Dressur, Turnierergebnisse

Franziskus glänzt unter Flutlicht Ingrid Klimke und Franziskus siegen vor heimischer Kulisse

MÜNSTER. Spiel, Satz und Sieg: Es war ein Heimspiel für Münsteranerin Ingrid Klimke und ihren Hengst Franziskus. Vor der Kulisse… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
04.08.2019 2 min lesen

MÜNSTER. Spiel, Satz und Sieg: Es war ein Heimspiel für Münsteranerin Ingrid Klimke und ihren Hengst Franziskus. Vor der Kulisse des münsterschen Schlosses gewann das Paar am Samstagabend die Grand Prix Kür unter Flutlicht und wiederholte damit seinen Sieg aus dem Vorjahr.

Es ist eine Kulisse, die ihresgleichen sucht: Wenn das Fürstbischöfliche Schloss im Herzen Münsters pünktlich zur Abenddämmerung hell erleuchtet ist und nur wenige Meter davor das Dressurviereck errichtet wird, wissen die Besucher des Turniers der Sieger: Die Flutlicht-Kür steht an. Und auch in diesem Jahr zeigten wieder fünf Reiter-Pferde-Paare ihre Kür auf Grand Prix Niveau. Doch an einem Paar gab es kein Vorbeikommen: Ingrid Klimke und Franziskus.

Zu spanischen Klängen tanzte Franziskus durch das Viereck, zeigte exzellente Trabverstärkungen und eine hervorragende Galopptour. Einzig zu Beginn der Vorstellung kam es zu Patzern: Bereits kurz nach dem Grüßen erschreckte sich Franziskus, verlor für wenige Sekunden den Rhythmus, fing sich dann jedoch schnell wieder. Es folgte eine harmonische Vorstellung mit vielen Highlights, vor allem in der Piaffe und den Pirouetten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Klimke im Sattel des elfjährigen Hengstes den Sieg in der Kür geholt – und daran knüpfte sie am Samstag nahtlos an. 79,30 Prozent zeigte die Richtertafel am Ende an. Ein Traumergebnis für Klimke, die die kontinuierliche Entwicklung des Hengstes lobte: „Er ist noch einmal deutlich gereift. Franziskus hat wirklich den Schalk im Nacken – aber dass er sich nach der kleinen Störung noch einmal gefangen hat, zeigt, dass er sich weiterentwickelt hat. Er war zwar auf Spannung, aber er hat sich kurz danach wieder zusammengerissen. So haben dann auch die schweren Teile der Kür, etwa der Übergang von den Einerwechseln zur Pirouette, toll geklappt.“

An zweiter Stelle platzierte sich Christoph Koschel im Sattel des Hengstes Ballentines. 75,85 Prozent vergaben die Richter hier. Die portugiesische Dressurreiterin Maria Caetano und ihr erst neunjähriger Lusitanohengst Fenix de Tineo folgten auf dem dritten Platz mit 75,20 Prozent. Auf Platz 4 und 5 folgten Juan Pablo Matute Guimon auf Quantico (73,73 Prozent) und Carina Bachmann auf Tarantino (70,50 Prozent).

Das Turnier der Sieger findet vom 1. bis 4. August vor der imposanten Kulisse des münsterschen Schlosses statt. Auch in diesem Jahr konkurrieren wieder zahlreiche nationale und internationale Reiter in Dressur- und Springprüfungen bis zum höchsten Niveau. Den Höhepunkt des Turniers bildet der Große Preis am Sonntag, eine Springprüfung der Klasse CSI4*, die zugleich eine Etappe der diesjährigen Bemer Riders Tour ist.

Pressemitteilung

Fotos: Westfälischer Reiterverein e.V., Thoms Lehmann

Jaqueline Weidlich

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