Dressur

Luhmühlen: Bettina Hoy führt in beiden Prüfungen nach Dressur

Ingrid Klimke in der DM-Wertung, Julia Krajewski im CCI4* Zweite Luhmühlen (fn-press). Bettina Hoy zum Ersten und zum Zweiten… Bei… Artikel lesen

Larissa Lienig
16.06.2017 3 min lesen

Ingrid Klimke in der DM-Wertung, Julia Krajewski im CCI4* Zweite

Luhmühlen (fn-press). Bettina Hoy zum Ersten und zum Zweiten… Bei der internationalen Vielseitigkeit in Luhmühlen führt die Europameisterin von 1997 nach Dressur nicht nur in der Drei-Sterne-Kurzprüfung (CIC3*) und damit in der Meisterschaftswertung, sondern auch in der Vier-Sterne-Prüfung CCI4*.

An ihr führte auch am zweiten Dressurtag kein Weg mehr vorbei: Bettina Hoy (Rheine) übernahm am Donnerstag mit Seigneur Medicott und gerade einmal 26,3 Minuspunkten die Führung. Ein Ergebnis, an das auch in der zweiten Hälfte kein Paar mehr heranreichen konnte. Auch Ingrid Klimke (Münster), die mit ihrem Olympiapferd Horseware Hale Bob OLD die Dressur mit 31,3 Minuspunkten beendet hatte, konnte ihre Position behaupten. Als Schlussreiterin des 53 Teilnehmer zählenden Starterfeldes brachte sie sogar noch ihr Zweitpferd Weiße Düne gut in Stellung. 32,7 Minuspunkte gab es für ihre Vorstellung mit der Holsteiner Schimmelstute (v. Clarimo). „Es war erst unsere zweite Drei-Sterne-Prüfung, dafür war es einfach spitze. Düne ließ sich die ganze Zeit gut reiten, war locker und ausdrucksvoll. Sie lässt sich von der Kulisse überhaupt nicht beeindrucken, guckt nicht, wird nicht heiß. Ich glaube, das wird mal richtig was“, sagte sie. Einziger Wermutstropfen. Beim Abreiten, kurz vor ihrem Start, fing es kurzfristig an zu schütten. „Ich war plitter-platter naß. Die Zügel rutschten durch und waren ganz glitschig. Zum Glück kam beim Einreiten ins Viereck die Sonne wieder raus“, sagte Klimke. Dieses Glück hatte Michael Jung (Horb) nicht. Er startete als Vorletzter und genau während seiner Vorstellung mit WM-Pferd fischerRocana FST öffnete der Himmel über Luhmühlen seine Schleusen. „Das ist schon unangenehm. Vor allem dann, wenn die Pferde Wasser in die Ohren bekommen und anfangen mit dem Kopf zu schütteln. Zum Glück hat sich Rocana nicht daran gestört“, sagte er. Mit 38,5 Minuspunkten (Platz sieben) rangiert die Stute zwar hinter ihrem jüngeren Stallkollegen Star Connection (35,6/Platz vier), aber immer noch „im grünen Bereich“, so Jung.

Komplettiert werden die vorderen Reihen im CIC3* bzw. der Deutschen Meisterschaft durch Julia Krajewski mit Chipmunk FRH, die mit 35,60 Minuspunkten gemeinsam mit Jung Platz vier belegt sowie Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee), die sich mit Opgun Louvo knapp dahinter mit 35,8 Minuspunkten auf dem sechsten Platz einordnet. Für „Wolle“ war es der zweite Start nach einer Verletzungspause im Frühjahr. Während die meisten ihrer Kollegen mit der Teilnahme an der DM auch damit liebäugeln, sich für einen EM-Start zu empfehlen, gilt diese Option nicht für die Weltmeisterin. Ihr fehlt die formale Qualifikation für den Start Mitte August in Strzegom.

Und noch einer erster Platz für Hoy
In der Vier-Sterne-Prüfung war es Marylin Little, die mit der Oldenburger Stute RF Scandalous (v. Carry Gold) die Rolle des Overnightleaders spielte. Sie hatte mit 38,0 Minuspunkten vorgelegt und wurde heute zunächst von Julia Krajewski mit ihren Olympiapferd Samourai du Thot mit 37,1 Minuspunkten überrundet. „Ich glaube, das war die beste Trabtour, die wir jemals hatten. Und ich habe zum ersten Mal zwei Mal die 10 bekommen, das war ein echter Meilenstein“, freute sich die Junioren-Bundestrainerin. „Ich reite einfach gerne Dressur. Es macht Spaß zu erleben, die die Pferde sich entwickeln“, sagte sie angesichts ihres Topergebnisses auch im CIC3*.

Bettina Hoy erwies sich allerdings unschlagbar. Nach ihrem Erfolg im CIC3* dominierte sie mit Designer auch die Vier-Sterne-Dressur mit einem Ergebnis von nur 36,0 Minuspunkten. „Ich habe mich ein bisschen über den ersten MItteltrab geärgert, da war er in bisschen zu entspannt. Und das letzte Halten kam ein bisschen spät“, sagte Hoy. „Aber insgesamt ist es toll zu sehen, wie sich Designer entwickelt hat“, sagte sie.

Übrigens: Bislang gelang es nur einem, im selben Jahr beide Topprüfungen in Luhmühlen zu gewinnen: 2012 wurde Michael Jung Deutscher Meister mit River of Joy und gewann das CCI4* mit Leopin FST.

Alle Ergebnisse unter www.luhmuehlen.de oder www.rechenstelle.de