Dressur

Desperados gewinnt in Hagen

Hagen. Nach einer Bewertung zwischen 77,174 und 80,652 Prozent, waren sich die Richter einig, Desperados und Kristina Böring-Sprehe haben den… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
27.04.2018 2 min lesen
Desperados FRH unter Kristina Bröring-Sprehe in Hagen (Foto:Stefan Lafrentz)

Hagen. Nach einer Bewertung zwischen 77,174 und 80,652 Prozent, waren sich die Richter einig, Desperados und Kristina Böring-Sprehe haben den Grand Prix, der Kür-Tour in Hagen, gewonnen. Mit einem Endergebnis von 79,109 %.
So sicher wie sich die Richter bei der Benotung waren und der wunderbaren Ausführung der beiden, kamen Unstimmigkeiten bei der Beurteilung des Rückwärtsrichten auf. Hier differieren die Noten zwischen 6,5, was in der Richtersprache zwischen „befriedigend“ und „ziemlich gut“ liegt, und 9, was“sehr gut“ bedeutet. Die fünf Juroren meinen, dass es noch einige Verbesserungen gibt. So sollten die Piaffen noch mehr auf der Stelle angelegt werden, weiter kam Desperados auch bei der Einleitung, der zweiten Piaffe, aus der Passage, kurz aus dem Takt.
Das zweitbeste Ergebnis lieferten Fabienne Lütkemeier und ihr 18-jähriger D’Agostino ab, mit Platz 5 und 73,413 Prozent. Zu ihrem Sieg sagte sie: „Ich bin schon den ganzen Tag in Hagen mit einem freudigen Grinsen im Gesicht herumgelaufen und habe mich auf den Ritt mit Daggi gefreut – und dann legt der so einen Grand Prix hin. Klasse! Dieses Pferd hat einen unbeschreiblichen Charakter. Wenn er ins Prüfungsviereck kommt, spitzt er die Ohren und man weiß: Der macht das!“ Um ihr Topfpferd nicht allzu viel zu belasten, hat sie entschieden, dass D’Agostino nur noch auf Turniere geht, die ihm Spaß machen.
Direkt nach dem Paar folgte die Louisdor-Preis-Siegerin des vergangenen Jahres: TSF Dalera BB mit Jessica von Bredow-Werndl. Ihr Ergebnis war 72,652 %. Für die Stute war es der zweite internationale Grand Prix-Start , so waren noch ein paar Wackler dabei. Man sah es zu Beginn, dass die Aufstellung nicht korrekt war.Auch der Richtungswechsel nach rechts wollte nicht optimal gelingen und der Übergang vom Galopp in den Trab war ebenso nicht fließend. Aber das Potenzial ist enorm, so zeigte das Paar erreiche Momente beim völlig harmonischen Miteinander, in nahezu unsichtbarer Hilfengebung und sehr ausdrucksstarken Verstärkungen und Piaffen.
Mit 72,065 Prozent folgten heute auf Platz 7 Imperio und Hubertus Schmidt. Die beiden fingen mit sehr schönen Trabverstärkungen und -traversalen an, die Piaffen gut am Platz, mit leichten Abstrichen in den Übergängen zur Passage. Aber in den Zweierwechseln schien den Hengst etwas gepiekst zu haben und er baute einen pfiffigen Spurt nach vorne ein. Sehr schnell hatte Schmidt ihn aber wieder unter Kontrolle und absolvierte den Rest der Zweierwechsel gewohnt souverän.

Quelle: www.dressursport-deutschland.de