Dressur

Isabell Werth siegt vor Dorothee Schneider und Helen Langehanenberg im Weltcup Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem… Artikel lesen

Marike Weber
26.01.2019 2 min lesen
Werth Isabell © www.sportfotos-lafrentz.de/Sharon Vandeput

Isabell Werth siegt vor Dorothee Schneider und Helen Langehanenberg im Weltcup

Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem Viereck gaben die deutschen Reiterinnen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam ab. Isabell Werth (Rheinberg) siegte mit der Stute Weihegold OLD vor Dorothee Schneider (Framersheim), die den Wallach Sammy Davis jr. an den Start brachte. Auf Rang drei folgte mit Helen Langehanenberg und dem Hengst Damsey FRH wiederum ein deutsches Paar.

Sieg Nummer zwei in der laufenden Weltcup-Saison für Weihegold: Nach Stockholm Anfang Dezember 2018 gewann die 14-jährige Oldenburgerin mit Isabell Werth nun auch ihre zweite Weltcup-Kür. Die Don Schufro-Tochter erhielt von den fünf Richtern für ihre makellose Vorführung zwischen 84 und 88 Prozent, im Schnitt übernahm das Paar mit 86,81 Prozent deutlich die Führung. Das Amsterdamer Publikum spendierte standing ovations. Über vier Prozent weniger erzielte Dorothee Schneider (82,675). Auch ihr 13-jähriger bayerischer Wallach Sammy Davis v. San Remo machte seine Sache bestens. Dieselbe Rangierung an erster und zweiter Stelle hatte es am Vortrag auch im Grand Prix gegeben.

Verlief der Grand Prix für Helen Langehanenberg mit dem Hannoveraner Damsey vielleicht ein wenig enttäuschend (Platz sieben), präsentierte sich der 17-jährige Sohn des Dressage Royal in der Kür in Topform. 82,440 Prozent bedeuteten Platz drei. Eine so große Dominanz gelingt den deutschen Weltcup-Akteuren auch nicht alle Tage. Die mit nach Amsterdam gereiste Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte jedenfalls allen Grund, stolz auf ihre „Mädels“ zu sein.

Auf dem vierten Rang schloss sich der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Delauny an (82,29). Für die gastgebenden Niederländer erreichte Hans Peter Minderhoud mit dem KWPN-Hengst Glock’s Dream Boy das fünftbeste Ergebnis (81,38). Als vierter deutscher Starter ging Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) in Amsterdam auf Punktejagd. Mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Duke of Britain bekam der Bereiter auf dem Hof Kasselmann 77,08 Prozent (Platz zehn).

Noch zweimal macht der Dressur-Weltcup auf dem Weg zu seinem Finale in Göteborg (3. bis 7. April) Station: in Neumünster und in s’Hertogenbosch. Die meisten Punkte hat bislang Dorothee Schneider auf dem Konto (70), knapp gefolgt von Helen Langehanenberg (68) und Benjamin Werndl (65). Neben der vorqualifizierten Titelverteidigerin Isabell Werth kann Deutschland noch zwei weitere Teilnehmer schicken. Es bleibt also spannend, wer sein Ticket lösen wird.   hen

 

(Quelle: FN)

Marike Weber

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