreis für deutsches Dressur-Team

Anna-Louisa Fuchs und Rodrigos gewinnen U25-Grand-Prix Rotterdam (fn-press). Das deutsche Dressur-Team mit Anabel Balkenhol (Rosendahl), Hartwig Burfeind (Hamburg) und Jan… Artikel lesen

Larissa Lienig
26.06.2017 3 min lesen

Anna-Louisa Fuchs und Rodrigos gewinnen U25-Grand-Prix

Rotterdam (fn-press). Das deutsche Dressur-Team mit Anabel Balkenhol (Rosendahl), Hartwig Burfeind (Hamburg) und Jan Dirk Gießelmann (Barver) hat den Nationenpreis in Rotterdam (NED) auf Platz drei abgeschlossen. Den Sieg sicherte sich die Equipe aus den USA vor Schweden. In der internationalen U25-Tour startete Anna-Louisa Fuchs (Hirschberg) mit Rodrigos E.H.. Die beiden triumphierte im Grand Prix und wurden Vierte in der Kür.

Für das Teamresultat zählten beim Rotterdamer Nationenpreis diesmal die drei Einzel-Ergebnisse aus dem Grand Prix, die beiden besten Ergebnisse aus dem Grand Prix Special und das beste Ergebnis aus der Grand Prix Kür. Ursprünglich waren auch Bernadette Brune (Westerstede) und Spirit of the age OLD nach Rotterdam gereist. Doch der Oldenburger Hengst zeigte sich am Donnerstag etwas matt. Um kein Risiko einzugehen verzichtete Brune auf einen Start. Für sie und den Hengst steht als nächstes die Vier-Sterne-Tour in Aachen auf dem Programm.

Den Auftakt in Rotterdam machte der Grand Prix am Donnerstag, in dem alle drei deutschen Teamreiter an den Start gingen. Das beste Ergebnis lieferten dort aus deutscher Sicht Anabel Balkenhol und der inzwischen 17-jährige Hannoveraner Dablino FRH (von De Niro – Wanderbursch). Sie erreichten 70.460 Prozent und damit Rang elf – und das, obwohl ihnen das Wetter in die Quere kam. Mitten in der Linkstraversale wehte der Wind die Begrenzung des Dressurvierecks auf den Hufschlag, Dablino quasi vor die Hufe. „Sie wurden abgeklingelt und durften dann, nachdem die Begrenzung wieder aufgebaut worden war, mit der Linkstraversale noch einmal beginnen und den Grand Prix fortsetzen. Aber der Faden war natürlich gerissen, das war sehr schade“, berichtete Co-Bundestrainer Jonny Hilberath, der das Team betreute.

Im Grand Prix Special am Samstag belegten Balkenhol und Dablino dann Rang fünf mit 68.686 Prozent. Hartwig Burfeind (Hamburg) und seine erst neunjährige Hannoveranerin Fine Spirit (von Fidertanz – De Niro) wurden mit 68.470 Prozent Siebte. „Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen nicht unzufrieden, jedes Paar hatte seine Highlights, aber auch Fehler. Die Atmosphäre war doch sehr speziell im Stadion, sodass die Pferde viel geguckt haben und anfangs ein bisschen unter Spannung waren“, sagte Hilberath und ergänzte: „ Fine Spirit, ein noch sehr junges aber sehr vielversprechendes Pferd, konnte sich von Grand Prix zu Special gut steigern und hat sich insgesamt sehr gut präsentiert.“

Die Grand Prix Kür stand zum Abschluss am Samstagabend auf dem Programm. Für Deutschland traten Nationenpreis-Debütant Jan Dirk Gießelmann und sein 13-jähriger Hannoveraner Real Dancer (von Rubin Royal – De Niro) an. Sie belegten mit 70.575 Prozentpunkten Rang sieben. „Das war eigentlich eine schöne Kür mit Highlights in den Piaffen und Passagen. Leider war das Pferd anfangs noch etwas abgelenkt und es waren ein paar technische Fehler drin“, so Hilberath. Insgesamt erreichte die deutsche Equipe 414.031 Punkte und rangierte damit im Gesamtergebnis hinter den USA (446.442 Punkte) und Schweden (427.035 Punkte).

Einen Sieg durfte die deutsche Delegation in Rotterdam aber auch feiern: Die 22-jährige Baden-Württembergerin Anna-Louisa Fuchs startete mit ihrem Wallach Rodrigos E.H. in der internationalen U25-Tour. Die beiden gewannen auf Anhieb den Grand Prix mit 70.093 Prozent und wurden Vierte in der Kür (71.390 Prozent). Erst seit März 2016 reitet Fuchs den 15-jährigen Royal-Diamond-Sohn. Im Herbst erlitt der Wallach eine schwere Kolik, wurde operiert und erholte sich wieder überraschend schnell. Im Februar qualifizierten sich die beiden dann beim Auswahllehrgang in Warendorf für die Nachwuchs-Grand-Prix-Serie Piaff-Förderpreis. „Die beiden waren eigentlich unter der Devise ‚Erfahrung sammeln‘ nach Rotterdam gereist und gewinnen dann mal eben den Grand Prix in einem richtig starken Starterfeld. Das war schon rührend, wenn man bedenkt, welche schwere Zeit das Pferd hinter sich hat“, sagte Jonny Hilberath. jbc

Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2017/1322/html/en/longinestiming/index.html