Isabell Werth: “Das Gefühl ist unbeschreiblich.”

von Stina Berghaus
27. Januar 2018
27.01.2018
ca. 2 Minuten

Wieder einmal haben Isabell Werth (48) und ihre Wunderstute Weihegold OLD beeindruckt. Das dynamische Duo schwebte durch die Kür zu einem Score von 88.540%, fast 1%-Punkt mehr als bei ihrem Sieg in Stuttgart im November.

Im Publikum in der RAI Arena saß viel Prominenz, unter anderem ein Mitglied der niederländischen Royals, Princess Margarita, die Vorstandsmitglied der Show ist. Doch es war die deutsche Dressurkönigin Isabell Werth, die im Rampenlicht stand und den heimischen Star Edward Gal auf den zweiten Platz verwies sowie ihre Landsfrau Jessica von Bredow-Werndl auf Platz drei.

“Weihe war wirklich fantastisch heute. Das Gefühl ist unbeschreiblich; diese Kraft und diese Versammlung, sie ist wie ein Metronom. Wir können machen, was wir wollen. Die Atmosphäre in der Arena war elektrisierend und ich musste aufpassen, weil sie etwas hitzig war. Sie hat wirklich tolle Piaffen und Passagen gezeigt, aber im versammelten Schritt habe ich die Luft angehalten, weil sie den Galopp kaum abwarten konnte”, sagte Werth über ihre Stute.

Als letzte Starterin musste sie den Score von Edward Gal (81.860) knacken, der mit seinem Hengst gut vorgelegt hatte.“Es ist erst fünf Wochen her, dass wir bei der Olympia Show in London Dritte wurden und es ist eine erkennbare Verbesserung zu sehen”, so Gal, der 2010 mit Totilas den FEI World Cup Titel holte. Für den zehnjährigen Zonik war es erst die dritte Kür. “Er wird stärker und stärker und immer motivierter. Plötzlich machen wir riesige Schritte nach vorne und ich habe große Hoffnungen für ihn”, fügte Gal hinzu.

Als Isabell Werth in die Arena ritt, konnte Jessica von Bredow-Werndl die Augen nicht vom Viereck abwenden. Sie hatte mit Unee Bb beeindruckende 81.195% geholt. “Je älter er wird, desto stärker wird er. Ich glaube, er durchlebt gerade seine zweite Jugend, er hatte heute offensichtlich viel extra Energie”, so von Bredow-Werndl über ihren 17-jährigen Hengst.

Als Titelverteidigerin muss Isabell Werth keine Punkte in den Qualifikationen sammeln, muss aber in mindestens zwei Etappen mit dem Pferd starten, mit dem sie im April beim Finale starten möchte. Mit zwei Siegen in zwei Etappen auf Weihegold kann sie sich nun auf ihr Back-Up Emilio konzentrieren. “Weihegold ist natürlich meine erste Wahl, aber Emilio wird die letzten beiden Qualis in Göteborg (SWE) und Hertogenbosch (NED) mitgehen”, so Werth. Sie wird die nächste Station in Neumünster nicht mitreiten, da sie auf einem anderen Turnier startet, aber sie hat ihren vierten Titel fest im Blick. Auf die Frage, wie sie sich bezüglich des Finales im April fühlt, antwortete sie: “Ich bin glücklich, aber ich würde nie sagen, dass ich voller Zuversicht bin, das ist nicht meine Art. Es ist Sport und man weiß nie, was passieren wird und man muss immer aufmerksam bleiben.”

 

FEI World Cup™ Dressage 2017/2018 Western European League – Standings after Round 6 in Amsterdam (NED):

1. Patrik Kittel SWE – 74

2. Jessica von Bredow-Werndl GER – 59

3. Dorothee Schneider GER – 55

4. Fabienne Lutkemeier GER – 50

5. Tinne Vilhelmson Silfven SWE – 45

6. Morgan Barbancon Mestre ESP – 43

7. Daniel Bachmann Andersen DEN- 39

7. Madeleine Witte-Vrees NED – 39

9. Belinda Weinbauer AUT – 38

10. Hayley Watson-Greaves GBR – 37

10. Marcela Krinke-Susmelj SUI – 37

 

 

Quelle: fei.org/ Übersetzung: Horseweb

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