Dressur

Don Johnson FRH und DSP Quantaz gewinnen alle großen Dressurprüfungen Mannheim (fn-press). Isabell Werth (Rheinberg) erreichte beim Mannheimer Maimarktturnier das… Artikel lesen

Larissa Lienig
05.05.2019 2 min lesen
Isabell Werth (Pressefoto Frieler)

Don Johnson FRH und DSP Quantaz gewinnen alle großen Dressurprüfungen

Mannheim (fn-press). Isabell Werth (Rheinberg) erreichte beim Mannheimer Maimarktturnier das Maximalziel: Mit zwei Pferden am Start, siegte sie im Grand Prix, im Special und in der Kür und belegte einmal Platz zwei. Während ihr Hannoveraner Routinier Don Johnson allgemein bekannt ist, stellte die Multichampionesse mit dem Brandenburger Hengst DSP Quantaz ein neues Nachwuchspferd vor.

Das Mannheimer Turnier, das traditionell in die große Verbrauchermesse auf dem Maimarktgelände eingebunden ist, lockte als Vier-Sterne-CDI etliche prominente Paare an den Start, allen voran die Weltranglisten-Erste Isabell Werth. Die Dressurkönigin brachte zwei Pferde mit. Den einen kennt man gut, nämlich den 17-jährige Hannoveraner Wallach Don Johnson (v. Don Frederico), der knapp den Grand Prix mit 74,87 Prozent gewann und seinen Stallgefährten DSP Quantaz auf Platz zwei verwies. Diesen braunen, erst neunjährigen Hengst hatten die Zuschauer noch nicht gesehen, denn Isabell Werth präsentierte ihn erst einmal auf einem kleinen Turnier in Ankum (Sieg im Grand Prix). Der Hengst stammt aus der brandenburgischen Zucht und hat den berühmten Quaterback zum Vater, sein Muttervater ist der Trakehner Hohenstein. Der Mecklenburger Dressurreiter Ronald Lüders hatte Quantaz ausgebildet und ihn bis Frühjahr 2018 im Turniersport vorgestellt, dann wurde der Hengst an die Österreicherin Victoria Max-Theurer verkauft, die ihn jetzt zur weiteren Förderung Isabell Werth anvertraut.

Während Isabell Werth für Don Johnson die Kür wählte, absolvierte der Neuzugang Quantaz dem Grand Prix Special. Zwar schlich sich ein kleiner Fehler in den Wechseln ein, aber es reichte für den Sieg mit 74,319 Prozent. Das zweitbeste Ergebnis erzielte Dorothee Schneider (Framersheim). Auch sie saß im Sattel eines Quaterback-Nachkommens: Pathetique, ein elfjähriges Deutsches Sportpferd aus einer Casado-Mutter, wurde im Special mit 73,702 Prozent bewertet. Die von Isabell Werth trainierte Lisa Müller (Otterfing) folgte an dritter Stelle. Im Grand Prix hatte ihr Oldenburger Wallach Gut Wettlkam’s Stand by me OLD Platz sechs belegt, im Special vermochte sich das Paar zu steigern und punktete vor allem in der ausdrucksstarken Passage (72,681).

Die Kür, die Turnierleiter Peter Hofmann nicht auf dem Dressurplatz, sondern im Springstadion austragen ließ, komplettierte die Siegesserie von Isabell Werth. Ihr Jonny, wie sie Don Johnson nennt, konnte sein Temperament auf dem Vorbereitungsplatz kaum zügeln. „Draußen war er mit seinen Bocksprüngen ganz weit vorne“, erzählte sie den Zuschauern im Interview nach der Prüfung lachend. Aber im Viereck riss sich Don Johnson dann zusammen (82,8). Auf Platz zwei in der Kür ritt Matthias Bouten (Rechtmehring), Chefbereiter der Familie Meggle. Mit dem niederländischen Hengst Meggle’s Boston erzielte er 77,3 Prozent und verwies die Österreicherin Victoria Max-Theuerer mit dem Oldenburger Benaglio (v. Breitling) auf Rang drei (75,475).

FN-Press

Larissa Lienig

„Entspanne dich, lass das Steuer los. Trudele durch die Welt, sie ist so schön.“ - Kurt Tucholsky