Dressur

Louisdor-Preis: Ingrid Klimke auch mit Franziskus im Finale

Uwe Schwanz und Hermes ebenfalls für Frankfurt qualifiziert Wiesbaden (fn-press). Ingrid Klimke war die Rekord-Reiterin des diesjährigen internationalen Wiesbadener Pfingstturniers…. Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
05.06.2017 2 min lesen

Uwe Schwanz und Hermes ebenfalls für Frankfurt qualifiziert

Wiesbaden (fn-press). Ingrid Klimke war die Rekord-Reiterin des diesjährigen internationalen Wiesbadener Pfingstturniers. Die Münsteranerin ging in 14 Prüfungen in den drei Olympischen Disziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit an den Start. Am Montagmittag gewann sie mit dem Hengst Franziskus die Qualifikation zum Finale des Nachwuchspferde-Grand-Prix Louisdor-Preis. Das zweite Ticket für das Frankfurter Festhallen-Reitturnier sicherte sich Uwe Schwanz mit dem Wallach Hermes.

„Ich bin unheimlich glücklich, weil Franziskus heute so gut war wie noch nie. Er war die ganze Prüfung über ganz bei mir und total konzentriert. Das ist ja bekanntlich nicht immer so, ihm sitzt der Schalk im Nacken und manchmal kommt er auf dumme Gedanken. Aber heute war er einfach spitze“, freute sich Ingrid Klimke. 74.907 Prozent vergaben die Richter für Franziskus‘ Vorstellung im Kurz Grand Prix. Der jetzt neunjährige Hannoveraner Hengst von Fidertanz – Alabaster beeindruckte vor allem durch seine Ausstrahlung, seinen Schwung und die Dynamik, mit der er die hohen Lektionen der Dressur wie Piaffe, Passage und Pirouetten vor dem Wiesbadener Schloss zelebrierte. Auch die internationale Dressurrichterin Katrina Wüst, die die Vorstellungen der Nachwuchspferde kommentierte, war überzeugt: „Das war Reitkultur auf höchstem Niveau.“

Der Nachwuchspferde-Grand-Prix Louisdor-Preis ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse herangeführt werden sollen. Zwar enthalten die Aufgaben alle Elemente des Grand Prix, sind aber in den Anforderungen etwas reduziert. So werden beispielsweise weniger Serienwechsel verlangt, die Piaffe darf noch mehr Vorwärtstendenz haben, als dies im „großen“ Dressursport erwünscht ist. Sponsor ist die Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, die die Dressurserie seit 2012 unterstützt. In Wiesbaden sahen sich bereits zahlreiche Zuschauer die Einlaufprüfung am Samstagnachmittag an, die Dorothee Schneider (Framersheim) mit dem Hannoveraner Faustus (Falsterbo – Forrest xx), dominierte. „Auch für die Zuschauer ist es einfach unglaublich interessant zu sehen, wie sich die jungen Pferde entwickeln und zu verfolgen, was aus diesen Rohdiamanten wird“, sagte Ingrid Klimke.

Platz zwei belegte in der Finalqualifikation am Montagvormittag Uwe Schwanz aus dem bayerischen Sauerlach mit dem ebenfalls bayerischen Wallach Hermes (von Hotline – Lanciano). Die beiden erreichten 73.558 Prozent und lagen damit nur hauchdünn vor dem drittplatzierten Paar, Ingrid Klimke und Geraldine (73.535 Prozent). Mit der Rheinländer-Stute (von Fürst Grandios – Tolstoi) hatte sich Klimke bereits in Hagen a.T.W. für das Louisdor-Preis-Finale in Frankfurt qualifiziert. „Für Franziskus und Geraldine ist dies ein Ausbildungs- und Erfahrungsjahr, im Dezember in Frankfurt werden sie noch weiter gereift sein. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr mit den beiden und bin gespannt wie sie sich weiterentwickeln. Erstmal bin ich froh, dass beide Pferde sich jetzt schon qualifiziert haben, so kann ich mich erstmal wieder ganz auf meine Busch-Pferde konzentrieren“, sagte Klimke, die eigentlich dem A-Kader Vielseitigkeit angehört. Am übernächsten Wochenende stehen bereits die Deutschen Meisterschaften dieser Disziplin in Luhmühlen auf dem Programm. Für Klimkes Stute Escada, die sich am Samstag während der Geländeprüfung im Wiesbadener Schlosspark verletzt hatte, stehen jetzt erst einmal weitere Untersuchungen an. „Escada geht es soweit gut, wir konnten mit ihr im Schlosspark grasen gehen. Jetzt fahren wir erstmal nach Hause und lassen sie genau untersuchen, dann wissen wir mehr.“

Quelle: fn-press