Rekordstarterfeld in Achleiten

Von 6. bis 10. Juni 2018 findet auf Schloss Achleiten zum bereits 19. Mal das traditionell stark besetzte internationale Dressur-Turnier mit vier Sternen statt. Diesmal ist im und rund um das Schlossgarten-Viereck besonders viel los. Ein Rekordstarterfeld von 117 Pferden (2017 waren es 75) und 81 Reitern hat sich angesagt.

Deshalb wurde das Turnierprogramm mit 10 Touren und 22 Bewerben auf 5 Tage ausgeweitet: „Ich freue mich sehr über den großen Zuspruch, den unser internationales Turnier hat. Nicht nur über die Quantität des Starterfeldes, sondern auch über die Qualität. Wir dürfen uns in Achleiten wieder großen Sport und schöne Runden erwarten“, sagt Gastgeberin Sissy Max-Theurer, der in ihrer Funktion als Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) die Förderung der Jugend ein besonders großes Anliegen ist.

„Deshalb haben wir seit Jahren mit dem OEPS Talente Team ein gezieltes Förderprogramm entwickelt. Hier bei uns in den Touren für Junge Reiter, Junioren, Children und U25 wird sich ein großer Teil dieses sehr guten österreichischen Dressur-Nachwuchses präsentieren und auch Sichtungen für Nachwuchs-Championate absolvieren.“

Aber nicht nur für Österreichs Nachwuchs geht es in Achleiten um sehr viel. Die komplette heimische Dressur-Elite nutzt das Traditionsturnier, um sich auf dem Weg zu den Weltreiterspielen in Tryon (USA, 11. bis 23. September), zu präsentieren. Victoria Max-Theurer hat sich für ihr Heimturnier wieder in Steyr und München-Riem aufgewärmt und dabei mit ihren Sportpartnern bereits schöne Leistungen gezeigt. Die letzte Vorbereitungswoche absolvierte sie bei Isabell Werth in Deutschland, am Hof der weltbesten Dressurreiterin. Österreichs WM-Sechste (in Grand Prix, Special und Kür) von 2014, die im EM-Grand Prix 2015 in Aachen mit Blind Date Platz 10 geholt hatte, freut sich auf den Wettkampf daheim: „Es ist immer etwas ganz Besonderes sich zu Hause mit seinen Pferden präsentieren zu dürfen. Wir arbeiten täglich mit großer Freude daran und ich hoffe, dass sich meine Sportpartner hier frisch und top in Schuss zeigen.“

Fact-Box: Victoria Max-Theurer
Geboren: 24. Oktober 1985 in Linz;
Größte Erfolge:Olympische Spiele:Platz 13 London (GBR) 2012 (4 Olympia-Teilnahmen 2004, 2008, 2012, 2016); Weltreiterspiele:Platz 6 Grand Prix Special, Platz 6 Grand Prix Kür, Normandie (Frankreich) 2014; Europameisterschaften:Platz 5 Windsor (GBR) 2009, Platz 6 (Team), Platz 10 (Special), Platz 12 (Kür) Herning (DEN) 2013, Platz 10 (Grand Prix) Aachen (GER) 2015; außerdem: 6 x Bronze und 2 x Silber Junioren-EM; von 2003 bis 2015 13 x Österreichische Staatsmeisterin in Folge;
mehr im Web unter max-theurer.com

 

Vorläufiger Zeitplan

Mittwoch, 6. Juni
Training, ab 9 Uhr
Veterinärkontrolle CDIJ, 10 bis 10.40 Uhr
N°9 FEI Junioren Teamaufgabe (CDIJ), 13 bis 17.20 Uhr

Donnerstag, 7. Juni
Training, 7 bis 9.30 Uhr
Veterinärkontrolle CDIY/CDIJ/CDIYH, 8 bis 9 Uhr
U25-Sichtung Intermediaire II, 9.30 bis 10.30 Uhr
Kinder-Sichtung Teamaufgabe, 10.45 bis 11.45 Uhr
N°11 FEI Junioren Teamaufgabe (CDIJ), 12.15 bis 16.25 Uhr
Veterinärkontrolle CDI4* und U25, 14 bis 15 Uhr
N°13 FEI Fünfjährige Vorbereitungsaufgabe (CDIYH), 16.40 bis 17.20 Uhr
N°10 FEI Junge Reiter Teamaufgabe (CDIY), 17.35 bis 19.45 Uhr

Freitag, 8. Juni
N°14 FEI Sechsjährige Vorbereitungsaufgabe (CDIYH), 8 bis 8.40 Uhr
N°15 FEI Siebenjährige Vorbereitungsaufgabe (CDIYH), 8.45 bis 10.15 Uhr
N°01 FEI Grand Prix (CDI4*, Qualifikation für N°3 GP Kür), 10.30 bis 13.30 Uhr
Kinder-Sichtung Einzelaufgabe, 13.45 bis 14.45 Uhr
N°02 FEI Grand Prix (CDI4*, Qualifikation für N°4 GP Special), 15 bis 17.45 Uhr
U25-Sichtung Grand Prix U25, 18 bis 19 Uhr

Samstag, 9. Juni
N°16 FEI Fünfjährige Finalaufgabe (CDIYH), 8 bis 8.50 Uhr
N°17 FEI Sechsjährige Finalaufgabe (CDIYH), 9 bis 9.50 Uhr
N°12 FEI Junge Reiter Einzelaufgabe (CDIYR), 10 bis 12.10 Uhr
N°7 FEI Intermediaire A (CDI4*), 12 bis 13.30 Uhr
N°03 FEI Grand Prix Kür (CDI4*), 14 bis 16.15 Uhr
N°05 FEI Sankt Georg (CDI4*), 16.30 bis 18 Uhr

Sonntag, 10. Juni
N°06 FEI Intermediaire I (CDI4*), 8 bis 9.25 Uhr
N°18 FEI Siebenjährige Finalaufgabe (CDIYH), 9.40 bis 11.10 Uhr
N°08 FEI Intermediaire II (CDI4*), 11.30 bis 12.30 Uhr
N°10 FEI Grand Prix Special (CDI4*), 13 bis 15.30 Uhr

Den endgültigen Zeitplan, Startlisten, Livescore und Ergebnisse finden Sie auf hippodata.de

 

Das Turnier mit Geschichte

Beim CDI4* 2018 in Achleiten haben 81 Reiter mit 117 Pferden aus 16 Nationen genannt. Alle österreichischen Top-Dressurreiterinnen und Dressurreiter angeführt von Rekord-Staatsmeisterin Victoria Max-Theurer und der aktuellen Staatsmeisterin Belinda Weinbauer stehen am Start. Es geht darum sich für die Weltreiterspiele in Tryon (USA, 11. bis 23. September) zu präsentieren. In den Klassen Children und U25 stehen im Dressurviereck von Achleiten die Sichtungen für die Europameisterschaften in Fontainebleau (FRA, 9. bis 15. Juli)  bzw. Roosendaal (NED, 25. bis 29. Juli) an.

Die Reitanlage wurde unter der Leitung von Elisabeth Max-Theurer in den Jahren 1989 bis 1991 errichtet. 1991 wurde auch das „Turnierkomitee Schloss Achleiten“ von Hans und Elisabeth Max-Theurer, Ing. Hubert Winkler und Evelyn Beuerlein ins Leben gerufen. Bereits 1992 und 1993 wurden zwei internationale Turniere (CDI) mit großartiger Besetzung abgehalten. Nicole Uphoff mit dem legendären Rembrandt, Klaus Balkenhol, Ann-Kathrin Linsenhoff, Anky van Grunsven mit Bonfire, Heike Kemmer, Sven Rothenberger, Gyula Dallos, Otto Hofer und nicht zuletzt Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer, sowie weitere internationale und österreichische Topreiter gingen hier an den Start.

1999, nach zahlreichen nationalen Turnieren (CDN), veranstaltete das Turnierkomitee und der in der Zwischenzeit gegründete Reitclub Schloss Achleiten, die Europameisterschaft der Junioren. Sowohl für Victoria Max-Theurer im Einzel, als auch für das österreichische Team gab es dabei Bronzemedaillen.

Ab dem Jahr 2002 wurde jedes Jahr (bis auf 2007, da fanden die Österreichischen Staatsmeisterschaften statt) ein internationales Turnier ausgetragen. Mittlerweile hat sich dieses Turnier neben Fritzens zu einem Höhepunkt des österreichischen Dressurkalenders entwickelt.

(PM)